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Alte Messe in Leonberg

Am kommenden Donnerstag (5. September) findet in der Pfarrkirche St. Leonhard in Leonberg, Landkreis Tirschenreuth, um 17 Uhr eine heilige Messe in der außerordentlichen Form des Römischen Ritus statt. Zelebrant des gesungenen Amtes ist Domvikar Msgr. Georg Schwager, Leiter der Abteilung für Selig- und Heiligsprechungsverfahren im Bistum Regensburg. Vor dem traditionellen Gottesdienst besteht um 16 Uhr Möglichkeit zur Anbetung des Allerheiligsten Sakrament des Altares und zum Rosenkranzgebet für geistliche Berufungen. Ferner ist Beichtgelegenheit. Die Kirche begeht den Priesterdonnerstag mit der besonderen Bitte um Priesterberufungen.

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Pontifikalamt in Saarlouis

Am vergangenen Samstag fand - wie bereits gemeldet - in Saarlouis ein Pontifikalamt anlässlich des Jahrestages der Benedizierung der Rektoratskirche St. Petrus Canisius statt. Zelebrant war Weihbischof Dr. Athanasius Schneider vom Erzbistum der Allerheiligsten Jungfrau Maria zu Astana in Kasachstan. Die Dienste der Leviten und des Presbyter Assistens wurden durch Patres der Petrusbruderschaft erfüllt. Pater Axel Maussen, Pater Francesco Riegger und Diakon André Hahn.

An der hl. Messe, die um 15 Uhr zelebriert wurde, nahmen einige Pfarrer der benachbarten Pfarreien teil. Die Kirche war bis auf den letzten Platz gefüllt, es mussten sogar zusätzliche Stühle aufgestellt werden.

Patrick Pierron vom Kreis der Organisatoren hat uns eine größere Zahl von Bildern von diesem Pontifikalamt zugänglich gemacht - wir haben daraus eine kleine Bilderschau zusammengestellt.

Pontifikalämter in Köln

Wie angekündigt, hat der emeritierte Kölner Weihbischof Dr. Klaus Dick aus Anlass des nationalen Eucharistischen Kongresses in Köln drei Pontifikalämter in der außerordentlichen Form zelebriert. Eines davon, das am Samstag in der romanischen Kirche St. Kunibert, konnte mit besonderer Erlaubnis des Ortsbischofs Kardinal Meisner in der Form „vom Thron“ stattfinden, so daß die Mitfeiernden diese Liturgie in ihrer ganzen Schönheit erleben konnten. Schließlich ist das Pontifikalamt „vom Thron“ nach der Papstmesse die eigentliche Grundform der Liturgie des römischen Ritus. Alle anderen - das levitierte Hochamt, das gewöhnliche Hochamt und erst recht die „stille Messe“ sind - in der Form, nicht im Gehalt - reduzierte Riten, die sich aus primär praktischen Notwendigkeiten und Überlegungen herausgebildet haben.

Am Pontifikalamt in St. Kunibert nahmen etwa 900 Gläubige teil. Die beiden anderen Pontifikalämter „vom Faltstuhl“ - das ist ursprünglich die Form, in der reisende Bischöfe außerhalb ihres Jurisdiktionsbereichs zelebrierten - hatten jeweils um die 250 Teilnehmer. Ganz herzlichen Dank an Bischof Dick und Kardinal Meisner, die den Gläubigen diese Berührung mit der liturgischen Tradition der Kirche ermöglicht haben. Wir haben noch einige weitere Bilder aus Köln erhalten, die Sie hier in einer kleinen Bilderschau sehen können.

Nachtrag 11. Juni:

Inzwischen ist auch ein Bericht von Pro Missa Tridentina über die Tage in Köln erschienen - sie können ihn hier herunterladen (PDF 860 kb).

Nachtrag 14. Juni:

Außerdem hat Frau Rheinschmitt von PMT damit begonnen, Bilder von den Tagen in Köln ins Netz zu stellen - zu sehen auf der Website von PMT.

