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Erklärung von Bischof Meier

Pressestelle des Bistums, Annette ZoepfBischof Meier von Augsburg hat gegenüber CNA eine Erklärung zu seiner Absicht abgegeben, am 28. Mai für die Petrusbruderschaft Diakonenweihen zu spenden. Wir zitieren hier seine Aussagen so, wie sie im Artikel auf der Website von CNA wiedergegeben sind:

"Die traditionelle Liturgie gibt nach wie vor Katholiken in unserem Bistum und weltweit Halt in ihrer Glaubenspraxis", so der Bischof. Papst Franziskus habe im Motuproprio Traditionis Custodes den Diözesanbischof als "Leiter, Förderer und Wächter des gesamten liturgischen Lebens in der ihm anvertrauten Teilkirche" beschrieben und ihm entsprechend "die Regelung der liturgischen Feiern in der eigenen Diözese anvertraut".

"Dieser Verantwortung stelle ich mich auch in Bezug auf die Feiern der Liturgie vor der Reform von 1970", sagte Meier. "Umgekehrt erwarte ich von der Petrusbruderschaft, dass sie sich als Teil der Diözesangemeinschaft von Augsburg versteht."

Er sehe sich als "Diener der Einheit, die in der Vielfalt liegt", betonte der Augsburger Bischof. "Das Bistum Augsburg ist geprägt von zahlreichen Klöstern, Ordensgemeinschaften und geistlichen Gruppierungen mit ganz unterschiedlicher Spiritualität. Die Petrusbruderschaft als Gesellschaft apostolischen Lebens von Klerikern päpstlichen Rechts ist ein Teil davon."

"Der Distriktobere der Priesterbruderschaft St. Petrus hat mich eingeladen, die Diakonenweihe zu spenden", erklärte Meier. "Der Einladung bin ich gerne gefolgt, zumal der Sitz des Priesterseminars in Wigratzbad liegt und damit auf dem Territorium der Diözese Augsburg."

Weißer Sonntag in Berlin

Bild: ISPN - eigene Aufnahme

Am gestrigen Weißen Sonntag, dem 8. und letzten Tag der Osteroktav, konnten in der Berliner Kirche St. Afra des Institutes St. Philipp Neri sechs Kinder zum ersten Mal die hl. Kommunion empfangen. Soviele Kommunionkinder waren es noch nie - die vielerlei Wirrungen der vergangenen Jahre haben auch in Berlin dazu geführt, daß sich die Zahl der Teilnehmer an den Gottesdiensten in der überlieferten Liturgie und der dem Institut verbundenen Familien deutlich erhöht hat.

Der in der Hauptsache von Fr. Langenberger erteilte Kommunionunterricht hat den Kindern eine solide Grundlage für das Verständnis und die weitere Entwicklung ihres Glaubens vermittelt. Beten wir dafür, daß sie darauf auch in einer zunehmend feindseligen Umwelt mit dauerhaftem Erfolg aufbauen können.

Rudolf Kaschewsky R.I.P.

Bild: Von der Website des Patrimonium-VerlagsAm vergangenen Donnerstag (10. 12.) verstarb in seinem 81. Lebensjahr Dr. Rudolf Kaschewsky, der in seiner über 25-jährigen (1983 – 2009) Tätigkeit als Schriftleiter der Una Voce Korrespondenz unermeßlich viel dafür getan hat, die Bewegung für den Erhalt der überlieferten Liturgie in Deutschland zusammenzuhalten und zu koordinieren.

