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Gesegnete Ostern!

Seht, erneut ist alles Land,
Neu die Freude, neu die Pracht;
Mit dem Herrn, der auferstand,
Ist die ganze Welt erwacht.
Selbst der Elemente Drohn
Wandelt sich in treue Fron;
Denn sie fühlen Schöpfers Macht.

Die letzten Zeilen dieser Strophe der Ostersequenz von Adam von St. Viktor gehen uns in diesem Jahr nur schwer über die Lippen. Sieht es doch so aus, als hätten „die Elemente“ die ihnen von uns auferlegte Fron abgeschüttelt und bedrohten Leben und Lebensweise auf seit Jahrhunderten nicht mehr gekannte Weise.

Freilich gibt die letzte Zeile auch Aufschluß – oder vermittelt zumindest einen Denkanstoß – zu den tieferen Ursachen des Wiedererwachens der Drohung: Vielleicht nicht die Elemente, aber die Menschen in ihrer großen Überzahl haben aufgehört, „Schöpfers Macht“ zu fühlen und anzuerkennen. Vielleicht wendet der Schöpfer das Gesicht ab von seinem Werk und überläßt es den Händen und Plänen seiner stolzen Geschöpfe.

Für die, die an den Schöpfer glauben und seine Macht anerkennen, ändert sich damit nichts an der Wahrheit der letzten Strophe Adams:

O Christi Tod, der Leben schafft,
Verein uns Christi hoher Kraft;
O Tod, der Tods nicht schuldig war,
Verleih uns Leben immerdar.

Das lateinische Original der Sequenz und die anderen Strophen finden sie auf dem Hymnarium, das in diesem Jahr auch noch eine weitere Ostersequenz Adams präsentiert.

Ihnen alle frohe und gesegnete Ostertage!

Wegen einer hartnäckigen Grippe...

... wird unsere Pause "Zwischen den Jahren" noch um ein paar weitere Tage verlängert.

Erläuternde Bemerkung

zur „Erklärung der Wahrheiten in Bezug auf einige der häufigsten Irrtümer im Leben der Kirche unserer Zeit“

Die Kirche in unserer Zeit erlebt eine der größten geistigen Epidemien, d.h. eine nahezu allumfassende lehramtliche Verwirrung und Desorientierung, die sich als eine ernsthaft ansteckende Gefahr für die geistige Gesundheit und das ewige Heil vieler Seelen erweist. Gleichzeitig muss man eine verbreitete Lethargie in der Ausübung des Lehramtes auf unterschiedlichen Ebenen der kirchlichen Hierarchie unserer Tage feststellen. Dies ist hauptsächlich durch die Nichteinhaltung der apostolischen Pflicht verursacht - wie es auch das Zweite Vatikanische Konzil in Erinnerung gerufen hat -, dass nämlich die Bischöfe „die ihrer Herde drohenden Irrtümer wachsam fernhalten“ sollen (Lumen gentium, 25).

Unsere Zeit ist gekennzeichnet durch einen akuten geistigen Hunger der katholischen Gläubigen auf der ganzen Welt nach der Bekräftigung jener Wahrheiten, die vernebelt, untergraben und durch einige der gefährlichsten Irrtümer unserer Zeit geleugnet werden. Die Gläubigen, die diesen geistigen Hunger erleiden, fühlen sich im Stich gelassen und befinden sich deshalb in einer Art existenzieller Peripherie. Eine solche Situation erfordert dringend Abhilfe. Eine öffentliche Erklärung der Wahrheiten, die sich auf diese Fehler beziehen, duldet keinen weiteren Aufschub. Deshalb erinnern wir uns an die folgenden zeitlosen Worte des heiligen Papstes Gregor des Großen: „Unsere Zunge soll im Ermahnen nicht müde werden, dass nicht, nachdem wir das Amt der Verkündigung übernommen haben, unser Schweigen uns beim gerechten Richter verurteilt. (...) Die Menschen, die unserer Sorge anvertraut sind, verlassen Gott und wir schweigen. Sie leben in Sünde, und wir strecken nicht unsere Hand aus, um sie zu korrigieren.“ (In Ev. hom. 17, 3.14).