Herz-Jesu-Fest am Herz-Jesu-Freitag

Heute ist der erste Freitag des Monats, also der zwölf mal jährlich begangene Herz-Jesu-Freitag,  und gleichzeitig der zweite Freitag nach Pfingsten - das heißt der Tag des Festes des allerheiligsten Herzens Jesu. Dieses Fest wurde, nachdem die Verehrung des Herzens Jesu in Teilen der Kirche schon seit vielen Jahrhunderten gepflegt wurde, im Jahr 1765 durch Papst Klemens XIII. erstmals offiziell durch ein eigenes Messformular approbiert und 1856 von Papst Pius IX. für die ganze Kirche zum genannten Termin vorgeschrieben.

Unter den vielen regionalen Bräuchen, die sich mit diesem Festgedanken verbinden, wollen wir in diesem Jahr ausdrücklich auf die Prozession der Petrusbruderschaft zur Wallfahrtskirche zur Schmerzhaften Muttergottes auf der Gallwiese in Innsbruck-Mentlberg hinweisen, die am kommenden Sonntag den 9. Juni im Anschluss an die 10 Uhr-Messe stattfindet. Die Tiroler Katholiken gedenken an diesem Tag mit Andachten und Wallfahrten der Ereignisse des Jahres 1796, als die revolutionären Truppen des damaligen Generals Napoleon von Oberitalien aus auch Tirol bedrohten. Damals leisteten ihre Landstände vor dem Bildnis des Allerheiligsten Herzen Jesu in einer Kapelle bei Bozen ein "ewiges Gelöbnis", um die Verschonung ihrer Heimat zu erbitten. Tatsächlich wurde die Kriegsgefahr abgewendet, und seitdem wird die Verehrung des Allerheiligstens Herzens Jesu in Tirol zu diesem Fest auf vielfache Weise ganz besonders gepflegt.

Ausführliche Informationen zu den historischen Hintergründen finden sich auf der Website des Insbrucker Priorats der Piusbruderschaft und dieser Seite des Südtiroler Schützenbundes

Während die Piusbruderschaft die Tradition dieser Gelöbnis-Wallfahrten bereits vor einigen Jahren wieder aufgegriffen hat, ist die Petrusbruderschaft mit ihrer Wallfahrt zur Kirche in Mentlberg in diesem Jahr zum ersten Mal dabei. Schade, daß derartige Veranstaltungen immer noch doppelt bzw. geteilt stattfinden müssen.

Ein Goldstück, von unten gewachsen

Kardinal Lehmann mit KarnevalsmützeDer Mainzer Bischof Karl Kardinal Lehmann hat dem Kölner Stadtanzeiger anlässlich des Eucharistischen Kongresses ein Interview gegeben, in dessen Zentrum offenbar die Ablehnung der Eucharistiefeier nach dem überlieferten Ritus durch den Mainzer Prälaten steht. Nach einer Zusammenfassung auf der Online-Ausgabe des Stadtanzeigers - die gedruckte Fassung liegt uns bis jetzt nicht vor - führte Eminenz Lehmann unter anderem aus:

Ich habe den Eindruck, die ganze Begeisterung auch für das Latein hat viel mit Prestige zu tun und falschen Vorspiegelungen einer vermeintlichen Kulturelite.“

Die Liturgiereform von 1970 bezeichnete der Kardinal als ein „Goldstück“, die vorher über ein Jahrtausend lang zelebrierte Liturgie hält er, wenn der Stadtanzeiger das richtig wiedergegeben hat, für „abgeschafft“ und das „Verbot“ für nur teilweise zurückgenommen. Daher hält er auch

ein stärkeres Nebeneinander beider liturgischer Formen heute nicht für sinnvoll, auch weil es nicht von unten gewachsen ist.“

Aha.

Die oben zitierte Reuters-Illustration fanden wir im Focus vom 23. Januar 2005.

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