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Erfreuliches aus England

Bild: Aus der im Text genannten Serie von Joseph ShawAm gestrigen Freitag (5. 7. 2019) hat Bischof Philip Egan in seiner Kathedrale in Portsmouth vier Diakonen der Family of Mary Immaculate and St Francis die Priesterweihe erteilt. Die Family ist ein Institut diözesanen Rechts in franziskanischem Geist, das Bishof Egan für seine Diözese errichtet und mit der Seelsorge einer Pfarrei im Stadtteil Gosport betraut hat. Die von P. Serafino Lanzetta geleitete Gemeinschaft verfügte bis jetzt über zwei Priester, die die beiden zur Pfarrei gehörenden Kirchen St. Columba und St. Mary betreuen. Sie haben dort sowohl im Novus Ordo als auch in der überlieferten Form der römischen Liturgie zelebriert. die gestrige Priesterweihe fand entsprechend dem Ritus der überlieferten Form statt. Joseph Shaw von der Latin Mass-Society war als Photograph bei der Priesterweihe anwesend und hat seine Bilder samt einem kurzen Bericht auf LMSchairman.org und flickr veröffentlicht

Unser herzlicher Glückwunsch an die Neugeweihten, von denen einer aus Deutschland kommt und den wir im Herbst hier zur Feier seiner Nachprimiz begrüßen zu können hoffen.

Schritt für Schritt zum Schisma

Bild: Wikimedia CommonsDie Anordnung des Malteser-Großmeisters Dalla Torre, Liturgien des Ordens zukünftig ausschließlich in der „ordentlichen Form“ des römischen Ritus zu feiern, hat zahlreiche Fragen aufgeworfen und vielfach Kopfschütteln ausgelöst. Kopfschütteln nicht zuletzt deshalb, weil der Malteserorden eine reine Laienvereinigung darstellt, der keine Priester angehören, denen der Orden etwas vorschreiben könnte. Dann aber auch deshalb, weil Zahl und Umfang von Ordensliturgien im eigentlichen Sinn höchst überschaubar sind – mehr als die Jahreskapitel und die eher seltenen Professfeiern kommen da kaum in Frage. Wenn die Ordensangehörigen einer Stadt oder einer Regionalgliederung gemeinsam an einer hl. Messe teilnehmen, dann sind sie zunächst einmal Messbesucher wie alle anderen auch. Sie können dem Zelebranten einer Messe schwerlich vorschreiben, wie er zelebrieren soll – und ihr Großmeister kann ihnen schwerlich vorschreiben, an welchen Messen sie teilnehmen dürfen und an welchen nicht.

Zweifel an der rechtlichen Solidität der Anordnung werden weiterhin dadurch genährt, daß es kirchenrechtlich durchaus unklar ist, ob Art. 3 von Summorum Pontificum (nicht Summorum Pontificium wie der Erlaß irrtümlich schreibt) überhaupt im Sinne einer solchen pauschalen Untersagung ausgelegt werden kann – nun ja, das hat als Rechtsfrage im Pontifikat der Willkür nicht viel zu besagen.

Weitere Fragen gelten den Gründen, diese Anordnung zu diesem Zeitpunkt herauszugeben. Die meisten Beobachter vermuten, daß Großmeister Giacomo Dalla Torre selbst nicht der Urheber der Aktion ist. Der frühere Professor für Literaturwissenschaft (geb. 1944) gehört einer italienischen Adelsfamilie – voller Name Dalla Torre del Tempio di Sanguinetto – an, die seit vielen Generationen den Ritterorden der Kirche verbunden ist. Er selbst hat in den vergangenen 25 Jahren Jahren zahlreiche (Ehren-)Ämter in der überaus vielgestaltigen Ordensleitung der Malteser bekleidet, sein Bruder Giuseppe war in der gleichen Zeit Generalstsatthalter des Ritterordens vom Heiligen Grab. Kirchenpolitisch sind beide nie besonders hervorgetreten, Treue zur Kirche und Gehorsam gegenüber denjenigen, die im Namen von Kirche und Papst sprechen oder zu sprechen vorgeben, ist für sie Ehrensache.

Von daher richten sich die Blicke derer, die einen Urheber der Aktion suchen, auf den von Papst Franziskus in innergeminschaftlichen Machtkämpfen unterstützten Großkanzler und „starken Mann“ des Ordens, den Deutschen Albrecht Freiherr von Boeselager.

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Neuer Verantwortlicher für die Tradition

Bild: Aus einem Artikel von Rorate Caeli zur Versetzung von D. an Ecclesia Dei am 25.4.2010Mitte Januar hatte Papst Franziskus die bisherige päpstliche Kommission Ecclesia Dei aufgelöst und vollständig in die Glaubenskongregation eingeordnet. Der bisherige Sekretär der Kommission Erzbischof Pozzo erhielt die Stellung des Superindenten des Chors der Sixtinischen Kapelle und hat mit seinem bisherigen Aufgabengebiet nichts mehr zu tun. Seit dem 30. März gibt es nun einen neuen Verantwortlichen für die Angelegenheiten der Gemeinschaften der überlieferten Liturgie und die Gespräche mit der Piusbruderschaft. Mit dieser Aufgabe betraut wurde Msgr. Patrick Descourtieux, ein langjähriger Mitarbeiter von Ecclesia Dei, der allgemein als Freund der Tradition und angenehmer Gesprächspartner eingeschätzt wird – auch gegenüber der Piusbruderschaft.

