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Breviarium Bavaricum 1962

Nun ja - ganz Bayern wird nicht abgedeckt, und erst recht nicht das ganze Brevier, aber die Eigenfeiern der Erzdiözese München und Freising. Für die im Bistum seit alters her verehrten Heiligen hat Dr. Martin Fiedler entsprechend den Vorgaben des Motu Proprio Summorum Pontificum die Proprien des Breviers zusammengestellt und in zwei handlichen Faszikeln (je 32 Seiten) drucken und binden lassen. Mit ihrem Format von 103 x 168 mm können die Faszikel in viele gebräuchlichen Brevierausgaben der Zeit vor 1970 eingelegt werden, selbstverständlich auch in die Neu-Edition von nova et vetera, von 2008.

Martin Fiedler ist Lexikograph an der Bayerischen Akademie der Wissenschaften bei der Kommission für die Herausgabe eines mittellateinischen Wörterbuches, Rezensent der Una-Voce-Korrespondenz und hat u. a. die Epistolae et evangelia totius anni bei nova et vetera lektoriert. Für seine Ausgabe der officia propria hat er das Imprimatur des Generalvikars der Erzdiözese erhalten. Die beiden Faszikel (nur geschlossen beziehbar, Vorkasse 24,50 € zuzügl. Porto) können direkt beim Herausgeber per E-Mail Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! oder unter folgender Adresse:

Dr. Martin Fiedler
Wolfratshauser Str. 32
81379 München

bestellt werden. Und damit es doch noch etwas wird mit dem Breviarium Bavaricum: Die Eigenfeiern des Bistums Regensburg sind in Bearbeitung; die Proprien von Augsburg, Würzburg und Passau sollen folgen.

Silbernes Priesterjubiläum Pfarrer Rodheudt

Am morgigen Sonntag den 7. September begeht Pfarrer Dr. Guido Rodheudt von St. Gertrud in Herzogenrath mit einem festlichen Hochamt und einer Dankvesper sein silbernes Priesterjubiläum. Der eigentliche Weihetag war bereits der 2. September. Den Lesern von Summorum Pontificum ist Pfarrer Rodheudt am wahrscheinlichsten als Mitorganisator der „Kölner liturgischen Tagung“ bekannt, die nicht zuletzt aufgrund seines Einsatzes in den letzten Jahren oft in Herzogenrath stattgefunden hat. Und dann natürlich als Mitbegründer des Priesternetzwerks und als Autor des Vatican Magazin, wo er kenntnisreich und leidenschaftlich für die Sache der Tradition streitet.

Da mag es manchem schwerfallen, sich vorzustellen, daß dieser Pfarrer Rodheudt in seiner Gemeinde in aller Regel die hl. Messe nach den Büchern von 1970 zelebriert - doch das bringen die Pflichten seines Amtes nun einmal mit sich. Das wird auch beim Festgottesdienst am morgigen Sonntag so sein. Mit zwei als Diakonen amtierenden Pfarrerskollegen sowie in lateinischer Sprache und „ad Dominum“ gefeiert wird dieser Gottesdienst zumindest visuell der überlieferten Form nahekommen - der römische Kanon als Hochgebet wird das seine auch in inhaltlicher Hinsicht dazu beitragen. Wir sind schon gespannt auf die Photos.

Unsere herzlichen Glückwünsche und die besten Wünsche für weiteres seelsorgerisches Wirken im Geist der Kontinuität gehen nach Herzogenrath.

DVD vom Levitenamt in Aachen

Cover der DVD

Seit heute sind die DVDs mit dem Mitschnitt des Hochamts in Aachen bei der diesjährigen PMT-Hautpversammlung erhältlich.

Preis: 10 € (zgl. Versand).

