„Lex orandi - lex credendi“ - Nach Prosper von Aquitanien († 455) formulierter Kernsatz zur gegenseitigen Abhängigkeit von Glaube und Liturgie.

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Hl. Mutter Gottes, bitte für uns

Bild: Bertramz, Wikimedia, CC BY-SA 3.0Die „Kirche der goldköpfigen Allheigen“ (so benannt nach einer reich geschmückten Ikone) in Trapezunt (heute Trabzon/Türkei) war Hauptkirche des eher kleinformatigen Kaiserreichs Trapezunt an der Südostküste des schwarzen Meeres - eines der Nachfolgestaaten von Byzanz in der Zerfallsperiode des Reiches. Bauweise und archäologische Befunde legen ein hohes Alter der Kirche nahe, der heutige Bau geht auf das späte 9. oder frühe 10. Jahrhundert zurück. Im 13. - 15. Jahrhundert war die Panagia Chrysokephalos die Krönungskirche und Grablege der „Kaiser“ von Trapezunt. 

Nach der Einnahme der Stadt durch den Osmanenherrscher Fatih (=Eroberer) Mehmet II. wurde die Kirche sofort zur Moschee des Eroberers (Fatih Camii) umgewandelt. Der Skulpturenschmuck wurde zerstört, die reiche Ausmalung mit Fresken wurde abgeschlagen oder übertüncht, die Grundanlage des Bauwerks blieb jedoch im Wesentlichen erhalten.

Der Eroberer Mehmet II. gehört bis auf den heutigen Tag zu den populärsten Figuren des türkischen Islam. In Berlin sind mindestens zwei Moscheen nach ihm benannt, weiterer ihm gewidmete Eroberer-Moscheen gibt es in 51 deutschen Städten.

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