Als katholische Bischöfe sind wir uns unserer schweren Verantwortung bewusst, gemäß der Ermahnung des heiligen Paulus, der lehrt, dass Gott Seiner Kirche „Hirten und Lehrer (gab), um die Heiligen für die Erfüllung ihres Dienstes auszurüsten, für den Aufbau des Leibes Christi, bis wir alle zur Einheit im Glauben und der Erkenntnis des Sohnes Gottes gelangen, zum vollkommenen Menschen, zur vollen Größe, die der Fülle Christi entspricht. Wir sollen nicht mehr unmündige Kinder sein, ein Spiel der Wellen, geschaukelt und getrieben von jedem Widerstreit der Lehrmeinungen, im Würfelspiel der Menschen, in Verschlagenheit, die in die Irre führt. Wir aber wollen, von der Liebe geleitet, die Wahrheit bezeugen und in allem auf ihn hin wachsen. Er, Christus, ist das Haupt. Von ihm her wird der ganze Leib zusammengefügt und gefestigt durch jedes Gelenk. Jedes versorgt ihn mit der Kraft, die ihm zugemessen ist. So wächst der Leib und baut sich selbst in Liebe auf.“ (Eph. 4, 12-16).

Wir erstellen diese öffentliche Erklärung im Geist brüderlicher Liebe als eine konkrete geistliche Hilfe, damit Bischöfe, Priester, Pfarreien, Ordensgemeinschaften, Laienvereinigungen und Privatpersonen die Möglichkeit haben, entweder privat oder öffentlich, jene Wahrheiten zu bekennen, welche in unseren Tagen am meisten geleugnet oder entstellt werden. Die folgenden Worte des heiligen Apostels Paulus sollten als eine an jeden Bischof und Christgläubigen unserer Zeit gerichtete Ermahnung verstanden werden: “Kämpfe den guten Kampf des Glaubens, ergreife das ewige Leben, zu dem du berufen bist und für das du vor vielen Zeugen das gute Bekenntnis abgelegt hast! Ich gebiete dir bei Gott, von dem alles Leben kommt, und bei Christus Jesus, der vor Pontius Pilatus das gute Bekenntnis abgelegt hat und als Zeuge dafür eingetreten ist: Erfülle deinen Auftrag rein und ohne Tadel, bis zum Erscheinen Jesu Christi, unseres Herrn” (1 Tim. 6, 12-14).

Vor dem Angesicht des Göttlichen Richters und im eigenen Gewissen hat jeder Bischof, Priester und Christgläubige die moralische Pflicht, unmissverständlich Zeugnis für jene Wahrheiten abzulegen, die in unserer Zeit verdunkelt, untergraben und geleugnet werden. Private oder öffentliche Bekenntnisakte dieser Wahrheiten könnten eine Bewegung initiieren zum Bekenntnis und der Verteidigung der Wahrheit, sowie der Wiedergutmachung für die weitverbreiteten Sünden gegen den Glauben, für die Sünden des verborgenen oder offenen Abfalls vom katholischen Glauben einer nicht geringen Zahl des Klerus und der Laien. Man muss sich dabei bewusst sein, dass es bei einer derartigen Bewegung nicht um Zahlen, sondern um die Wahrheit geht, wie es der heilige Gregor von Nazianz inmitten der allgemeinen lehramtlichen Verwirrung der arianischen Krise ausdrückte, das Gott hat kein Wohlgefallen an Zahlen hat (vgl. Or. 42,7).

Durch das Zeugnis für den unveränderlichen katholischen Glauben werden sich Geistliche und Christgläubige der Wahrheit erinnern, dass „die Gesamtheit der Gläubigen (…) im Glauben nicht irren kann. Und diese, ihre besondere Eigenschaft, macht sie durch den übernatürlichen Glaubenssinn des ganzen Volkes dann kund, wenn sie "von den Bischöfen bis zu den letzten gläubigen Laien" ihre allgemeine Übereinstimmung in Sachen des Glaubens und der Sitten äußert“ (Lumen gentium, 12).

