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Neue alte Messe in Polen

Elevation nach der WandlungtAuf dem Umweg über die Website von Una Voce Cordoba (Argentinien) haben wir erfahren, daß am vergangenen Sonntag im polnischen Kłodzko (Glatz, Niederschlesien) in der Magdalenenkapelle der Jesuitenkirche ein gesungenes Amt im überlieferten Ritus gefeiert wurde. Zelebrant war P. Julian Nastałek, S.J. Es nehmen also offenbar nicht alle Jesuiten für sich das Recht in Anspruch, liturgische Fragen als zweitrangig anzusehen.

Die Messe in Kłodzko bildete den Auftakt für ein regelmäßiges Angebot: Ab jetzt wird in dieser Kapelle an jedem ersten Sonntag im Monat eine hl. Messe in der überlieferten Form gefeiert. Falls Sie zufällig in der Gegend sein sollten: Ort: Łukasińskiego 32a, Zeit: 18.30 Uhr.

Die polnische Website Msza trydencka w Świdnicy bringt eine sehe sehenswerte Bilderschau von der Messe am Sonntag. 

Nachtrag:

Ein polnischer Leser teilt uns am 14. April mit, daß Hw. Nastałek nicht dem Jesuitenorden angehört, sondern Diözesanprister sei. Wir tragen das hiermit nach.

Requiem für die Terroropfer

Hocaltar und Katafalk in Saint-Eugène – Sainte-CécileMit einem feierlichen Requiem in der Pariser Kirche Saint-Eugène – Sainte-Cécile gedachten am vergangenen Montag Gläubige aus Paris und ganz Frankreich des 220 Jahrestags der Enthauptung Königs Ludwigs XVI durch den Volksgerichtshof der großen Revolution. Zelebrant war Bischof Dominique Rey von Fréjus-Toulon. Mit eingeschlossen in das Gedächtnis waren Königin Marie-Antoinette, die ein halbes Jahr später geköpft wurde, und alle 40 000 Opfer der Revolutionstribunale, unter denen sich etwa 8000 Priester, Mönche und Nonnen befanden, sowie die Hunderttausende Opfer des im Namen von Gleichheit, Freiheit und Brüderlichkeit geführten Vernichtungskrieges in der Vendee. Der Gedenkgottesdienst fand dieses Jahr zum 20. Mal statt.

Wie fanden unser Bild auf der Website Liturgia der Schola Sainte Cecile, die noch zahlreiche weitere Bilder zeigt und auch den Text der Predigt, gehalten von M. l’Abbé Iborra, bietet.

Personalpfarrei für die FSSP

Blick in den Chorraum der KircheMit Beginn dieses Jahres wird die St.Agnes-Kirche in Amsterdam Pfarrkirche der neu errichteten Personalpfarrei zum Sel. Kaiser Karl von Österreich. (Quelle) Die neue Pfarrei nach den Vorgaben von Summorum Pontificum wird  rechtlich den Territorialpfarreien völlig gleichgestellt und der Petrusbruderschaft für ihre Seelsorge anvertraut. Für die Finanzierung des Kirchengebäudes kommt die St.-Agnes-Kirchen-Stiftung auf, die das Anfang des 20. Jh. errichtete Gotteshaus vor Jahren vor der Profanierung rettete und seitdem Spenden für dessen Unterhalt sammelt.

An der St.-Agneskirche wird seit 2006 regelmäßig die hl. Messe in der überlieferten Form des römischen Ritus gefeiert. 2009 beauftragte Bischof Punt von Amsterdam-Haarlem die Petrusbruderschaft mit der Wahrnehmung der Seelsorge für die dort entstandene Gemeinde. Die nun errichtete Personalpfarrei ist die erste derartige Gründung in den Niederlanden. Am kommenden Sonntag wird der emeritierte Weihbischof des Bistums Amsterdam, Mgr Burgsteden SSS, in der St. Agneskirche ein feierliches Pontifikalamt zelebrieren und zuvor das Sakrament der Firmung spenden.

Keine alte Messe in unserem Seminar!

