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1000 Jahre Duomo di Caorle

Aus Anlass des 975. Jahrestages der Weihe der Kirche fand am vergangenen Samstag im Duomi di Caorle ein gesungenes Amt im überlieferten Ritus statt. Zelebrant war P. Konrad zu Loewenstein von der Petrusbruderschaft. Sehr schöne Bilder von der Messfeier gibt es auf messainlatino und von der Facebook-Seite des Duomo.

Caorlo liegt ganz im Norden der Adria zwischen Venedig und Triest. Der nach einer lang andauernden Verfallszeit im Mittelalter heute eher unbedeutende Ort war bereits im 6. Jahrhundert zum Bischofssitz erhoben worden. Fundamente von Kirchenbauten dieser frühen Zeit sind unter dem Fußboden des heutigen Doms, der im wesentlichen wenig verändert aus dem 11. Jahrhundert überkommen ist, erhalten. Die ehemalige Bischofskirche dient heute als Pfarrkirche des hauptsächlich vom Tourismus lebenden Ortes.

Primiz bei der FSSP

Am 3. August hat der neugeweihte P. Bertrand Lacroix von der französischen Petrusbruderschaft in der Pariser Kirche Notre-Dame des Victoires seine Primiz gefeiert. Der Photograph Gonzague Bridault hat über 200 Photos von der Feier gemacht und ins Netz gestellt - außerordentlich sehenswert.

Alte Messe in Bozen

Am vergangenen Sonntag wurde in der Deutschordenskirche von Bozen, Südtitrol, erstmals seit vielen Jahren wieder die hl. Messe im überlieferten Ritus gefeiert. Es nahmen etwa 50 Gläubige und auch drei Geistliche aus umliegenden Pfarreien teil. Diese Sonntagsmesse wird zunächst alle vier Wochen jeweils um 18 Uhr stattfinden. Die Zelebration haben die Patres Gerald Gesch und Christoph Fuisting von der Petrusbruderschaft übernommen.

Vor der Messe erfolgte eine kleine katechetische Hinführung zur Feier in der überlieferten Liturgie. Dieser Schritt fand bei den Gläubigen großen Anklang, so daß er bis auf weiteres auch bei den künftigen Sonntagsmessen stattfinden soll.

Weihen im alten Ritus

Am kommenden Samstag wird in Rom mit Massimo Botta der sechste Diakon dieses Weihejahrgangs aus dem Seminar der amerikanischen Petrusbruderschaft die Priesterweihe empfangen. Zusammen mit ihm wird Erzbischof Pozzo auch zwei Diakone von den „Transalpinen Redemptoristen“ (offiziell „Söhne des allerheiligsten Erlösers“) weihen - die ersten Priesterweihen in der Gemeinschaft seit deren Rückkehr in die volle Einheit mit Rom. Eine Woche später wird Bischof Huonder von Chur in Wigratzbad 5 Diakone der Petrusbruderschaft aus europäischen Ländern weihen - darunter mit André Hahn auch ein Deutscher.

Wieder eine Woche später werden im Seminar des Instituts Christus König und Hoher Priester in Cricigliano fünf französische Diakone des Instituts von Kardinal Burke die Priesterweihe erhalten.

Bereits am vergangenen Dienstag (11. Juni) hatte Bischof Dominique Rey von Frejus-Toulon in der Abtei Fontgombault einen Seminaristen seines Bistums zum Diakon geweiht. Frejus-Toulon ist unseres Wissens derzeit die einzige Diözese, deren Bischof die beiden Formen der römischen Liturgie weitgehend gleichgestellt hat und der einen Teil seiner Priester mit Genehmigung von Ecclesia Dei auch nach den Büchern der überlieferten Form weiht. Die Wahl des Ortes Fontgombault erklärt sich im konkreten Fall daraus, daß der Weihekandidat ursprünglich einen Eintritt in das Kloster erwogen hatte und dort auch einen Teil seiner Ausbildung absolviert hat. Weitere Bilder von dieser Weihe bietet messainlatino.

Neuer Bischof für Lüttich

PorträtphotoNeuer Bischof von Lüttich wird Jean-Pierre Delville, ernannt am 31. Mai; als Termin für die Bischofsweihe und Amtsübernahme ist der 14. Juli vorgesehen. In der belgischen Presse wurde der neuernannte Bischof - es ist der 92. von Lüttich - vielfach mit dem nebenstehenden Bild vorgestellt, das anscheinend im Rahmen seiner Tätigkeit als Professor für Kirchengeschichte an der katholischen Universität in Neu-Löwen aufgenommen worden ist.

Noch nicht zu sehen waren demgegenüber Bilder von dem feierlichen Levitenamt im überlieferten Ritus, das Prof. Delville ausgerechnet am Tag nach seiner Ernennung mit etwa 500 Gläubigen in der Lütticher Kirche Saint-Sacrement feierte. Diese Zelebration fand im Rahmen der Vereinigung Sursum Corda, statt, die sich der Pflege der Gregorianik verschrieben hat und in der Delville seit längerem aktiv mitarbeitet. Das Hochamt war denn auch schon seit längerem  angekündigt, und es ist durchaus nicht die einzige Zelebration in der alten Form, die der 1951 geborene Geistliche seit dem Erlass von Summorum Pontificum öffentlich begangen hat.

Dennoch wäre es nicht zutreffend, den künftigen Bischof für herkömmlich verstandene traditionalistische Positionen zu vereinnahmen. In seinen pastoralen Vorstellungen soll er der Gemeinschaft Sant'Egidio nahestehen, und seine kirchenpolitischen Ansichten enthalten - soweit davon zu lesen war - durchaus auch zeitgeistkompatible Anklänge.

Wahrscheinlich müssen wir uns an den Gedanken gewöhnen, daß solche ungewohnten Kombinationen eine Voraussetzung dafür darstellen, innerkirchliche Dialoge in Gang zu bringen, die mehr sind als die Selbstbestätigungs-Festivals, die in der deutschen Kirche als „Dialog“ gefeiert werden.

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