Heilige und die großen Bischöfe, die in Zeiten lehramtlicher Krisen lebten, mögen uns Fürsprecher sein und uns mit ihren Worten führen, wie es die folgenden Worte des heiligen Augustinus tun, die er an den heiligen Papst Bonifatius I. richtete: „Da uns allen, die wir das Bischofsamt ausüben, das seelsorgliche Wächteramt aufgetragen ist (auch wenn du darin einen besonderen Vorrang innehast), tue ich in der Ausübung meiner Amtspflicht das, was ich kann, soweit sich der Herr würdigt, mir durch die Hilfe deines Gebetes hierin Kraft zu verleihen“ (Contra ep. Pel. I, 2).

In der gegenwärtigen außerordentlichen Situation einer allgemeinen doktrinellen Verwirrung und Desorientierung im Leben der Kirche, wird eine präzise Erklärung der Wahrheiten in einer einheitlichen Stimme der Hirten und der Gläubigen, zweifellos auch ein wirksames Mittel brüderlicher und kindlicher Hilfe für den Papst sein.

Diese öffentliche Erklärung geben wir im Geist christlicher Liebe ab, die sich in der Sorge um die geistige Gesundheit der Hirten und der Gläubigen kundtut, d.h. aller Glieder des Leibes Christi, der Kirche, eingedenk der folgenden Worte des heiligen Paulus im Ersten Brief an die Korinther: „…damit im Leib kein Zwiespalt entstehe, sondern alle Glieder einträchtig füreinander sorgen. Wenn darum ein Glied leidet, leiden alle Glieder mit; wenn ein Glied geehrt wird, freuen sich alle Glieder mit. Ihr aber seid der Leib Christi und jeder Einzelne ist ein Glied an ihm“ (1 Kor 12, 25-27), und im Brief an die Römer: „Denn wie wir an dem einen Leib viele Glieder haben, aber nicht alle Glieder dieselbe Aufgabe haben, ... so sind wir, die vielen, ein Leib in Christus, als Einzelne aber sind wir Glieder, die zueinander gehören. Wir haben unterschiedliche Gaben, je nach der uns verliehenen Gnade. Hat einer die Gabe prophetischer Rede, dann rede er in Übereinstimmung mit dem Glauben; hat einer die Gabe des Dienens, dann diene er. Wer zum Lehren berufen ist, der lehre; wer zum Trösten und Ermahnen berufen ist, der tröste und ermahne. Wer gibt, gebe ohne Hintergedanken; wer Vorsteher ist, setze sich eifrig ein; wer Barmherzigkeit übt, der tue es freudig. Die Liebe sei ohne Heuchelei. Verabscheut das Böse, haltet fest am Guten! Seid einander in brüderlicher Liebe zugetan, übertrefft euch in gegenseitiger Achtung! Lasst nicht nach in eurem Eifer, lasst euch vom Geist entflammen und dient dem Herrn!“ (Röm 12, 4-11).

Die Kardinäle und Bischöfe, die diese „Erklärung der Wahrheiten“ unterschreiben, vertrauen sie dem Unbefleckten Herz der Muttergottes unter der Anrufung „Salus populi Romani“ („Heil des römischen Volkes“) an, eingedenk der besonderen geistlichen Bedeutung, die diese Ikone für die Römische Kirche hat. Möge die ganze Katholische Kirche unter dem Schutz der Unbefleckten Jungfrau und Gottesmutter „unerschrocken den Kampf des Glaubens kämpfen, feststehen in der Lehre der Apostel und sicher voranschreiten in den Stürmen der Welt, bis sie die himmlische Stadt erreicht“ (Präfation der Messe zu Ehren der Seligen Jungfrau Maria „Heil des Römischen Volkes“).