Von Beruf war Kaschewsky Tibetologe und Mongolist und verfügte über umfangreiche Kenntnisse der Religionen Indiens und des zentralasiatischen Buddhismus. Das befähigte ihn dazu, das religiöse und spirituelle Leben der Menschen in einer weiteren Perspektive zu sehen, die besonderen Werte und Wahrheitsanteile anderer Religionen wahrzunehmen und zu würdigen und gleichzeitig ohne kompromißsüchtige Harmonisierungen den unvergleichlichen Rang der in Christus verkörperten Wahrheit hervorzuheben. Das versetzte ihn auch in Stand, der Verabsolutierung des „Mitteleuropäers im 20. Jahrhundert“ als Prototyp des „modernen Menschen“ schlechthin zu widersprechen und die damit einhergehende Verflachung und Säkularisierung des Menschenbildes zu bekämpfen, wie sie sich auch in der Kirche nach dem Konzil in der Liturgiereform weithin durchsetzte.

Wir hoffen, in den kommenden Wochen einen Nachruf bringen zu können, der von jemandem geschrieben werden sollte, der Kaschewskys Leben und seine Arbeit besser kennt und würdigen kann als unsereins, der erst spät zur Bewegung für die Bewahrung des Glaubens der Väter dazugestoßen ist.

Die Beisetzung von Rudolf Kaschewski unter den einschränkenden Bedingungen des Corona-Regiments findet am morgigen Dienstag (15. 12) statt; die Trauerfeierlichkeiten werden von P. Franz Schmidberger von der FSSPX administriert.

Liturgischer Kalender 2021

Für alle, die es noch nicht haben, bietet der bevorstehende Erste Adventssonntag eine willkommene Erinnerung daran, daß es höchste Zeit wird, sich mit dem Liturgischen Kalender für das kommende Jahr 2021 auszustatten. Das gilt natürlich besonders für alle Priester, die regelmäßig oder gelegentlich in der überlieferten Liturgie der lateinischen Kirche zelebrieren. Ebenso wertvoll ist es aber auch für Laien, die privatim das Breviergebet nach einer der älteren Ausgaben pflegen.

Ihnen allen gibt das Kalendarium authentische Auskunft darüber, welche Fest- oder Gedenktage auf welche Termine fallen, welchen Rang sie haben und wo sie unter Umständen durch Votivmessen ersetzt und kommemoriert werden können. Ebenfalls schafft das Kalendarium Klarheit dazu, an welchen Tagen Gloria oder Credo gebetet oder nicht gebetet werden, welche Präfation vorgeschrieben ist usw. Richtschnur dabei ist der Codex Rubricarum 1962 für das Meßbuch von 1962 und das entsprechende Brevier - er bildet trotz aller daran durchaus angebrachten Kritik die derzeit gültige Rechtsgrundlage.

Für die Freunde der traditionellen Kalenderkunde mit ihren teilweise weit in vorchristliche Zeit zurückreichenden Orientierungshilfen wie den circulus solaris, den numerus aureus  des Mondzirkels, die Epakten und Indiktionen werden ebenfalls die entsprechenden Hinweise angeboten. Das ist nicht nur Nostalgie: Wer ältere Ausgaben des Breviers oder des Missales verwendet, kann solche Hilfen gut gebrauchen; auch manche ältere Predigt oder Lehrschrift bleibt stellenweise ohne ihr Verständnis rätselhaft.

Der Liturgische Kalender für das Jahr 2021 ist zum Preis von € 6,00 zu beziehen beim

UVK - Leserdienst,
Postfach 101633, 52016 Aachen,
Email: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! ,
Fax: +49(0)160/5101606

Für die Aufhebung staatlicher „Gottesdienstverbote“

Bild: Gebetbuch für Angehörige des US-ArmyDie vom Priester in der „persona Christi“ gefeierte hl. Messe ist immer die Feier der ganzen Kirche, an der jedes Glied der Kirche Anteil haben und Anteil nehmen kann. Dazu bedarf es keines Live-Streams im Internet, keiner TV-Übertragung und auch nicht unbedingt der physischen Anwesenheit von weiteren Gläubigen. Es gibt immer Fälle, in denen diese physische Anwesenheit nicht möglich ist. In Gebetsbüchern für das amerikanische Militär gab es die Graphik einer „Mass-Clock“ mit der Weltzeituhr, auf der abzulesen war, wo auf der Welt gerade die hl. Messe gefeiert wurde. Dazu wurde das folgende Gebet empfohlen:

Ewiger Vater, im unbefleckten Herzen Mariens möchte ich mich mit Jesus vereinigen, der gegenwärtig in [hier passendes Land einfügen] sein kostbares Blut im heiligen Messopfer darbietet für das Wohl der Heiligen Kirche, die Bekehrung der Sünder, die Erlösung der armen Seelen und für die besonderen Gnaden, die ich von Dir erbitte.

