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Von Pandemie zu Pandämonium - Der Angriff auf die überlieferte Lehre und Liturgie

Bild: Methodist City Church in Gary, Ind., gefunden auf PinterestVon der Pandemie zum Pandämonium ist es nicht weit, wenn man nach katholisch.de gehen kann: Die deutschen Theologen sind wie besessen davon, alles was katholisch ist, abzuräumen. Aus den letzten Tagen: Der Münsteraner Liturgiepolitiker Clemens Leonhard möchte Ostern, das wir doch bislang für ein kosmisches Ereignis hielten, nach Tageslage an der Corona-Front verschieben. Der Dortmunder Theologie-Didaktiker Thomas Ruster, der offenbar nichts vom inkarnatorischen Wesen der Sakramente begriffen hat, will die Beichte und andere per Digitaltechnik virtualisieren. Die Salzburger Neutestamentlerin Marlies Gielen glaubt, begründen zu können, warum auch Frauen Priester werden können - denn ein besonderes Priestertum, das nicht allen Getauften gemeinsam wäre, gibt es ja gar nicht. Schwester Anne Kurz V.D. aus dem Münsterland erklärt rechtzeitig vor Ostern am Beispiel des Lazarus die Auferstehung zur „Erfahrung bleibender Verbundenheit“. Die Verschleuderung des Glaubenserbes ist in vollem Gange. Die Seuche – derlei war früher für viele eher ein Anlaß zur Besinnung – scheint die Bereitschaft zur Absage an jede Transzendenz eher noch zu befeuern, und die Bischöfe nicht nur in Deutschland machen eifrig mit. (Auf Ausnahmen wie Weihbischof Schneider wird noch zurückzukommen sein.) Zum ersten Mal seit 2000 Jahren soll Ostern ohne öffentliche Messfeiern und ohne Taufen stattfinden; Kardinal Cupich von Chicago will sogar  Nottaufen in der Kirche von einer bischöflichen Erlaubnis abhängig machen. Anderswo wir Spendung und Empfang von Sakramenten praktisch so gut wie unmöglich gemacht. Man ahnt: Nur noch die Dämonen haben Grund zum Feiern.

Die soeben veröffentlichten Dekrete der Glaubenskongregation zur „Zukunftsfähigkeit“ der alten Messe scheinen nicht so ganz in dieses finstere Bild zu passen. Aber schon springt unser alter Freund Andrea Grillo auf die Bühne und präsentiert aus Anlaß eben dieser Dokumente einen offenen Brief samt Unterschriftensammlung, mit denen er nicht nur die Rücknahme dieser Dekrete verlangt, sondern auch die Aufhebung von Summorum-Pontificum überhaupt. Außerdem fordert er die Übertragung aller Kompetenzen zur Regelung der Liturgie an die Bischöfe bzw. an die Gottesdienstkongregation - als deren einflußreicher Berater Grillo tätig ist. Aus der deutschsprachigen Theologenzunft haben sich bisher die drei Herren Gerhards, Kranemann und Kloeckener den ansonsten (bis jetzt) größtenteils italienischen 136 Unterzeichnern des offenen Briefes angeschlossen. Katholisch.de ist begeistert.

Auf die Argumentation (naja, wenn man denn von Argumenten sprechen kann) des offenen Briefes wird noch zurückzukommen sein, hier nur ein Glanzstück daraus: „Es macht keinen Sinn“, heißt es da, „Dekrete zur Reform eines Ritus zu erlassen, der in der historischen Vergangenheit abgeschlossen ist, träge und versteinert, leblos und ohne Kraft ist.“ Man merkt, die Herren haben lange keinen „Gemeindegottesdienst“ der in ihrem Sinne erneuerten Liturgie mehr besucht, sonst wäre ihnen aufgefallen, daß sie da etwas verwechseln.

