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Ein Goldstück, von unten gewachsen

Kardinal Lehmann mit KarnevalsmützeDer Mainzer Bischof Karl Kardinal Lehmann hat dem Kölner Stadtanzeiger anlässlich des Eucharistischen Kongresses ein Interview gegeben, in dessen Zentrum offenbar die Ablehnung der Eucharistiefeier nach dem überlieferten Ritus durch den Mainzer Prälaten steht. Nach einer Zusammenfassung auf der Online-Ausgabe des Stadtanzeigers - die gedruckte Fassung liegt uns bis jetzt nicht vor - führte Eminenz Lehmann unter anderem aus:

Ich habe den Eindruck, die ganze Begeisterung auch für das Latein hat viel mit Prestige zu tun und falschen Vorspiegelungen einer vermeintlichen Kulturelite.“

Die Liturgiereform von 1970 bezeichnete der Kardinal als ein „Goldstück“, die vorher über ein Jahrtausend lang zelebrierte Liturgie hält er, wenn der Stadtanzeiger das richtig wiedergegeben hat, für „abgeschafft“ und das „Verbot“ für nur teilweise zurückgenommen. Daher hält er auch

ein stärkeres Nebeneinander beider liturgischer Formen heute nicht für sinnvoll, auch weil es nicht von unten gewachsen ist.“

Aha.

Die oben zitierte Reuters-Illustration fanden wir im Focus vom 23. Januar 2005.

„Alte Messe“ auf dem Eucharistischen Kongress

In der zweiten Hälfte dieser Woche findet in Köln der Eucharistische Kongress 2013 statt, ein großes Fest des Glaubens. Veranstalter ist die Deutsche Bischofskonferenz, Ausrichter das Erzbistum Köln. Es wird Gelegenheit zu Austausch, Glaubensvertiefung und Begegnung und zum gemeinsamen Feiern geben.

Im Rahmen des Kongresses feiert der emeritierte Kölner Weihbischof Dr. Klaus Dick insgesamt drei Pontifikalämter im überlieferten Ritus. Am Donnerstag um 18.00 Uhr in der der Petrusbruderschaft überlassenen Kirche Maria Hilf in der Rolandstraße, am Freitag um 18.00 Uhr ebenfalls wieder in Maria Hilf und am Samstag um 10.00 Uhr in der Kirche St. Kunibert in der Kunibertsklostergasse. Dieses Pontifikalamt wird „am Thron“ zelebriert und ist ein gemeinsamer Gottesdienst aller Ecclesia-Dei-Gemeinschaften.

St. Kunibert ist eine der 12 romanischen Basiliken der Stadt und auch außerhalb der hl. Messe jederzeit einen Besuch wert.

Termine bei der Petrusbruderschaft

Am Sonntag, den 9. Juni, zelebriert S.E. Weihbischof Athanasius Schneider anlässlich des Jahrestags der Benedizierung der Rektoratskirche St. Petrus Canisius in Saarlouis dort ein Pontifikalamt.

Ort: St. Petrus Canisius, Stiftstr. 18, 66470 Saarlouis

Zeit: 9. Juni, 15.00 Uhr

Bereits am kommenden Samstag, den 1. Juni, wird Bischof James Conley von Lincoln, Nebraska, in der Kathedrale des Auferstandenen Christus in Lincoln fünf Diakonen der Petrusbruderschaft das Sakrament der Priesterweihe erteilen. Die Zeremonie, die um 10.00 Uhr Ortszeit (15:00 GMT) stattfindet, wird zeitgleich von LiveMass.net übertragen.

Der sechste Diakon des Jahrgangs 2013 des Nordamerikanischen Distrikts, Massimo Botta aus Rom, wird zur Weihe nach Hause zurückkehren. Dort wird die Weihe am 22. Juni in der Pfarrkirche des alten Ritus Santissima Trinita dei Pellegrini stattfinden. Spender der Weihe ist Erzbischof Guido Pozzo, früherer Sekretär von Ecclesia Dei und derzeit Verwalter der päpstlichen Almosenkasse.

Wallfahrt der Tradition nach Kleinenberg

Eine nationale Wallfahrt der Tradition wie in Frankreich oder den angelsächsischen Ländern gibt es in Deutschland (bis jetzt) nicht - aber dafür mehrere regionale. Am 5. Mai konnten wir über den Speyerer Wallfahrtstag berichten, und heute haben wir einen Bericht von Wolfgang Kühnhold zur Wallfahrt der Tradition im Erzbistum Paderborn zur Helferin vom Kleinen Berg:

Bereits im sechsten Jahr machten sich die „Tradis" auf den Weg zum Gnadenbild in Kleinenberg. Diese häufig als Schimpf- und Reizwort gebrauchte Bezeichnung hat hier seinen ganz besonderen Stellenwert: Durch viele, viele Jahre gehörte es zu besonderen Pflichten der Katholiken aus dem Erzbistum Paderborn, die Gottesmutter Maria, die Helferin vom Kleinen Berge, in ihrem Heiligtum auf einer Wallfahrt zu besuchen, ihr besondere Ehre zu erweisen und sie um Schutz und Hilfe anzuflehen. Diese Tradition wurde von den Gläubigen, die Sonntag für Sonntag in der Paderborner Gaukirche St. Ulrich die Heilige Messe im altüberlieferten Ritus feiern, wieder aufgenommen: Einmal im Jahr, am Sonntag nach Christi Himmelfahrt, steht das Gotteshaus nämlich nicht zur Verfügung; so lag es nahe, das Messopfer in der Gnadenkapelle in Kleinenberg, zweiundzwanzig Kilometer entfernt, zu feiern und mit einer Wallfahrt zu verbinden – kurz: die alte Tradition wieder aufleben zu lassen.

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Eine Zukunft für Kloster Engelport

Im Frühjahr 2014 werden die Anbetungsschwestern des königlichen Herzens Jesu das Kloster Maria Engelport (in der Nähe von Koblenz, bei Fankel an der Mosel) übernehmen. Das im 13. Jh. für Zisterzienserinnen begründete weltabgeschiedene Kloster wurde seit seiner Neuerrichtung vor über 100 Jahren von den Oblaten der Makellosen Jungfrau Maria (OMI) betreut, die dort  im 20. Jahrhundert unter anderen eine Ausbildungsstätte für Missionare unterhielten. Wegen zunehmender Überalterung kann die Gemeinschaft diesen Standort nicht länger aufrecht erhalten.

Die Anbetungsschwestern sind eine kontemplative Gemeinschaft, die praktisch den weiblichen Zweig des Instituts Christus König und Hoher Priester darstellt. Die ersten drei Schwestern wurden im Juni 2004 in Gricigliano am Hauptsitz des ICKX eingekleidet; inwischen gehören dem Orden bereits 25 Schwestern und mehrere Postulantinnen an. Das Chorgebet und die gesamte Liturgie der Gemeinschaft folgen den Büchern der überlieferten Liturgie in der Fassung des Jahres 1962. Das Leben der Schwestern ist neben dem Gebet auch dem Studium und der geistigen Vervollkommnung gewidmet. Außerdem haben sie zumindest in Italien auch Aufgaben im Bereich der Jugendarbeit übernommen. Inwieweit die künftigen Bewohnerinnen des Klosters Maria Engelport nach außen hin tätig sein werden, steht noch nicht fest.

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