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Abdankung der Qualitätsmedien

Zeitung als Einwickelpapier für HeringeKrachende Inkompetenz ist wohl die Hauptvoraussetzung, um in deutschen „Leitmedien“, sei es auf Papier, sei es im per Zwangsabgabe alimentierten Staatsfernsehen, zu Kirchenfragen Stellung zu nehmen. P. Engelbert Recktenwald von der Petrusbruderschaft hat es auf sich genommen, aus dem großen Haufen ein paar Dinge herauszuheben, die ernst zu nehmen sind - sie sind auf kath-info.de in der aktuellen Spalte unter „Rücktritt II“ und „Zum Streit um den päpstlichen Amtsverzicht“ abgehandelt.

Ergänzen wollen wir die dort gegebene kurze Liste um den auf kathnews.de erschienenen Beitrag von C.V. Oldendorf: „Papa Resignatus - Gedanken zu Kontinuität und Diskontinuität mit Benedikt XVI.“ Oldendorf erinnert zunächst die Kirchenreformierer auf Redaktionssesseln, Lehrstühlen und Bischofssitzen an einen bisher wenig beachteten Sachverhalt. „Die gegenwärtige Rechtsgestalt des Petrusamtes ist in ihrer Substanz dogmatisch gebunden.“ Dank sei dem I. Vatikanischen Konzil.

Zum zweiten erweitert er die Überlegung des Papstes, der vom „Konzil der Medien“ gesprochen hat, um die Rede vom „Pontifikat der Medien“. Dieses vom wirklichen Pontifikat zu unterscheiden, ist nicht nur Voraussetzung jeder Würdigung des nun aus dem Amt scheidenden Papstes, es muß auch Grundlage aller Erwartungen sein, die legitimerweise an den Nachfolger als Vicarius Christi zu richten sind.

Alles andere ist für die Heringe.

Papst Benedikt XVI. dankt ab

Zwei Monate vor Vollendung des 8. Jahres seines Pontifikats hat Papst Benedikt XVI. vor dem heutigen Konsistorium die Niederlegung seines Amtes zum 28. Februar bekannt gegeben. Der 85-jährige Papst begründete seinen ungewöhnlichen Schritt, damit, daß seine körperlichen und geistigen Kräfte nicht mehr ausreichten, den ihm anvertrauten Dienst weiter gut auszuführen. Obwohl alle, die Papst Benedikt in den letzten Monaten begegnet sind, bemerkten, daß ihm das Alter zunehmend Beschwerden bereitete, hatte doch zum jetzigen Zeitpunkt niemand mit einer so weitreichenden Entscheidung gerechnet. Nur seine aller engsten Mitarbeiter waren bereits seit einigen Wochen über den geplanten Schritt informiert.

Das Konklave zur Wahl eines Nachfolgers wird nach ersten Meldungen aus Rom zu Beginn des März zusammentreten.

Update 17:00

Die zeitweise wegen Überlastung nicht erreichbare Nachrichtenseite des Vatikans informiert über eine Preessekonferenz vom frühen Nachmittag. Danach wird Papst Benedikt nach seiner Abdankung am 28. Februar zunächst nach Castel Gandolfo reisen; er wird nicht am Konklave zur Wahl seines Nachfolgers teilnehmen. Wenn die erforderlichen Umbaumaßnahmen in einem Konvent klaustrierter  Nonnen auf dem Gelände des Vatikanstaats abgeschlossen sind, wird er sich für eine Zeit des Gebets und der Besinnung dorthin zurückziehen.

Im Folgenden dokumentieren wir die in lateinischer Sprache vorgetragene Abdankungs-Erklärung des Papstes an die Kardinäle in der deutschen Übersetzung von Radio Vatikan

Die offizielle Erklärung

Liturgische Konferenz in Rom

Das Logo der Konferenz zeigt zwei Hirsche, die aus den 'Quellen lebendigen Wassers' trinkenVom 25. - 28. Juni dieses Jahres findet in Rom die internationale Konferenz „Sacra Liturgia“ statt. Die Initiative für die Veranstaltung geht auf Bischof Dominique Rey von Fréjus-Toulon zurück, der in seiner Diözese eine weitgehende Gleichberechtigung der beiden Formen des römischen Ritus praktiziert. Frejus-Toulon gehört zu den ganz wenigen Bistümern, in deren Priesterseminar nicht nur beide Riten unterrichtet werden, sondern in denen auch Diözesanpriester in der überlieferten Form geweiht werden.