31. Mai 2019

Kardinal Raymond Leo Burke, Patron des Souveränen Malteserordens

Kardinal Janis Pujats, emeritierter Erzbischof von Riga

Tomash Peta, Erzbischof der Erzdiözese der Heiligen Maria in Astana

Jan Pawel Lenga, emeritierter Erzbischof-Bischof von Karaganda

Athanasius Schneider, Weihbischof der Erzdiözese der Heiligen Maria in Astana


Närrische Zeiten

Bild: Angebot auf AmazonVom Genius des Rosenmontags ermutigt erlauben wir uns heute, eine Glosse zu plagiieren, die Mitte vergangenen Monats auf „Ignatius his conclave“ erschienen ist. Autor G. Kirkuk hat sein wahres Wesen entdeckt – oder verkleidet er sich nur in schamloser Aneignung einer fremden Identität? Wir wissen es nicht, aber es juckt uns in den Fingern, seinen Text nicht nur zu übersetzen, sondern auch selbst einmal auszuprobieren.

Es beginnt ein langes ZitatEndlich ist die Wahrheit heraus: ich bin transethnisch. Das ist ein Grund zum Feiern!

Seit früher Kindheit wußte ich, daß ich ein Chinese bin, der im Körper eines Europäers gefangen ist. Woher ich das weiß? Wo ich doch mein ganzes Leben in Surbiton verbracht habe und meine einzige Erfahrung mit der chinesischen Kultur von der chinesischen Imbissbude kommt? Das hat nichts zu besagen – es geht in dieser Sache ganz allein um meine Gefühle und Überzeugungen. Und selbst wenn alle Anzeichen etwas anderes besagen – mein Wort gilt.

Hiermit bekräftige ich meinen Anspruch, als Teil der ethnischen Gruppe zu leben und akzeptiert zu werden, der ich mich zugehörig weiß! Ich verlange staatlich geförderten Unterricht in Mandarin oder Kantonesisch sowie chirurgische Behandlung durch den Nationalen Gesundheitsdienst, um meine Haare dunkler zu machen und die Form meiner Augen anzupassen. Außerdem fordere ich eine Gesetzgebung, die andere Chinesen dazu zwingt, mich voll als Chinesen anzuerkennen.

Sie finden das merkwürdig, unnormal und sogar psychologisch irritierend? – aber wer sind Sie schon, zu urteilen!

Die rasant zunehmende Zahl von Transethniern insbesondere bei jungen Leuten im schulpflichtigen Alter verlangt gebieterisch politisches Handeln! Es müssen Gelder bereit gestellt und Beratungsstellen eingerichtet werden. Transrassische Identitätsstörung ist in den Nationalen Bildungskatalog aufzunehmen! Justin Welby, der Erzbischof von Canterbury, hat bereits klargestellt, daß die Kirche von England Konfuzianer, Buddhisten und kommunistische Atheisten voll in das Leben ihrer Pfarreien integrieren wird. Die Generalsynode macht Chinesischunterricht für alle Angehörigen des Klerus zur Pflicht.

Allerdings bleibt es in Anbetracht der gegenwärtigen Sensibilitäten noch offen, wie in Fällen zu verfahren ist, in denen jemand von schwarz nach weiß (oder umgekehrt) transitionieren will.“

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Das oben gezeigte Chinesenkostüm ist bei Amazon im Angebot - bei Redaktionsschluss waren noch 10 Exemplare zum Preis von 39,99 € auf Lager. Der Bart kostet extra.
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Randbemerkungen in Sachen Mißbrauch

Zum Prozess gegen Cardinal Pell 

(23. 2. 2019)

In einem von vielerlei Mertkwürdigkeiten begleiteten Verfahren ist der australische Kardinal Pell jetzt von einem australischen Gericht unspezifizierter Übergriffe in den 70er Jahren für schuldig befunden worden. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig, der Kardinal, der seine Unschuld betont, hat angekündigt, Berufung einzulegen.

Kardinal Pell ist während seiner langjährigen Tätigkeit als Erzbischof in Australien und später als "Finanzaufseher" in Rom auf viele äußerst empfindliche Zehen getreten. Treffen die gegen ihn erhobenen (und der Öffentlichkeit bislang unbekannten) Vorwürfe zu - oder ist der Kardinal Opfer einer Justizfarce geworden? Steve Skojec von OnePeterFive sichtet die Indizien.