Was versprechen sich die Urheber und Unterstützer von dieser Aktion? Glauben sie wirklich, die Rücknahme von Dekreten erreichen zu können, die in langjähriger Arbeit erstellt, in einem komplizierten kurialen Prozess abgestimmt und schließlich vom Papst unterzeichnet und anschließend veröffentlicht worden sind? Wohl kaum. Auf der einen Seite ist der „offene Brief“ wohl Ausdruck der Wut und Enttäuschung darüber, daß die überlieferte Liturgie eben nicht „in der historischen Vergangenheit abgeschlossen“ ist, sondern weiterlebt und weiterleben soll. Darüber hinaus offenbart die Aktion aber auch den Willen einer anscheinend immer stärker werdenden Fraktion der Modernisten und Säkularisten in der Kirche, die Spaltung voranzutreiben. Papst Benedikts Versuch, den Bruch zwischen Vor- und Nachkonziliaren zu heilen oder zumindest zu überdecken, ist ihnen verhasst. Sie wollen das Schisma – und sie glauben, es läge bei Ihnen, zu befinden, wer drinnen und wer draußen ist.

Die wahre Realität der Liturgie

Die Debatte über die Formen von Gebet und Gottesdienst in Zeiten staatlich verfügter Kirchenschließung dauert an – und sie wird mehr und mehr zum Zeugnis des Scheiterns der „horizontalen“ gottesdienstlichen Konzepte, die im vergangenen Jahrhundert von großen und kleinen Reformatoren als Weg in die Kirche der Zukunft „entwickelt“ und vielfach auf brachiale Weise durchgesetzt worden sind.

Seinen sinnfälligen Ausdruck findet dieses Scheitern in der Aufnahme einer Selfie-Messe in einer italienischen Gemeinde. Der Pfarrer, der offensichtlich die absurde Situation eine Messe „ad populum“ ohne Volk nicht ertrage konnte, hatte Gemeindemitglieder gebeten, ihm Selfies zuzuschicken, die er dann ausdruckte und in den Kirchenbänken aufstellte. Und so konnte er auf einmal in mehr Gesichter sehen als jemals bei einer normalen „Gemeindemesse“ - die hinten zugestellten Stühle sprechen Bände. Aber in Wirklichkeit ist da niemand, auch nicht „virtuell“. Menschen sind körperlich da, oder sie sind nicht da.

Warum kommt so ein Priester nicht auf den Gedanken, die Messe so zu zelebrieren, wie es die Kirche an die zweitausend Jahre lang getan hat: Dem Herrn zugewandt, vor dem Angesicht Gottes, dem er doch im Namen und Auftrag der Kirche das Opfer darbringt? So denkt er halt nicht, das hat man ihm nicht beigebracht, auf den Gedanken kommt er nicht, soll er nicht kommen: die Vertikale Dimension ist ihm nicht mehr zugänglich. Und diejenigen, die ihm diese verquere Denke beigebracht haben, bemerken plötzlich, wie ihr ganzes eindimensionales Gedankengebäude ins Wanken kommt und erfinden in gekränkter Eitelkeit schnell eine Theorie, nach der das, was die Kirche immer praktiziert hat, nach dem verflossenen Konzil nicht mehr möglich sein soll. Wir hatten uns damit bereits letzte Woche auseinandergesetzt, inzwischen ist eine hervorragende Kritik von Peter Kwasniewski zuerst auf englisch und dann auch auf deutsch erschienen.

Erschreckt von dem doch recht negativen Echo auf ihren Vorstoß haben die drei Verfasser des oben angeführten Artikels sich nun erneut zu Wort gemeldet – wie es sich in diesen Kreisen eingebürgert hat, an erster Stelle mit dem Aufruf „man sollte sich auch gegenseitig nicht die Kirchlichkeit absprechen“.

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Gut, böse und deutsche Liturgiker

Bild: Von der Website des AutorsAuch Fr. Hunwicke vom Ordinariat ULF von Walsingham kann über die Kritik deutscher Theologen an der Messfeier ohne Gläubige nur den Kopf schütteln. Er schreibt:

Es beginnt ein langes ZitatSatan hat eine geniale Fähigkeit, Böses aus Gutem zu machen. Doch unser gnädiger Erlöser macht Gutes auch aus dem, was nicht gut ist. Überall haben Bischöfe ihren Priestern empfohlen, daß sie da, wo sie die Messe nicht mit ihrer Gemeinde feiern können, privat (sine populo) zelebrieren.

Das ist ganz und gar anerkennenswert. Und es erinnert aufs Nachdrücklichste Priester, die sich dessen vielleicht nicht alle bewußt sind, daran, daß jede Darbietung des anbetungswürdigen Meßopfers für sich vor Gott über unvergleichliche Kraft verfügt. Sie sollten an jedem Tag, an dem das nur irgendwie möglich ist, zelebrieren, unabhängig davon, ob Laien dabei sind oder nicht.