Die Liste der Referenten ist überaus beeindruckend. Hier nur die auch in Deutschland bekannteren:

  • Die Kardinäle Antonio Cañizares, Malcolm Ranjith und Raymond Burke,
  • Die Bischöfe bzw. Äbte Dominique Rey, Marc Aillet und John Zielenski OSB
  • Monsignore Guido Marini und Fr. Uwe Michael Lang und die Liturgiewissenschaftler Nicola Bux, Alcuin Reid, Tracey Rowland, Gabriel Steinschulte und Jeffrey Tucker.

Aus Deutschland wird Pfarrer Guido Rodheudt als Referent teilnehmen.

Zum Programm der Konferenz gehören neben den Fachvorträgen auch zwei feierliche Hochämter. Am 26. Juni zelebriert Kardinal Cañizares nach dem Missale von 2000, am 27. Juni Bischof Rey nach dem Missale von 1962. Zu Einleitung und Abschluss der Veranstaltung findet eine feierliche Vesper statt.

Ausführliche Informationen über das Programm, die Teilnahmekosten und eine Liste von Unterkunftsmöglichkeiten in geistlichen Häusern und Hotels bietet die Website des Kongresses unter sacraliturgia2013.com

Kleine Schritte zur „Reform der Reform“

Papst Benedikt mit Ferula und FanonBei der Papstmesse in der Peterskirche am heiligen Abend trug Papst Benedikt ein weiteres Mal den Fanon - jenes traditionell allein dem Papst vorbehaltene Parament, das in den letzten Jahrzehnten außer Gebrauch gekommen war. Außerdem sangen Kantor und Chor der Sixtina während dieser Messe anstelle des 1969 neu eingeführten Responsorialpsalms das traditionelle Graduale. Tatsächlich wurden während der ganzen Messe die überlieferten gregorianischen Gesänge in lateinischer Sprache gesungen. Diese Möglichkeit ist zwar nach der Institutio Generalis des modernen Missale durchaus vorgesehen, wird aber in der Praxis so gut wie nicht wahrgenommen, weil die meisten Liturgen, Zeremoniare und Kirchenausstatter von dem Gedanken beseelt sind, die nach dem 2. Vatikanum propagierten Brüche zu demonstrieren und jeden Anschein von Kontinuität zu vermeiden.

Auf der Website des Vatikans finden Sie eine Aufzeichnung der Papstmesse von Weihnachten im leider auf vielen Rechnern nicht lauffähigen Silverlight-Format.

Frohe Weihnachten!

Die Anbetung der Hirten - v. Gerrit van Honthorst

 

Im Jahre 5199 seit Erschaffung der Welt,
da Gott im Anfang Himmel und Erde schuf,
im Jahre 2957 seit der Sintflut,
im Jahre 2015 seit Abrahams Geburt,
im Jahre 1510 seit Moses und dem Auszug des Volkes Israel aus Ägypten,
im Jahre 1032 seit der Salbung Davids zum König,
in der 65. Jahreswoche nach der Weissagung Daniels,
in der 194. Olympiade,
im Jahre 752 seit der Gründung Roms,
im 42. Jahre der Regierung des Octavianus Augustus,
als auf dem ganzen Erdkreis Friede eingekehrt war,
im 6. Weltzeitalter:

da wollte Jesus Christus, der ewige Gott und Sohn des ewigen Vaters, durch die Gnade seines Kommens die Welt heiligen. Empfangen vom Heiligen Geiste, ward er neun Monate nach der Empfängnis zu Bethlehem in Juda aus Maria der Jungfrau geboren als Mensch:

Die Geburt unseres Herrn Jesus Christus im Fleische. (Martyrologium Romanum)

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