Länge: insges. 95 Minuten

Bestelladresse:

Post: Fraschstr. 6, 70825 Korntal

eMail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Telefon: 0711 8387877

Gemeinde für die Petrusbruderschaft

Das ist doch einmal eine gute Nachricht aus Deutschland: Wie die Petrusbruderschaft gestern auch offiziell bekannt gab, wird sie zum 1.  September 2014 im Auftrag der Erzdiözese München und Freising die komplette Seelsorge der bereits seit vielen Jahren an der Münchner Damenstiftskirche bestehenden Gottesdienstgemeinde übernehmen. Damit wird sich auch das Angebot an hl. Messen in der außerordentlichen Form an dieser Kirche wesentlich verbessern. So wird täglich eine Meßfeier im alten Ritus angeboten werden. P. Christian Jäger ist mit dieser Aufgabe betraut worden. Er wird eine Wohnung direkt bei der Kirche beziehen und somit die erste offizielle Niederlassung der Bruderschaft auf Münchner Stadtgebiet begründen.

Folgende Gottesdienstzeiten sind vorgesehen:

Sonn- und Feiertag: 9.30 Uhr

Montag 8.00 Uhr, Dienstag bis Freitag 17.30 Uhr, Samstag 8.00 Uhr.

Regensburg: Prima Klima in Lima

Heute beginnt in Regensburg der 99. deutsche „Katholikentag“, und die gute Nachricht ist: Auch während dieser vom letzten deutschen Zentralkomittee getragenen Veranstaltung kann man an immerhin zwei Tagen in Regensburg an einer hl. Messe in der überlieferten Form teilnehmen, und zwar in der Kapelle Maria Schnee am Rande der Innenstadt. Das ist der reguläre Platz für Messen im alten Ritus für Regensburg; die Liturgien in der außerordentlichen Form des römischen Ritus dort werden in Absprache mit dem Bistum von Pro Missa Tridentina organisiert, näheres findet man auf der Website roemische-messe-regensburg.

Im Programm des „Katholikentages“ selbst bzw. in der über das Internet angebotenen Programmdatenbank findet man darauf keinerlei Hinweis. Was nicht heißt, das die Benutzung dieser Suchmaschine völlig uninteressant wäre. Eine Suche nach dem Begriff „Liturgie“ fördert immerhin den Gottesdienst im byzantinischen Ritus zutage, der am Freitag in St. Emmeran stattfindet.

Die übrigen Ergebnisse der Suche sind eher komisch, aber doch aussagekräftig: Das „Zentrum Frauen und Männer“ informiert in Werkstatt und Podiumsdiskussion unter dem Titel „Betet, Schwestern und Brüder...“ über geschlechtergerechte Sprache in Bibel und Liturgie. In einer weiteren Veranstaltung bietet das Zentrum, jetzt freilich nur noch für das stärkere Geschlecht, ein  „Sprech- und Bewegungscoaching für Frauen in der Liturgie“ an. Eine Religionslehrerein aus München referiert über „Die Feste des jüdischen Volkes im Klang ihrer Gebete“, und das Zentrum Kirche vor Ort führt ein Gespräch zum Thema „Sonntag feiern - ohne Priester, aber mit dem Herrn“. Im „Zentrum Jugend“ ist man „erlebnispädagogisch unterwegs“ mit dem Kreativ- und Mitmachangebot „Auf der Suche nach dem Schatz der Liturgie“ - da möchte man Mäuschen sein, oder doch lieber nicht. Die Werkstatt zum Schatz der Kirchenmusik ist ebenfalls „kreativ“ zugange mit Gesängen aus dem neuen Gotteslob, und die Creme der deutschen Liturgololologie diskutiert mal wieder über die Frage „Ist die Liturgiesprache heute noch verständlich?“ (© Theodor Bogler/Romano Guardini 1964/66). Heute in einem Dialogvortrag, versteht sich.

Das Übliche also, und man traut seinen Augen kaum, wenn man unter alledem den Hinweis auf ein Lektüreseminar findet: „Das Liturgieverständnis von Joseph Ratzinger“, angeboten von P. Sven Conrad FSSP - da muß jemand nicht richtig aufgepasst haben.

Ebenfalls erheiternd sind die zwei Ergebnisse der Suche nach dem Stichwort „Latein“, nach Sacrosanctum Concilium immerhin die offizielle Liturgiesprache der lateinischen Kirche: „Und Gemeinde geht doch!“ heißt die eine Veranstaltung,  „Befreiungstheologie - Stachel im Fleisch bis heute“ die andere. Aha.

Hier erfahren Sie, wie die Dame oben ins Bild kommt.

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