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Die Stimme der Kirche

BuchumschlagDie Wendung der Altäre zum Volk und die „Abschaffung des Latein“ sind die beiden Elemente, die das Gesicht der reformierten Liturgie der Kirche bestimmen wie nichts anderes. Beide wurden nahezu „flächendeckend“ durchgesetzt, obwohl sie nirgendwo vorgeschrieben sind, sondern nur als - in Grenzen - zulässig erklärt wurden. Wer beim eigentlich Vorgegebenen bleiben will, steht unter enormem Rechtfertigungsdruck. Und beide Elemente haben wie wenig anderes dazu beigetragen, denn Sinn für die Liturgie in Klerus und Volk gleichermaßen zu beschädigen, vielfach geradewegs zu zerstören.

Der Londoner Oratorianer Uwe Michael Lang, der 2005 endgültig den Mythos um die „celebratio ad populum“ zerstörte, hat sich nun den ebenso unbegründeten wie interessegeleiteten Thesen der Reformer zugewandt, die im Gottesdienst nur noch die Volkssprache, am besten in ihren populärsten Idiomen, hören wollen - obwohl die Konstitution über die Liturgie doch unmissverständlich aussagt: „Der Gebrauch der lateinischen Sprache soll in den lateinischen Riten erhalten bleiben“.

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Michael Fiedrowicz' „Die Überlieferte Messe“

BuchumschlagVor vier Wochen konnten wir das Erscheinen dieses Kompendiums zur traditionellen Liturgie von Prof. Fiedrowicz mitteilen - heute kommt unsere Besprechung. Das Buch arbeitet ein enormes Programm ab, in dem fast alle Problempunkte, die uns gegenwärtig zu schaffen machen, ihren Platz finden. Und Fiedrowicz gelingt es, das in einer so leicht verständlichen und überzeugenden Weise auszuführen, wie man das sonst kaum gewohnt ist. Eine wichtige Rolle dabei spielen – das soll hier ausdrücklich gesagt werden, weil Anmerkungen von Lesern oft als Abschreckung empfunden werden – der umfangreiche Anmerkungsapparat mit über 900 Anmerkungen, größtenteils Literaturhinweisen und Quellenangaben.

Zur Besprechung

Entwicklung und Reform der Liturgie

Umschlagbild Reid, Organic developmentIm Zentrum dieser (sehr selektiven) Literaturliste stehen relativ neue Bücher - sie sind größtenteils nach 1990 erschienen und im regulären Sortiment erhältlich. Die meisten davon erheben wissenschaftlichen Anspruch, sind aber auch für interessierte Nicht-Fachleute durchaus lesbar. Allerdings ist der größte Teil in Englisch verfaßt und bisher auch nicht ins Deutsche übersetzt worden. Während das an der „Hermeneutik des Bruchs“ orientierte deutsche theologische und liturgiewissenschaftliche Establishment keine Stimmen hochkommen ließ, die sich der Parteilinie nicht bedingungslos unterwerfen, gibt es in den angelsächsischen Ländern zahlreiche Liturgiker, die sich an der Tradition orientieren. Wir setzen mit unserer Liste ganz bewußt einen Kontrapunkt zur deutschen Monokultur in diesem Betrieb und konzentrieren uns auf Titel, die hierzulande eher ignoriert werden.

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Die heilige Messe im Kirchenjahr

Umschlag von Parsch, Jahr des HeilsZwei Umstände haben die Umsetzung der Liturgiereform nach dem 2. Vatikanischen Konzil besonders negativ beeinflusst: Neuordnung von Kirchenjahr und Leseordnung im Jahr 1970 folgte einer fast zwei Jahrzehnte dauernden Periode der Unsicherheit und auch des Ungehorsams, in der viel Wissen um Formen und Inhalte der Tradition aufgegeben oder zerstört worden war. Und die faktische Abschaffung der lateinischen Sprache nicht nur im liturgischen Vollzug, sondern auch in der Lehre und im Leben der Kirche, verschüttete den Zugang zu den primären Quellen.

Glücklicherweise hatte die liturgische Bewegung seit den Anfängen mit Prosper Gueranger im 19. Jh. eine umfangreiche Literatur in modernen Sprachen hervorgebracht, die nach der Reform zwar ebenfalls als "überholt" abgetan wurde, heute jedoch gute Dienste bei der Rückgewinnung der Schätze der Tradition leistet. Wir haben einige besonders wichtige Titel zusammengestellt, die die Liturgie im Ablauf des Kirchenjahres darstellen.

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Einführungen in die hl. Messe

Buchumschlag von 'Zum Altare Gottes will ich treten'Für den Anfang gibt es in diesem Bereich erst einmal ein paar praxisorientierte Hinweise, hauptsächlich gedacht für Leute, die bisher wenig über die hl. Messe im älteren Gebrauch und dem althergebrachten Verständnis wissen, aber gerne mehr wissen wollen. Die Liste soll künftig erweitert und bei Bedarf auch noch stärker untergliedert werden.

Eine kleine Warnung: Bücher aus der Zeit vor 1940 sind meistens in Frakturschrift gedruckt, an die man sich erst gewöhnen muß. Für jeden, der sich mit der unverfälschten und unaufgebbaren Tradition der Kirche beschäftigen will, führt an dieser Schrift kein Weg vorbei. (Außer er liest nur lateinische Bücher, die werden schon immer in lateinischen Buchstaben gedruckt.)

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