Als Papst Benedikt vor zwei Jahren das Priesterseminar in Oscott bei Birmingham besuchte, demonstrierten Seminarleitung und Bischöfe herzliches Einvernehmen mit dem Papst - zumindest nach außen hin. Wo es darum geht, die Einheit mit dem Papst auch inhaltlich zu praktizieren oder zumindest die kirchlichen Gesetze einzuhalten, haben die Verantwortlichen dieses Seminars, an dem ein großer Teil der künftigen Priester für Großbrittanien ausgebildet wird, offenbar Schwierigkeiten. Auf eine Anfrage von Seminaristen, künftig auch Messen in der überlieferten Form des römischen Ritus zelebrieren zu lassen, reagierte die Hausleitung mit einer Antwort im klassischen Ton klerikalistischer Autorität: (Quelle)

Es wurde die Bitte an uns herangetragen, Feiern der Messe in der Außerordentlichen Form zugänglich zu machen. Darüber haben wir bereits auf dem Treffen der Leitung mit den Bischöfen im vergangen Februar gesprochen - dabei handelt es sich um die Gruppe bischöflicher Konsultatoren, die einmal im Jahr mit Erzbischof Bernard (Longley) und der Seminarleitung zusammenkommen. Die Bischöfe erklärten im Februar ausdrücklich, daß angesichts der Fülle des im Lehrplan unterzubringenden Stoffes die Priorität die Priorität für Oscott bei der Ausbildung der Seminaristen in der ordentlichen Form liegen müsse, so daß sie diese gut zelebrieren und ihr volles Potential erschließen können, darunter auch den Reichtum der Lateinischen musikalischen Tradition. Sie erklärten, daß die außerordentliche Form hier nicht zelebriert werden solle, aber daß es den Seminaristen innerhalb der durch den Stundenplan vorgegebenen Grenzen freistehe, die außerordentliche Form dort, wo sie örtlich angeboten wird, zu besuchen, und zwar an ihren Heimatorten ebenso wie in der Erzdiözese Birmingham.

Nun hatten die Seminaristen gar nicht darum gebeten, die überlieferte Liturgie in den Lehrplan aufzunehmen. Hätten sie es getan, könnten sie sich dabei auf  Artikel 21 der Instruktion „Universæ Ecclesiæ“ vom Mai 2011 berufen, der die Bischöfe ausdrücklich auffordert, ihren Klerus entsprechend auszubilden. Mit der Ablehnung der Bitte, auch nur die Zelebration der überlieferten Liturgie am Seminar zu ermöglichen, verstoßen die Verantwortlichen eindeutig gegen die Vorgaben von „Summorum Pontificum“, die in  „Universæ Ecclesiæ“ als „wichtiger Ausdruck des Lehramtes des Papstes und der ihm eigenen Sendung“ bezeichnet werden. Sie praktizieren Bruch und Widerspruch, wo der Papst und das geltende Gesetz ausdrücklich verlangen, daß es weder Bruch noch Widerspruch geben könne.

Und beweisen damit in der Realität, daß es diesen Bruch eben doch gibt - und daß er von hohen Autoritäten der Ortskirchen vorangetrieben wird.

Pontifikalamt mit Erzbischof Pozzo

PorträtphotoDer frühere Sekretär der Päpstlichen Kommission Ecclesia Dei, Msgr Guido Pozzo, wurde im vergangenen Juni mit dem Amt des Päpstlichen Almoseniers betraut und in diesem Zusamenhang zum Erzbischof mit dem Titularbistum Balneoregium erhoben. Dieser Wechsel der Funktiuon bedeutet jedoch offenbar nicht das Ende der Verbindung des Prälaten zur überlieferten Liturgie: Am kommenden Samstag wird Erzbischof Pozzo in seiner Heimatstadt Triest ein Pontifikalamt „vom Faltstuhl“ zelebrieren. Nur zur Erinnerung: Die Zelebration „vom Faltstuhl“ ist die traditionell übliche Form des Pontifikalamtes für einen Bischof oder Abt außerhalb seines Ordinariates. Die Zelebration „vom Thron“ ist das Privileg des Ortsordinarius, das er einem mit dem Faltstuhl im Gepäck durchreisenden anderen Bischof als Ausdruck besonderer Wertschätzung überlassen kann.

Falls sie am kommenden Samstag zufällig in der Gegend sind: 15. Dezember, 18:30, Parrocchia della Beata Vergine del Rosario, Cappella Civica  an der Piazza Vecchia in Triest.

Zusätzliche Informationen