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Alte Messe in Notre Dame

Auch in diesem Jahr wird die Gemeinde von Saint-Eugène – Sainte-Cécile in Paris wieder ihre traditionelle Wallfahrt zur Kathedrale Notre Dame durchführen und dort am 31. Mai eine Messe in der überlieferten Form und mit entsprechender kirchenmusikalischen Gestaltung durchführen. Anlaß ist der Jahrestag der Weihe der Kathedrale - in diesem Jahr ist es der 850. Das musikalische Programm zur Feier finden Sie auf der Website der Schola Sainte Cecile, wir hoffen, noch heute Bilder zeigen oder auf eine Bilderserie verweisen zu können.

Nachtrag 1. Juni:

Die von den Organisatoren der Jubiläumsmesse angekündigten Bilder sind mittlerweile bei Flickr online - es sind 330 Aufnahmen geworden. Ein Besuch bei dem album lohnt sich also, und das nicht nur wegen der Menge.

Pontifikalamt mit Bischof Aumonier

Bildquelle: Diözese VersaillesMit einem feierlichen Pontifikalamt des Bischofs von Versailles, Mgr Eric Aumonier, endet heute in Chartres die traditionelle Wallfahrt Paris - Chartres, die alljährlich von Anhängern der überlieferten Liturgie durchgeführt wird. Die Wallfahrt, die stets an Pfingsten stattfindet, wird in diesem Jahr bereits zum 31. mal begangen. Näheres über den Verlauf der Wallfahr 2013 und in den Vorjahren bietet die Website Notre-Dame des Chrétienté.

Die Wallfahrt Paris - Chartres wird von Gläubigen organisiert und getragen, die den Ecclesia-Dei-Gemeinschaften nahestehen. Jeweils gleichzeitig findet eine Wallfahrt Chartres - Paris, also in umgekehrter Richtung statt, die von der Piusbruderschaft organisiert wird. Informationen dazu bietet La Porte Latine.

Nachtrag 21. Mai: Inzwischen sind auch erste Bilder von der Wallfahrt und ihrem feierlichen Abschluss ins Netz gestellt worden, zu sehen auf New Liturgical Movement.

Fontgombault kommt an die Nordsee

Luftbild des KlosterNun ja, nicht ganz, aber im Laufe dieses Jahres wird eine Abordnung von Mönchen aus Fontgombault das wegen Überalterung des Konvents vor der Schließung stehende Benediktinerkloster St. Paul in Wisques übernehmen - und das liegt gerade einmal 30 km westlich der belgischen Grenze und ebensoweit entfernt von der Nordsee bei Dünkirchen. Ein entsprechende Vereinbarung zwischen den Mönchen und  Bischof Jean-Paul Jaeger von Arras wurde jetzt auf der Website der Diözese Arras veröffentlicht. Die Gemeinschaft von Fontgombault setzt damit ihren bewundernswerten Kurs von Wachstum und Erneuerung fort, der bis jetzt zur Errichtung von 3 Filialklöstern in Frankreich  - Randol 1971, Triors 1984, Gaussan 1994 -  sowie von Clear Creek (1999) in den USA geführt hat. Wisque selbst ist mit seinen unter 300 Einwohnern kein besonders bemerkenswerter Ort - sieht man einmal von dem Umstand ab, daß zeitweilig nahezu die Mehrheit der Einwohner Mönche von St. Paul bzw. Nonnen der ebenfalls dort angesiedelten Abtei Notre Dame gewesen sein dürften. Beide Klöster waren Ende des 19. Jahrhunderts von Solesmes aus gegründet worden.

Das Kloster St.Paul ist baugeschichtlich allerdings wesentlich älter: Sein Zentrum bildet eine klassische Burg aus dem 15. Jahrhundert, deren Vorbilder man eher an der Loire suchen müsste als in Flandern. Die Hauptgebäude der heutigen Klosteranlage wurden Ende der 20er Jahre von dem Architektenmönch Dom Bellot aus Solesmes entworfen - einer der bekanntesten Vertreter der traditionsorientierten Moderne in Frankreich, der in Nordfrankreich und Kanada zahlreiche Kirchen in Stahlbeton und Backstein errichtet hat. Die Website des Klosters bietet eine eindrucksvolle Bildersammlung zur Architektur des Baus.


 

 

NL: Ein neuer Ort für die alte Messe

Der Bischof von 's-Hertogenbosch, Msgr. A. Hurkmans, hat die im historischen Zentrum der niederländischen Bischofsstadt gelegene Katharinenkirche (Cathrienkerk) als „Hauptkirche“ für die Feier der überlieferten Liturgie in seiner Diözese bestimmt. Die Kirche ist ein neuromanischer Zentralbau vom Anfang des 20. Jahrhunderts, der reich mit Freseken im Stil der Beuroner Malerschule ausgeschmückt ist. Sie wurde bislang auch von den Katholiken, die der byzantinischen Rituskirche angehören, für die Feier ihrer Gottersdienste genutzt.

Die Zelebration der hl. Messe in der überlieferten Liturgie ist seit Summorum Pontificum von 2007 nicht mehr an eine Genehmigung durch den Ortsbischof gebunden. Allerdings kommt es dort, wo der Bischof oder sein Klerus diese Liturgie entgegen dem geltenden Recht der Kirche ablehnen und ihre Zelebration behindern, immer wieder zu großen Unzuträglichkeiten. Es ist daher sehr zu begrüßen, wenn der Ortsordinarius die Gläubigen, die sich der Tradition verbunden sehen, durch Bereitstellung einer geeigneten Kirche und Berufung kompetenter Zelebranten unterstützt.

Mehr zur Situation in den Niederlanden von Gero P. Weishaupt auf kathnews.

Neue alte Messe in Polen

Elevation nach der WandlungtAuf dem Umweg über die Website von Una Voce Cordoba (Argentinien) haben wir erfahren, daß am vergangenen Sonntag im polnischen Kłodzko (Glatz, Niederschlesien) in der Magdalenenkapelle der Jesuitenkirche ein gesungenes Amt im überlieferten Ritus gefeiert wurde. Zelebrant war P. Julian Nastałek, S.J. Es nehmen also offenbar nicht alle Jesuiten für sich das Recht in Anspruch, liturgische Fragen als zweitrangig anzusehen.

Die Messe in Kłodzko bildete den Auftakt für ein regelmäßiges Angebot: Ab jetzt wird in dieser Kapelle an jedem ersten Sonntag im Monat eine hl. Messe in der überlieferten Form gefeiert. Falls Sie zufällig in der Gegend sein sollten: Ort: Łukasińskiego 32a, Zeit: 18.30 Uhr.

Die polnische Website Msza trydencka w Świdnicy bringt eine sehe sehenswerte Bilderschau von der Messe am Sonntag. 

Nachtrag:

Ein polnischer Leser teilt uns am 14. April mit, daß Hw. Nastałek nicht dem Jesuitenorden angehört, sondern Diözesanprister sei. Wir tragen das hiermit nach.

Zusätzliche Informationen