Auch wenn die physische Anwesenheit von Gläubigen also keine Voraussetzung für die tatsächliche Feier der Eucharistie ist, heißt das doch keineswegs, daß sie unwichtig wäre oder keine Rolle spielen würde. Diese Anwesenheit bringt zeichenhaft zum Ausdruck, daß der Priester nie als „Privatperson“ zelebriert – und daß alle Glieder der Kirche, Klerus wie Laien, sich der gemeinsam geschuldeten Pflicht zur anbetenden Verehrung Gottes unterwerfen. Seit alters her lehrt die Kirche und wissen die Gläubigen, daß die rechte Teilnahme am heiligen Messopfer den Zugang zu besonderen Gnaden eröffnet. Mit ihrem Gebot der Sonntagspflicht unterstreicht die Kirche, welche große Bedeutung sie dieser gemeinsamen Teilnahme zumißt – so, wie es schon die Märtyrer von Abitene im Jahre 304 getan haben, als sie auch angesichts der drohenden Todesstrafe im Verhör beteuerten: „Ohne den Sonntag können wir nicht leben“. Tatsächlich bedeutet auch heute noch für viele Gläubige die Teilnahme an der Feier der hl. Messe gerade in Zeiten persönlicher oder gesellschaftlicher Not ein nachgerade lebenswichtiges Bedürfnis. Der Mensch hat mehr Bedürfnisse, als der Einzelhandel erfüllen kann.

Vor diesem Hintergrund wird zunehmend Kritik an der Bereitwilligkeit laut, mit der die Bischöfe sich widerspruchslos staatlichen Anordnungen unterworfen haben, die die Teilnahme am Sonntagsgottesdienst und den Empfang von Sakramenten unmöglich machen. Dabei kann diese Kritik nicht darauf abzielen, dem Staat prinzipiell das Recht abzusprechen, in Notstandsfällen mit einschneidende Maßnahmen auch das Leben und die Tätigkeit der Kirche zu beeinträchtigen. Doch diese Maßnahmen müssen entsprechend der von der Verfassung geschützten Religionsfreiheit die Verhältnismäßigkeit wahren und dürfen nicht gegen den Grundsatz der Gleichbehandlung verstoßen.

Genau daran müssen jedoch Zweifel bestehen, wenn „gottesdienstliche Versammlungen“ pauschal verboten werden. Die meisten Gemeinden verfügen über Kirchen, die viel zu groß sind für die paar Dutzend Gläubigen, die gewöhnlich an Sonntagsmessen teilnehmen, und werktags erst recht. In den meisten Kirchen bestehen die räumlichen und organisatorischen Voraussetzungen, die gleichen Abstandsregeln einzuhalten, die etwa für den Lebensmittelhandel oder Bahnhofsbuchhandlungen vorgeschrieben sind – von den Verhältnissen im nach wie vor weiter betriebenen öffentlichen Nahverkehr ganz zu schweigen. Warum haben die Kirchen – hier wäre endlich einmal ein guter Anlaß für überkonfessionelles und sogar intrareligiöses Vorgehen gewesen – hier nicht rechtzeitig auf Politik und Verwaltung eingewirkt? Sie halten sich doch sonst soviel darauf zugute, wie gut ihr Beziehungen zu den Regierenden sind und wie wichtig ihnen auf vielerlei durchaus weltlichen Gebieten die Gemeinsamkeit von Staat und Kirche ist.

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