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Übungsseminar für die Alte Messe

Bild: Joseph Shaw, FlickrPriester aus sieben britischen Diözesen sowie aus dem Ordinariat Unserer Lieben Frau von Walsingham nahmen in diesem Jahr an dem vier-tägigen Übungsseminar für die überlieferte Liturgie teil, das die Latin Mass Society von England und Wales seit mehreren Jahren in den Osterferien veranstaltet. Weitere Teilnehmer waren Seminaristen und ständige Diakone; dazu noch eine Anzahl Messdiener, Zeremoniare und Sakristane. Ort der Veranstaltung war das katholische Prior Park College nahe Bath, das im 19. Jahrhundert als Priesterseminar gebaut worden war und über eine prächtige „Kapelle“ verfügt, die offenbar alle liturgischen Umstürze der letzten Jahrzehnte unbeschädigt überstanden hat.

Kurze Berichte und zahlreiche Bilder von der Veranstaltung hat der Vorsitzende der Latin Mass Society, Joseph Shaw, in den letzten Tagen auf seinem Blog veröffentlicht.

Falls es im deutschen Sprachraum ähnliche Veranstaltungen gibt, wären wir um eine Mitteilung von Terminen und Programmen dankbar. Falls es sie nicht geben sollte, stellt sich die Frage, warum nicht.

Pellegrinatio 2018

Bild: https://www.youtube.com/watch?v=qEECBUGAYeIDie Organisatoren der jährlichen Wallfahrt des „Volkes Gottes von Summorum Pontificum“ haben heute das vorläufige Programm der für dieses Jahr vorgesehenen Veranstaltungen veröffentlicht. Danach findet die Pilgerfahrt 2018 einen guten Monat später als im vergangenen Jahr statt, nämlich in der Woche zum Christkönigsfest vom 26. bis zum 28. Oktober.

Das Programm beginnt am Freitag, dem Anreisetag, mit einem Forum ganztägiger Veranstaltungen im Angelicum - der von Dominikanern geleiteten Päpstlichen Universität des hl. Thomas von Aquin. Um 18 Uhr findet in der Kirche Santissima Trinità dei Pellegrini, der römischen Pfarrkirche der Petrusbruderschaft, die Eröffnungsmesse statt.

Der Samstag Vormittag beginnt ebenfalls in dieser Kirche mit Eucharistischer Anbetung und Gelegenheit zum Empfang des Beichtsakraments. Dem schließt sich die feierliche Prozession in die auf der anderen Seite des Tiber gelegene Peterskirche an - unser Bild zeigt den Anfang des Prozessionszugs aus dem Jahr 2017. In St. Peter wird um 12 Uhr ein feierliches Pontifikalamt am Altar der Kathedra stattfinden - als Zelebrant ist der Bischof von Kopenhagen, Mgr. Czeslaw Kozon, vorgesehen. Am Abend wird dann wieder in Santissima dei Pellegrine die Vesper zum Christkönigsfest gefeiert.

Am Sonntag haben Gläubige, die am Angelus des Papstes auf dem Petersplatz teilnehmen wollen, die Gelegenheit, die Messe in der überlieferten Liturgie beim Institut Christus König und Hoher Priester in Santi Nomi die Gesù e Maria zu besuchen. Als Abschlußmesse der Pilgerfahrt feiert dann ebenfalls Bischof Kozon um 11 Uhr ein Pontifikalamt in Santissima dei Pellegrini.

Eine Gemeinde für das Ordinariat

Bildquelle: http://www.catholic-ew.org.uk/Home/News/2014/July-Sept/Salford-AnnouncementDie Einrichtung des anglikanischen Ordinariats für Anglikaner, die sich voll und ganz zur Lehre der katholischen Kirche bekennen, hat bei den katholischen Bischöfe in England alles andere als Begeisterung ausgelöst. Zu viel „Rückkehrökumene“, zu wenig gepflegter „Dialog auf Augenhöhe“ in dauertagenden Gremien. Und dann auch noch dieser Ritus, der in vielem verdächtig an vokonziliare Zeiten erinnert...

Einen ersten Versuch zur Schaffung einer eigenen Körperschaft für Ex-Anglikaner in den 70er Jahren hatten die Bischöfe bzw. ihre Amtsvorgänger damals noch komplett zum Scheitern gebracht. Den zweiten Anlauf unter Papst Benedikt konnten sie zwar nicht verhindern, fanden aber viele Möglichkeiten, anglikanische Geistliche vom „Sprung in den Tiber“ abzuschrecken oder denen, die sich nicht abschrecken ließen, das Leben schwer zu machen. Noch heute fällt es den Ordinariatsgemeinden sehr schwer, Kirchen für ihre Gottesdienste zu finden.

Deshalb ist es von besonderer Bedeutung, daß der Bischof von Salford, John Arnold, sich bereit gefunden hat das Ordinariat unserer Lieben Frau von Walsingham dazu einzuladen, ab Februar die Kirche St. Margaret Mary in New Moston, Manchester zu übernehmen – komplett mit Pfarrhaus und den übrigen Gemeindeeinrichtungen. Andernfalls hätte die Pfarrei, wie so viele in England und nicht nur dort, sonst wohl ganz abgewickelt werden müssen.

