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Ein Jahrhundert der Märtyrer

Brand auf dem Gelände einer Kirche in Mossul nach der Einnahme der Stadt durch islamische Kämpfer für das Kalifat.

Das 21. Jahrhundert droht ein Jahrhundert der Märtyrer zu werden, wie es noch nie eines in der Geschichte der Christenheit gegeben hat. Für die Zeit von der Jahrtausendwende bis 2014 wird eine Zahl von 1 Million fast ausschließlich in islamischen Ländern oder Regionen erschlagenen, aufgehängten, geköpften, verbrannten Opfern angegeben; freilich fehlt es, wie in anderen Fällen von großangelegtem Massenmord, nicht an Versuchen, diese Zahl auf ein vermeintlich erträglicheres Maß herunterzurechnen.

Die Weltöffentlichkeit verhält sich demgegenüber - ebenso wie gegenüber den nicht nur in Nigeria systematisch betriebenen Sklavenjagden unter dem Banner des Propheten - merkwürdig taub und stumm. Die Menschenrechtsrhetorik bleibt Rhetorik für Fälle, in denen ihr Gebrauch Nutzen verspricht. Uns bleibt nur das Gebet. Und die Zuflucht zu dem einen Gott in drei Personen, ohne den es kein Heil gibt.

Und jetzt also die Franziskanerinnen

Mit Wirkung vom 19. Mai hat der Präfekt der Ordenskongregation, der brasilianische Kurienkardinal Joao Braz de Aviz, (geb. 1947, Kardinal seit Januar 2011) den Franziskanerinnen der Immakulata Suor Fernanda Barbiero als „Visitatorin“ übergeordnet. In dieser bislang ungebräuchlichen Funktion hat sie den vorliegenden Meldungen nach die gleichen Vollmachten wie der über den Männerorden eingesetzte „apostolische Kommissar“ Volpi. Ebenso wie bei diesem Zweig gibt es bis jetzt keine keine konkreten Vorwürfe gegen die bisherige Ordensleitung und keine Begründung für den schwerwiegenden Eingriff. Der durch seine kritische Analyse der offiziellen Geschichtsschreibung zum Zweiten Vatikanischen Konzil bekannt gewordene Historiker Roberto de Mattei vermutet:

Franziskanerinnen und Franziskaner der Immakulata müssen vor allem wegen ihrer Annäherung an die Tradition unterdrückt werden, die im Widerspruch zur Praxis in den meisten Orden steht. Wir sagen Annäherung, weil die beiden franziskanischen Orden außerhalb der „traditionalistischen“ Welt entstanden und auch kirchenrechtlich außerhalb angesiedelt waren. Angesichts der theologischen und pastoralen Auflösungserscheinungen der Nachkonzilszeit, haben sie eine Anhänglichkeit und Treue zur kirchliche Orthodoxie bewiesen, die der heute vorherrschenden doktrinellen und liturgischen Kreativität widersprechen. Die Ordenskongregation hält dieses „traditionelle“ sentire cum ecclesia für unvereinbar mit dem „sentire cum ecclesia“ des Zweiten Vatikanischen Konzils.

Hier finden sie den ganzen Artikel von de Mattei, der unter der Überschrift „Salus animarum suprema lex?“ gestern zunächst auf Corrispondenza Romana erschienen ist, auch in einer deutschen Übersetzung.

Bilder von der Karwoche und Ostern

An mehreren Orten im Netz erscheinen jetzt Bilder von den Osterfeierlichkeiten. Einen weltweiten Überblick - soweit das überhaupt möglich ist - kann man bei New Liturgical Movement gewinnen. Dort gibt es inzwischen einen Sammelbeitrag mit Bildern aus Deutschland, Rumänien, USA sowie eine Bilderserie aus der (ehemals anglikanischen) Kirche Johannes des Täufers aus dem Ordinariat des Stuhles Petri in Alberta, Kanada.

Zwei Serien mit Bildern von der Osternacht und vom Ostersonntag in Berlin finden Sie auf der Website des Instituts St. Philipp Neri.

Personalpfarreien der überlieferten Liturgie

Titelbild der WebsiteDas spanische Blog Acción Litúrgica, das sich der Pflege des katholischen Kultus widmet, hat vor einigen Tagen eine Aufstellung der Personalpfarreien veröffentlicht, die in aller Welt entsprechend den Möglichkeiten von Summorum Pontificum, Art 10, eingerichtet worden sind. Wenn man die von Acción Litúrgica ebenfalls aufgeführten 13 Pfareien des apostolischen Administration von Campos abzieht, die auf einer anderen rechtlichen Grundlage bestehen, kommt man auf eine Gesamtzahl von 45. Das ist keine überwältigende Zahl, aber doch deutlich mehr, als selbst Optimisten vor 10 Jahren zu hoffen gewagt hätten.

Der größte Teil dieser Personalpfarreien, nämlich 23, entfällt auf die vereinigten Staaten. Frankreich hat vier, Australien und Kanada sind in der Liste mit jeweils drei Orten vertreten. In den übrigen sieben erfassten Ländern mit Ausnahme der Schweiz, die mit zwei von Bischof Huonder eingerichteten Personalpfarreien im Verhältnis zu ihrer Größe sehr gut vertreten ist, gibt es jeweils nur eine Personalpfarrei.

In Deutschland wurden entsprechend einer „Empfehlung“ der Bischofskonferenz keine Personalpfarreien errichtet. Allerdings hat der Eichstätter Bischof Hanke an der ehemaligen Dominikanerkirche der Bischofsstadt ein „Rektorat“ (s. Summorum-Pontificum vom 22. 12. 2007) eingerichtet, desssen Rechtsstellung der einer Personalpfarrei nahekommt. Ähnliche Konstruktionen gibt es auch in einigen anderen Ländern.

Rom-Wallfahrt 2014

Photo: John SonnenAuch im Herbst diesen Jahres wird es wieder eine Wallfahrt von Gläubigen, die die überlieferte Liturgie pflegen, nach Rom geben, und auch in diesem Jahr wird zum Abschluß der Wallfahrt ein feierliches Pontifkalamt in der Peterskirche zelebriert werden. Als Termin ist Samstag, der 25. Oktober, vorgesehen; Zelebrant wird S. E. Raymond Cardinal Burke, Präfekt der Signatura, sein.

Wie der Cœtus internationalis Summorum Pontificum am Sonntag auf der Website „Una cum papa nostro“ mitteilte, hat der Erzpriester der Basilika, S. E. Angelo Cardinal Comastri bereits die erbetene Genehmigung erteilt. Die Wallfahrt selbst wird am Donnerstag, den 23. Oktober beginnen und bis zum Sonntag den 26. dauern.

Bilder von der Wallfahrt 2013 und dem feierlichen Pontifikalamt mit S. E. Dario Kardinal Castrillon Hoyos finden sich u. a. auf der Website von Pro Missa Tridentina Deutschland. Im vergangenen Jahr war Pro Missa Tridentina auch Informations- und Anlaufstelle für die deutschen Teilnehmer an der Wallfahrt.

Zusätzliche Informationen