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Diakonenweihe bei der FSSP

Am 15. März hat der Bischof von Madison (Illinois) Robert C. Morlino, sechs Seminaristen der Petrusbruderschaft aus dem Seminar unserer Lieben Frau von Guadalupe (Nebraska) die Diakonenweihe erteilt. Eine Bilderserie mit eindrucksvollen Aufnahmen findet sich auf der Website des Seminars.

Bischof Morlino gehört zu den amerikanischen Ortsbischöfen, die sich innerhalb wie außerhalb ihrer eigenen Diözesen für die Umsetzung von Summorum Pontificum einsetzen und den Gläubigen, die der überlieferten Lehre und Liturgie anhängen, stets eine verläßliche Stütze bieten.

Levitenamt am MIT

Das MIT - Massachusetts Institut of Technology - gilt als die Technologieschmide der Gegenwart; dort ist wohl an die Hälfte der Erfindungen zur modernen Elektronik und zur Internettechnik gemacht worden. Die Hochschulkapelle - immerhin gibt es dort eine - wurde in den 50er Jahren von einem berühmten Vertreter der modernen Architektur als „überkonfessionelle Einrichtung“ gebaut. Und genau dort wurde am 9. Februar ein Levitenamt in der überlieferten Liturgie gefeiert. Jim Mc Glone, einer der Organisatoren, sagt dazu im Regina Magazine:

Diese Kapelle entspricht nicht gerade dem, was man traditionell unter einer Katholischen Kirche versteht. Aber nachdem wir uns eingehend informiert hatten, kamen wir zu der Überzeugung, daß man auch dort ein feierliches Hochamt feiern könne. Unsere Photos (mehr davon auf NLM) beweisen, daß man auch diesen Ort in einen schönen und geeigneten Ort für die Messe aller Zeiten verwandeln kann. Als es dann soweit war, nahmen 150 Personen an der Messe teil, die meisten waren Studenten, die nie zuvor eine Messe im alten Ritus miterlebt hatten.“

Wie andere Photos zeigen, waren die Studenten der Zukunftstechniken sogar clever genug, herauszufinden, wie man sich in dem nur mit Stühlen ohne Kniebänke ausgestatten Kirchengebäude niederknien kann. „That's not rocket science“, wie auch die Amerikaner sagen, die nicht am MIT studiert haben.

Alte Messe verboten - „zum Wohl der Seelen“

Mit Schreiben vom 24. Februar hat der Bischof Michael Olson (46) von Fort Worth dem in seiner Diözese tätigen, aber nicht von ihr unterhaltenen, Fisher-More-College die Feier der hl. Messe im überlieferten Ritus verboten. Das 1981 gegründete relativ kleine College bemüht sich um ein der katholischen Tradition entsprechendes Bildungsangebot. Der in harschem Ton abgefasste Brief des Bischofs enthält keine Begründung für die Maßnahme - lediglich einen Hinweis, sie erfolge „zum Wohl der Seelen“. Bisher wurde die tägliche hl. Messe im überlieferten Ritus am College von Priestern der Petrusbruderschaft bzw. einem Pater der Fathers of Mercy (CPM) gefeiert.

Auffällig ist, daß der Bischof, der sein Amt erst im Januar dieses Jahres angetreten hat, den Erlass am gleichen Tag ausfertigte, an dem er den Präsidenten des College zu einem Gespräch empfangen hatte. Der Gegenstand des Gespräches ist nicht bekannt. Nach über das Blog „A Blog for Dallas Area Catholics“ verbreiteten Spekulationen hat College Präsident Michael King in den vergangenen Monaten jedoch zunehmend kritisch zum 2. Vatikanum Stellung genommen; außerdem wird ihm autoritärer Leitungsstil vorgeworfen.

Inwieweit das Verbot der hl. Messe im überlieferten Ritus eine geeignete Maßnahme zur Unterbindung solcher Tendenzen sein könnte, ist schwer zu erkennen. Es sei denn, man sähe darin einen Versuch, dem finanziell angeschlagenen College ein wesentliches Element seiner Attraktivität zu nehmen und es damit ganz zur Aufgabe zu zwingen. Nach einem von Rorate Cæli, das den Vorfall zuerst veröffentlicht hat, eingeholten Gutachten des Canon Law Centre widerspricht die von Bischof Olson ausgesprochene Untersagung der Feier der überlieferten Messe für eine nicht seiner unmittelbaren Jurisdiktion unterstehende Einrichtung in jedem Fall der geltenden Gesetzeslage nach Summorum Pontificum und Universæ Ecclesiæ.

Im folgenden zeigen wir die von Rorate Cæli als Faksimile veröffentlichten Schreiben des Bischofs an College-Präsident King und das Kurzgutachten des Canon Law Centre.

Neue Personalpfarrei für FSSP

PorträtphotoMit Wirkung zum 1. Januar dieses Jahres hat Bischof Thomas Paprocki von Springfield, Illinois, die Niederlassung der Petrusbruderschaft in Quincy zur vollgültigen Personalpfarrei erhoben. Pfarrer ist Fr. Arnaud Devillers, FSSP, der Pfarrvikar Fr. Robert Fromageot, FSSP. Zur Errichtung der neuen Pfarrei erklärte Bischof Paprocki ausdrücklich, daß die neue Pfarrei keine territoriale Grenze habe und allen Gläubigen eine Heimat bieten soll, die sich der Feier der hl. Liturgien nach dem überlieferten Ritus verbunden fühlen. Der Errichtung der Personalpfarrei vorausgegangen waren Gespräche des Bischofs mit dem Priesterrat der Diözese und den Priestern des Dekanats Quincy, die dazu führten, daß das Presbyterium im vergangenen November den Schritt des Bischofs einmütig befürwortete. (Mehr dazu auf Rorate Caeli)

Bischof Thomas Paprocki gehört zu der in den vergangenen Jahren deutlich größer gewordenen Zahl amerikanischer Bischöfe, die sich der von der Obama-Regierung mit Macht propagierten Kultur des Todes (Abtreibung auf Krankenschein, Homoehe, Gender-Mainstreaming) nachdrücklich widersetzen. Einen beeindruckenden Überblick über seine entsprechende Aktivitäten bietet die Paprocki gewidmete Abteilung auf courageouspriest.com.

Neuer Vorsitzender der Bischofskonferenz unterstützt alte Messe

Natürlich nicht in Deutschland, wo wir ja nun einen ganz alten haben und auch von einem Neuen nicht viel erwarten können.

Die Rede ist von Erzbischof Joseph Kurtz, der in der vergangenen Woche zum neuen Vorsitzenden der Bischofskonferenz in den USA gewählt worden ist. In seiner Zeit als Diözesanbischof von Knoxville hatte er bereits 2003 - also ein gutes Stück vor Summorum Pontificum - der Petrusbruderschaft die Möglichkeit gegeben, eine regelmäßige Sonntagsmesse im überlieferten Ritus zu zelebrieren. Ab 2005 konnte eine solche Messe dann jeden Sonntag stattfinden, und seit 2007 haben sich die Dinge in Knoxvilleso weiterentwickelt, daß in der sehr kleinen Diözese heute in 5 Pfarreien regelmäßige Sonntagsmessen im alten Ritus stattfinden, die von Priestern aus dem Diözesanklerus zelebriert werden. Nach Kurz' Übernahme des Amtes als Erzbischof von Louisville konnte die alte Messe auch dort wieder im Rahmen der Diözese Fuß fassen, nachdem zuvor nur die Piusbruderschaft und mehrere sogenannte "independent chapels" aktiv waren.

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