Anscheinend erhält die Ordinariatsgemeinde in Manchester eine ähnliche Stellung wie die Gemeinden, bei denen englische Bischöfe in den vergangenen Jahren Priestern der Petrusbruderschaft oder von Christus König die Seelsorge übertragen haben. Praktisch läuft das auf die Einrichtung von Personalgemeinden hinaus, auch wenn es in vielen Fällen nicht zur offiziellen Errichtung in dieser Rechtsform kommt. In New Moston wird künftig der Hauptgottesdienst an Sonn- und Feiertagen nach dem Usus und dem Missale des Ordinariats gefeiert werden. Zusätzlich will der verantwortliche Priester des Ordinariats aber auch die Feier einer Sonntagsmesse im „Novus Ordo“ ermöglichen und die seelsorgliche Betreuung der „römischen“ Katholiken im Stadtteil sicherstellen. (Quelle)

Weihen in Fréjus-Toulon

Bild: Monastere Saint BenoitZum Jahresbeginn eine erfreuliche Nachricht vom vergangenen Dezember aus dem Bistum Fréjus-Toulon: Am 23. Dezember hat dort Ortsbischof Dominique Rey Angehörigen von zwei traditionellen Gemeinschaften, die er in seiner Diözese beherbergt, Segnungen und niedere Weihe gespendet. Bewerber und Mitglieder der altrituellen Fraternidad de San Joseé Custodio, des ebenfalls altrituellen Benedikt-Klosters von Frejus und des faktisch birituellen Priesterseminars von Frejus wurden durch die Tonsur in ihre jeweiligen Gemeinschaften aufgenommen bzw. erhielten die niederen Weihen des Exorzisten bzw. des Akolythen. Zwei weitere junge Männer wurden zu Subdiakonen geweiht.

Frejus liegt 50 km östlich von Marseille an der Mittelmeerküste und gehört zum alten Kulturraum Occitanien. Bischof Dominique Rey ist ein entschiedener Vertreter der von Papst Benedikt ermöglichten und geforderten gleichberechtigten Stellung der überlieferten und der reformierten Liturgie. Die Gesellschaft vom hl. Josef dem Hüter stammt ursprünglich aus Chile, ihr gehören überwiegend spanischsprachige Mitglieder an. Im 2010 gegründeten Kloster des hl. Benedikt in Fréjus leben Mönche aus mehreren europäischen Ländern. Das oben gezeigte Bild fanden wir auf der Facebook-Seite des Monastere Saint Benoit - dort und auf der Seite der Fraternidad werden noch zahlreiche weitere Bilder von den Weihen präsentiert.

Maria, Patronin Europas

Bild: https://www.facebook.com/RozaniecDoGranic/Die Polen haben ihre eigenen Erinnerungen an die osmanischen Türken und ihren das ganze Mittelalter andauernden Versuchen, die Herrschaft Mohammeds mit Feuer und Schwert auf ganz Europa zu erweitern: Am 12. September 1683 entschied der polnische König Jan Sobieski III. mit seiner Reiterei die Schlacht am Kahlenberge und beendete so die zweite Belagerung Wiens. Die erste hatte 150 Jahre vorher stattgefunden – sie war am 14. Oktober 1529 mit dem nach mehrfach fehlgeschlagenen Stürmungsversuchen unvermeidlich gewordenen Rückzug der Agressoren von der Reichshauptstadt. zu Ende gegangen. Zeitlich und kalendarisch zwischen beiden Gedenktagen liegt der Jahrestag der Seeschlacht von Lepanto am 7. Oktober 1571, der die Seeherrschaft der Türken im Mittelmeer beendete. Dieser angesichts der Kräfteverhältnisse höchst unerwartete Sieg wurde dem Eingreifen der in ganz Europa flehentlich angerufenen Gottesmutter zugeschrieben und gab damit den Anlass zur Stiftung des Rosenkranzfestes.

Mehr als eine Million katholische Polen folgte am Rosenkranzfest dieses Jahres einem Aufruf ihrer Bischöfe(!), mit einem „Rosenkranz an der Grenze“ erneut den Schutz der Patronin Maria für Kirche und Nation zu erbitten. Ein starkes Signal in einer Zeit, in der die offizielle Politik der meisten Regierungen (und auch der Staatskirchen) des Kontinents darauf hin arbeitet, die Identitäten der Völker zu „überwinden“ und den Kontinent für eine erneute Invasion von Moslems zu öffnen. Mit dabei, d.h. bei der regierungspolitik, der Münchener Erzbischof Kardinal Marx, der auf diese Weise wohl einen inoffiziellen Platz am Katzentisch der Jamaika-Koalition zu ergattern hofft. Wohl bekomm‘s.

Gerne nutzen wir die Gelegenheit der kurzen Information über diesen frommen Volksaufstand beim Nachbarn, eine Information über eine andere Veranstaltung weiterzugeben, die uns die polnischen Anhänger der überlieferten Liturgie zukommen ließen:

Wir möchten Sie herzlich zu der Wallfahrt zum Sanktuarium der Schmerzensmutter in Skrzatusz einladen, die am 14. Oktober A. D. 2017 stattfinden wird. Skrzatusz (Schrotz) gehört zur Diözese Koszalin-Kołobrzeg (Bistum Köslin-Kolberg), liegt in der Woiwodschaft Wielkopolskie (Woiwodschaft Großpolen) bei Piła (Schneidemühl) – ca. 260 km von Berlin.

Wir möchten, damit diese Wallfahrt nicht nur eine Gelegenheit für Integration der Gläubigen aus Nordwestpolen ist, die sich mit dem klassischen römischen Messeritus verbunden fühlen, sondern dass sie auch die wahre Allgemeinheit der Kirche zeigt – daher die Enladung, die an Gläubige aus Deutschland richten wollen (insbesondere aus der naheliegenden Region Berlins und aus anderen Bereichen Ostdeutschlands).

Ein deutschsprachiges PDF mit ausführlicheren Informationen können Sie hier herunterladen.

Zusätzliche Informationen