Das ist eine erfreuliche Nachricht. Die Freude wird allerdings dadurch beeinträchtigt, daß ein „Monsignore“ so, wie die Kurie nun einmal funktioniert, in der Verwaltung einen eher untergeordneten Rang einnimmt und völlig abhängig ist von den Aufträgen und Weisungen, die ihm von vorgesetzten Sekretären und Untersekretären im Namen des Präfekten erteilt werden. Noch schwerer wiegt der Umstand, daß Descourtieux kein Bischof ist und somit auch nicht fähig ist, Priester der altrituellen Gemeinschaften zu weihen, so wie das Erzbischof Pozzo, wenn auch sicher nicht ohne Absprache mit anderen Stellen, mehrfach getan hat. Diese Gemeinschaften werden somit in einer ganz wesentlichen Hinsicht noch enger an die römische Leine gelegt, als das bisher der Fall war – zumal der Vatikan zumindest einigen Diözesanbischöfen die Weisung erteilt hat, nicht mehr Priester zu weihen, als sie im Dienst in der eigenen Diözese einsetzen können.

Die Frage der Bischöfe für die Gemeinschaften der überlieferte Liturgie wird somit immer mehr zur Kernfrage für die Gestaltung der zukünftigen Stellung dieser Gemeinschaften im gesamtkirchlichen Rahmen. Es war diese Frage, die die Piusbruderschaft 1988 dazu bewog, aus der Disziplinargemeinschaft mit dem Bischof von Rom herauszutreten und „eigene“ Bischöfe zu weihen – eine Frage, die sich wegen des Alters und des schlechten Gesundheitszustandes ihrer Bischöfe in absehbarer Zeit wieder stellen dürfte. Und gegenwärtig deutet nichts darauf hin, daß „der Vatikan“ dazu bereit sein könnte, den traditions- und glaubenstreuen Gemeinschaften auch nur einen Teil der Freiheiten bei der Einsetzung von Bischöfen zuzugestehen, die er der kommunistischen Volksrepublik China im vergangenen Jahr eingeräumt hat.

Weihe zum Subdiakonat

Bild: aus dem genannten Artikel auf NLMAm Samstag den 9. Februar hat der emeritierte Bischof von Kansas-St.Joseph, Robert Finn, im Seminar Unserer Lieben Frau von Guadaloupe in Denton, Nebraska, neun Männern die Weihe zum Subdiakonat erteilt. Sieben davon kommen aus dem Haus selbst, sind also zukünftige Mitglieder der Petrusbruderschaft. Zwei gehören zu den Söhnen des Allerheiligsten Erlösers von Papa Stronsay vor Schottland, die dort offenbar einen Teil ihrer Formation und ihres Studiums absolvieren.

Beide Zahlen stehen für erfreuliche Entwicklungen. Die Petrusbruderschaft erreicht in ihren beiden Seminaren in Denton und Wigratzbad inzwischen Weihejahrgänge von einer Stärke, wie sie früher in ordentlichen Diözesen üblich waren - während heute immer öfter viele Diözesen mehrere Jahre hintereinander keine einzige Weihe mehr feiern können. Und die kleine Gemeinschaft der Söhne des Allerheiligsten Erlösers, vielfach besser bekannt unter ihrer früheren Bezeichnung als „Transalpine Redemptoristen“, die erst vor 10 Jahren in die volle Einheit der Kirche zurückgekehrt sind, kommt nun auch allmählich wieder in ruhiges Fahrwasser. Obwohl sie von ihrem Inselkloster in der rauhen Nordsee her auch mit Stürmen ganz gut umgehen können, ist das kein Nachteil.

Die Subdiakonsweihe ist nicht Teil des dreiteiligen Weihesakramentes, sondern ein Sakramentale. Als letzte der sogenannten „niederen Weihen“ bildet sie den Abschluß der Stufenreihe von Sakramentalien, mit denen die Kirche seit alters her den Weg ihrer zukünftigen Priester vom Eintritt ins Seminar bis zur eigentlichen Priesterweihe begleitet. Eine Begleitung, die gerade unter den heutigen Lebensumständen von größter Bedeutung ist und deren nach dem 2. Vatikanischen Konzil erfolgter Wegfall nicht nur ein Ausdruck, sondern auch ein Brandbeschleuniger der Krise des Priestertums geworden ist. 

New Liturgical Movement illustriert seinen kurzen Bericht zur Weihe in Dentom mit einer Reihe eindrucksvoller Photos, der wir auch die hier oben gezeigte Aufnahme entnommen haben.

Neues Leben im alten Kloster

Bild: aus dem genannten Artikel auf katholisches.infoDie Anbetungsschwestern des Königlichen Herzens Jesu sind der weibliche Zweig des der überlieferten Lehre und Liturgie verpflichteten Instituts Christus König und Hoher Priester. Die 2004 begründete Gemeinschaft, der inzwischen etwa 40 Frauen angehören konnte am 29. Januar 5 Postulantinnen neu aufnehmen - einen kurzen Bericht und zahlreiche eindrucksvolle Bilder von der in Florenz durchgeführten Zeremonie zeigt die Website des Instituts.

Gleichzeitig konnte die Frauengemeinschaft auch ein neues, d.h. altes und von den vorherigen Bewohnern aufgegebenes, Kloster in Neapel in Besitz nehmen. Damit verfügt das Institut in dieser Stadt nun neben dem bereits bestehenden Apostolat über einen weiteren Stützpunkt. Wie katholisches.info berichtet, ist der neue Konvent das dritte Kloster für die Anbetungsschwestern. Es wird zukünftig unter anderem das Noviziat der Gemeinschaft beherbergen. 

Zwei überaus erfreuliche Nachrichten in einer Zeit, in der anderswo nur von der Schließung von Klöstern und dem Weggang der letzten verbliebenen Mönche und Nonnen ins Altersheim berichtet wird.

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