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Dringende Bitte aus Russland

Ausnahmsweise, aber gerne, geben wir heute diesen Hilferuf weiter, der uns aus Russland erreicht hat. Einmal, weil wir die Sache unterstützen wollen, dann aber auch, um zu zeigen, welche Anstrengungen Andere auf sich nehmen, um die Liturgie in der überlieferten Form feiern zu können.

Es beginnt ein langes ZitatLiebe Gläubige, Freunde und Wohltäter der Katholischen Tradition in Russland!

Heute wende ich mich mit einer großen Bitte an Sie alle! Im Juli werden an zwei Sonntagen die Heiligen Messen aufgrund finanzieller Schwierigkeiten ausfallen.

Aber: die Heilige Messe ist das wichtigste und schönste Gebet!

Bisher gelang es der Gesellschaft vom Heiligsten Herzen Jesu stets, rechtschaffene und alleine der wahren Tradition ergebene Katholische Priester als Urlaubsaushilfe zu gewinnen und zu bezahlen. Diese Priester kommen von weit her: aus Weißrussland. Andere Priester gibt es nicht.

In diesem Jahr kann die Gesellschaft vom Heiligsten Herzen Jesu für die ersten drei Julisonntage die Urlaubsaushilfen bezahlen. Dabei fallen erhebliche Reise- und Unterbringungskosten an. Wir sind jedoch damit an unseren finanziellen Grenzen angelangt.

Die zwei letzten Sonntage im Juli wäre die katholische Herde in Moskau alleine und ohne Hl. Messe.

Ich bitte Sie, zweckgebunden für diese beiden Juliwochenenden zu spenden. 

Sie können über diesen PAYPAL-Link spenden oder mit einer Banküberweisung mit dem Betreff "Urlaubsaushilfe":

Empfängerbank: Postbank AG München
IBAN: DE89 7001 0080 0785 5428 08
SWIFT-BIC: PBNKDEFF
Empfänger: Ges. v. Hl. Herzen Jesu

Bitte helfen Sie. Die Gesellschaft vom Heiligsten Herzen Jesu vertraut auf Ihren Opfergeist. Der Herr wird Ihre Liebe zur Heiligen Messe überreich vergelten.

Ihr
Gregor Huber

S. Maria Antiqua, Roma

Bild: WikimediaSeit März ist die in großem Umfang erhaltene Ruine der römischen Kirche Santa Maria Antiqua auf dem Palatin wieder (mit Einschränkungen) für die Öffentlichkeit zugänglich. Der in seinen Fundamenten in das erste nachchristliche Jahrhundert zurückreichende Bau, der zur Zeit Domitians wegen seiner Lage an der in den den eigentlichen Palast führenden Rampe als Empfangshalle gedient hatte, war bereits im 5. Jahrhundert in eine Kirche umgewandelt worden. In den folgenden Jahrhunderten ist er dann reich mit Fresken ausgeschmückt worden. Schon in der Mitte des 9. Jahrhunderts wurde die Kirche vermutlich durch ein Erdbeben stark beschädigt und aufgegeben. Die Ruine wurde mit Bauschutt aus den darüber liegenden Palastteilen aufgefüllt, darüber entstand im späten Mittelalter eine neue Kirche. Auf diese Weise blieb die Raumaufteilung der spätantiken Kirche vollständig erhalten - auch für römische Verhältnisse eine absolute Seltenheit. Auch die Fresken wurden durch die Auffüllung mit Schutt und Erde in relativ großem Umfang konserviert. Sie können jetzt, nachdem die Antikenbehörde über 30 Jahre lang an der Sicherung des Gebäudes und der Gemälde gearbeitet hat, wieder besichtigt werden.

Der Wikimedia-Artikel zu Santa Maria Antiqua enthält weitere Informationen und verweist auf teilweise auch im Internet zugängliche Literatur zu Geschichte und Restaurierung dieses bemerkenswerten Bauwerks.

Satzung des ICRS bestätigt

Heute erhielt das Institut Christus König und Hoherpriester von der Päpstlichen Kommission Ecclesia Dei die endgültige Anerkennung seiner Satzung. Der entscheidende Satz in dem von Kardinal Gerhard Ludwig Müller in seiner Eigenschaft als Vorsitzender der Kommission Erlass lautet:

Nach Ablauf der um fünf Jahre verlängerten Erprobungszeit genehmigt und bekräftigt die Päpstliche Kommission Ecclesia Dei der ihr von Papst Johannes Paul II. erteilten Kompetenz wohlwollend den Wortlaut der Satzung des vorgenannten Instituts, wie er in dem hier beigegebenen Exemplar dem heiligen Stuhl zur endgültigen Genehmigung vorgelegt worden ist.

