Bereichsnavigation Meldungen:

Cæremoniale Romanum

Seit drei Jahren betreibt ein Kreis um den Polen Bartłomiej K. J. Krzych das Projekt und die Website Cæremoniale Romanum, die sich die Aufgabe gestellt haben, alle Informationen über die Päpstlichen Liturgien zu sammeln und zugänglich zu machen. Die Besonderheit: Quellen und Beiträge erscheinen in den  jeweiligen Originalsprachen; Polnisch oder Latein ebenso wie Deutsch, Englisch oder Französisch. Auch wer kein Polnisch kann, hat also gute Chancen, dort Lesbares vorzufinden.

Neben den Eigenbeiträgen, Buchexzerpten und Bibliographien bietet die Seite zahlreiche Links auf ältere Originalveröffentlichungen, die bei Google Books zugänglich sind. Dazu kommt eine unüberschaubare Zahl von Bildern vom eingescannten Kupferstich bis zum modernen Pressefoto, die in Form von Alben auf Picasa bereitgestellt werden. Ein besonderes Glanzstück der Sammlung sind die mehr als 320 Links zu Youtube-Filmen zum Thema. Teilweise handelt es sich dabei um historische Aufnahmen, dann sind darunter auch diverse abgefilmte Bilderschauen mit Material, das weit vor die Film- und Videotechnik zurückreicht. Von besonderem Interesse sind hier die von Caeremoniale Romanum selbst produzierten Kurzfilme, die Bildinformationen zu  einigermaßen entlegenen Themen wie der päpstlichen Falda oder der Fistula präsentieren.

Auf nach Arezzo!

Das italienische Blog "Cordialiter" macht dieser Tage eine bemerkenswerte Mitteilung: Ein toskanischer Landedelmann möchte sich von seinem Palazzo aus dem 17. Jh. trennen und sucht eine der überlieferten Liturgie verpflichtete Gemeinschaft von Priestern oder Nonnen, der er das Objekt übergeben kann. Das Gebäude mit 700qm Wohnfläche auf vier Stockwerken ist in gutem baulichen Zustand und liegt in der Provinz Arezzo, etwa 50 km südöstlich von Florenz. Eine Kapelle ist vorhanden.

Der Herausgeber des Blogs ist gerne bereit, Interessenten mit dem hoffnungsfrohen Spender zusamenzubringen - Mitteilung an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! genügt.

Zisterzienser kehren zum alten Ritus zurück

Lufdtbild der KlosteranlageMit einer zwar nicht ganz aktuellen, aber jedenfalls sehr erfreulichen und bisher hierzulande wenig bekannt gewordenen Nachricht können wir die Umzugspause von Summorum-pontificum.de beenden: Die Zisterzienser von Vyssi Brod / Hohenfurt sind zum alten Ritus zurückgekehrt. Seit etwa einem Jahr feiern sie die Litugien des Konvents nach den überlieferten Büchern, während sie für die Öffentlichkeit zusätzlich auch Sonntagsmessen nach dem Novus Ordo zelebrieren.

Das Foto von der großartigen Klosteranlage täuscht freilich über die wenig komfortable Situation des 1259 gegründeten Klosters hinweg: Nach den Wechselfällen der deutsch-böhmischen Geschichte im vergangenen Jahrhundert und einer zweimaligen Auflösung (1941 durch die Nationalsozialisten, 1950 durch die Kommunisten) war die Abtei zum Ende der kommunistischen Herrschaft praktisch ausgestorben. Seit 1990 bemühen sich zunächst zwei und derzeit sieben Mönche um die Erneuerung des klösterlichen Lebens. In der Rückwendung zum überlieferten Ritus und der alten Ordnung des Klosterlebens, bei der sie übrigens auch aus Deutschland von Mariawald her unterstützt werden, erblicken sie eine starke Hoffnung für das Gelingen dieses Vorhabens.

Weitere Informationen zu Vissy Brod / Hohenfurt finden Sie auf katholisches.info und aurf der Website des Klosters, die auch einen deutschsprachigen Teil enthält.

Mehr Primizen im alten Ritus

Zwei Neupriester der spanischen Fraternidad de Christo Sacerdote y Santa Maria Reina konnten in den vergangenen Wochen ihre Primiz feiern. P. Carlos Maria am 12. August in Toledo und P. Jose Manuel Maria bereits am 5. August in Moaña. die Bruderschaft orientiert sich entschieden an der Tradition der Kirche und feiert die Liturgie ausschließlich in der überlieferten Form. Zur Gemeinschaft gehört auch eine Gemeinschaft von Schwestern, die als Institut diözesanen Rechts in Santiago errichtet ist.

Zwei umfangreiche Bilderschauen von den Feierlichkeiten präsentiert das Blog der Bruderschaft Santa Maria Reina. Weitere Informationen über die Gemeinschaft finden Leser, die des Spanischen mächtig sind, auf dem Portal der Bruderschaft.

Alte Messe in Rostov am Don

Blick in den AltarraumAus Russland kommt die bemerkenswerte Nachricht, daß nun auch in Rostov an der Mündung des Don eine regelmäßige hl. Messe in der überlieferten Form der lateinischen Liturgie stattfinden wird. Damit ist das „Tor zum Kaukasus“ nach Moskau und St. Petersburg die dritte russische Stadt mit alter Liturgie. Die erste Messe in Rostov wurde, wie Una Voce Russland mitgeteilt hat, am 22. Juli von P. Wladislaw Kloc, einem seit langem in Russland tätigen Salesianer, zelebriert.

In Rostov, das als alte Handelsstadt über traditionelle Verbindungen nach Westeuropa ebenso wie nach Zentralasien verfügt, gab es bereits früher eine katholische Gemeinde, die in den letzten Jahren der Stalinherrschaft „liquidiert“ wurde; ihre Kirche wurde 1952 gesprengt. Nach dem Zerfall der Sowjetunion entstand eine neue Gemeinde mit eigener Kirche, die bis jetzt von reisenden Priestern versorgt wird.

Zusätzliche Informationen