 

Laisierung sofort?

(20. 2. 2019)

Vor einigen Tagen hatten wir hier unser Unbehagen angesichts der Laiisierung von Theodore McCarrik und der Tendenz ausgedrückt, diese Strafe zur Norm für einschlägige Vergehen, soweit sie nicht dem staatlichen , sondern allein dem Kirchenrecht unterliegen, zu machen. Erfreut lasen wir nun auf katholisch.de einen Beitrag des Kirchenrechtsanwalts Friedolf Lappen, der diese Bedenken teilt und auf andere Möglichkeiten der Bestrafung verweist - bis hin zum Urteil für den Übeltäter, den Rest seines Lebens unter strengen Auflagen in einer geeigneten Einrichtung zu verbringen: 

Verstöße gegen solche Anordnungen können ihrerseits sanktioniert werden, bis an den Punkt, an dem der Delinquent ausschließlich Naturalleistungen erhält (Wohnrecht im Priesterseminar, Vollverpflegung dort und priesterliche Kleidung aus der Kleiderkammer) bei bleibender Pflicht zur Arbeit (...) Damit hätte die Kirche Mittel an der Hand, dem straffällig gewordenen Priester weitere Taten zumindest erheblich zu erschweren, indem sie ihm ein Wohnen unter Aufsicht auferlegt, den Kontakt zu Kindern und Familien untersagt, die Nutzung des Internets verbietet oder klar beschränkt ...

Damit würde die Kirche in vielen Fällen nicht nur Ihrer Verantwortung gegenüber der Gesellschaft besser gerecht, sondern auch gegenüber dem gefallenen Priester, dessen Seelenheil ihr ebenso am Herzen liegen sollte wie das seiner Opfer. Einen Straftäter, der sich dieser Bestrafung und der damit gebotenen Chance zur Umkehr entzieht, könnte sie immer noch aus dem Klerikerstand entlassen.

Die Chance der Umkehr mit Gottes Gnade ist immer gegeben. Der Hilfsarbeiter Alessandro Serenelli, der 1902 die elfjährige Maria Goretti ermordete, bekehrte sich während seiner 27-jährigen Zuchthausstrafe und schloß sich nach seiner Entlassung einem Konvent der Kapuziner an, wo er bis zu seinem Lebensende 1970 als Gärtner und Pförtner diente. Die wohlfeile Forderung „Laisierung sofort“ ist auch Ausdruck dessen, daß viele in der Kirche den Glauben an Gottes Gnade und die Kirche als deren Vermittlerin verloren haben.

 

Zum Fall McCarrick

(17. 2. 2019)

Die Entscheidung des Vatikans, den ehemaligen Kardinal und bis vor kurzem vielleicht mächtigsten Mann der Kirche in den USA in den Laienstand zu versetzen, läßt keine Genugtuung aufkommen. Die ihm vorgeworfenen und weitgehend auch belegten Vergehen und Verbrechen sind gravierend - und doch wird man den Eindruck nicht los, daß hier auch ein Sündenbock gesucht und gefunden wurde. Andere sind wegen ähnlicher Vergehen milder behandelt worden und konnten sogar ihren Aufstieg bis auf den heutigen Tag fortsetzen. Wer hoch steigt, kann tief fallen.

McCarrick (88) war einer von vielen Kirchenführern, die die „Öffnung zur Welt“ vorangetrieben haben, viele haben dabei selbst die Orientierung verloren (oder nie gehabt) und andere auf vielerlei Weise vom Weg des Evangeliums abgebracht. Solange die als Serie von Kompromissen mit dem Zeitgeist praktizierte Öffnung zur Welt nicht grundsätzlich in Frage gestellt wird, wird es weiterhin McCarricks geben.

Beten wir für alle, die von dieser Sorte pflichtvergessener Preister und Oberhirten geschädigt wurden und immer noch geschädigt werden. Und auch für die Bekehrung von Theodore McCarrick selbst, der bald vor seinen Richter treten wird.