Damit gibt es jetzt im Verantwortungsbereich von Ecclesia Dei nach der Petrusbruderschaft eine zweite "altrrituelle" Priesterbruderschaft, die auf der Grundlage einer rechtlich gesicherten Satzung arbeiten kann. Die Kopie des Erlasses verdanken wir einer Mitteilung von Rorate Cæli.

Professen in Silverstream

Die kleine der überlieferten Lehre und Liturgie folgende Gemeinschaft der Benediktiner der ewigen Anbetung konnte in diesem August neue Mitglieder aufnehmen: Bereits am 6. August legte der Priester Dom Benedict Maria Andersen im Silverstream-Priorat von Starmullen, Irland, die ewige Profess ab; damit erhöhte sich die Zahl der Mönche mit ewigem Gelübde auf vier. Am 16. Augusten legten außerdem die noch im Studium stehenden Dom Finnian Joseph King und Dom Elijah Maria Carrol die zeitlichen Gelübde ab, die sie für zunächst drei Jahre an die Gemeinschaft binden. Sämtliche Mönche stammen ebenso wie Prior Mark Kirby aus den vereinigten Staaten, von wo die Gemeinschaft vor einigen Jahren nach Irland übergesiedelt ist. Die Professen erfolgten in Anwesenheit von Vertretern der benediktinischen Ordensfamilie aus der Abtei S. Josephe in Flavigny in Frankreich und S. Miniato in Florenz.

Prior Mark Kirby ist als Redner auf Veranstaltungen zur katholischen Tradition und vor allem als Blogger auf Vultus Christi weit über seinen lokalen Wirkungskreis hinaus bekannt. Sein Blog ist insbesondere deshalb bemerkenswert und für den täglichen Besuch sehr zu empfehlen, weil es P. Kirby gelingt, die in diesen unruhigen Zeiten scheinbar alles überdeckenden Störgeräusche und Ablenkungen weitgehend auszublenden und sich auf das zu konzentrieren, was wesentlich ist: Das bewußte Leben in der Liturgie und der Gemeinschaft der Heiligen.  

Einen ausführlicheren Bericht zu den Professen, dem wir auch das Bild oben entnommen haben, gibt Joseph Shaw auf LMS Chairman.

„Sie schieben Christus an den Rand“

Am 23. August endet im polnischen Lichen der zum zweiten Mal stattfindende liturgische Workshop „Ars Zelebrandi“. An die zweihundert Teilnehmer, darunter 40 Priester, befassten sich eine Woche lang in Theorie und Praxis mit Fragen des Altardienstes, des gregorianischen und polyphonen Kirchengesangs, der Paramente usw. für die überlieferte Liturgie. Am Mittwoch den 19. 8. zelebrierte Weihbischof Athanasius Schneider ein Pontifikalamt in der gut besuchten Basilika unserer Lieben Frau in Lichen. In seiner in polnischer Sprache gehaltenen Predigt betonte der Bischof den Charakter der hl. Messe als Akt der Anbetung Gottes in der zeitlichen Vorwegnahme des ewigen Gottesdienstes im Himmlischen Jerusalem. Wörtlich führte der Bischof unter anderem aus:

Die wahre Erneuerung der Kirche beginnt auf dem Feld, das das wichtigste und das Herz der Kirche ist, sie beginnt beim Herrn in der Eucharistie. Im Herzen der heutigen Kirche klafft jedoch eine tiefe Wunde, verursacht durch den schrecklichen Mangel an Ehrfurcht gegenüber dem allerheiligsten Sakrament und dem vielfältigen unwürdigen Empfang der heiligen Kommunion ohne vollen Glauben und wahre Reue. (...) Der sündige Mensch will sich selbst in den Mittelpunkt stellen, in den Mittelpunkt der Kirche, in den Mittelpunkt der eucharistischen Feier; er will gesehen und wahrgenommen werden. Und daher wird der Eucharistische Jesus, der Mensch geworden und im Tabernakel unter den Eucharistischen Gestalten gegenwärtig ist, in vielen Kirchen an die Seite geschoben.“

Einen ausführlichen Bericht über die Predigt mit weiteren Bildern aus Lichen bringt Rorate Cæli.

Zusätzliche Informationen