Und nun verbreiten die Gauner im Internet die Ansicht, das sei schlecht, und behaupten es stünde im Gegensatz zum 2. vatikanischen Konzil. Das ist gelogen. Sacrosanctum Concilium erlaubt in Abschnitt 57 die Konzelebration (unter bestimmten Bedingungen, aber das wollen wir hier nicht weiter verfolgen), aber fügt hinzu, daß jeder Priester dazu berechtigt ist, die Messe auch einzeln zu feiern.

Leser könnten auch darüber nachdenken, daß der Kirchenrechtsprofessor Eric Mascall uns die Lehre hinterlassen hat, daß keine Messe wirklich „privat“ ist, denn auch die von einem Priester ohne Gläubige gefeierte Messe ist „so gemeinschaftlich wie das päpstliche Hochamt im Petersdom mit fünfhundert Bischöfen und 20 000 Gläubigen. Denn die Messe ist eine Handlung Christi in seinem Corpus Mysticum, seinem Leib, welcher die Kirche ist.“ Und er führt aus: „Nicht der Mensch, sondern Gott selbst ist Urheber der Einheit und der Gemeinschaftlichkeit der Messe“.

Die wohlwollendste Erklärung, die ich mir für die aktuellen Fehldarstellungen zurechtlegen kann, ist die, daß die Leute, die derlei Unwahrheiten verbreiten, die Konzilsdokumente schon vor sehr langer Zeit (wenn überhaupt) gelesen und inzwischen ihren tatsächlichen Inhalt vergessen haben und so subjektiv guten Glaubens sind, wenn sie behaupten, daß auf den Auftrag des Konzils zurückgehe.was doch nur ihre eigenen Ideen sind.

Für Laien wie für Kleriker, die damit rechnen müssen, in Gespräche über Liturgie verwickelt zu werden, ist es höchst empfehlenswert, immer eine Übersetzung von Sakrtosanktum Concilium zur Hand zu haben. Dann können sie jeden, der unehrliche oder uninformierte Behauptungen über das macht, was das Konzil angeordnet hat, auffordern, ihnen zu zeigen, wo das tatsächlich im Dokument steht.

Präsident Routh vom Oxforder Magdalen College hat seinerzeit die Leute dazu aufgefordert, stets ihre Quellen zu überprüfen. Das ist eine sehr vernünftige Einstellung. Aber höchst wahrscheinlich haben deutsche Liturgiker noch nie etwas von Routh gehört...

Zusätzlich:

1) Das jüngste Dekret der Gottesdienstkongregation erteilt für dieses Jahr jedem Priester die Erlaubnis, am Gründonnerstag die hl. Messe privat zu zelebrieren. Die Fußwaschung findet in diesem Jahr nicht statt.

2) Zusätzlich zu all den guten Ratschlägen, die von erlauchter Stelle aus gegeben werden, möchte ich meine Leser an die alte katholische Sitte erinnern, vor dem Zu-Bett-Gehen eine Kniebeuge in Richtung des nächstliegenden Tabernakels zu machen. Es sei denn, man wüßte als deutscher Liturgiker gar nicht, wo der ist, oder überhaupt, was...

Was der überlieferten Liturgie im Wege steht

Bild: Aus dem genannten Artikel auf RorateNach der „Freigabe“ der überlieferten Liturgie mit „Summorum Pontificum“ gab es in glaubens- und traditionstreuen Kreisen große Hoffnungen, daß die „Alte Messe“ viele Gläubige anziehen und sich letztlich als wirksames Werkzeug der „Neuevangelisierung“ erweisen werde. Diese Hoffnungen haben sich, zumindest in Europa, nur zu geringen Teilen erfüllt. Zwei Pressemeldungen der letzten Tage werfen zwei Schlaglichter auf Gründe, die hinter diesem Sachverhalt stehen.

Aus Italien, genauer aus Ostuni in der Diözese Brindisi, kommt die Nachricht, daß die Ortsgewaltigen verhindert hätten, daß Kardinal Burke dort eine hl. Messe im überlieferten Ritus zelebrierte. (Quelle) Der Vorgang scheint folgender gewesen zu sein: Der Kardinal war von einer Gruppe von Geschäftsleuten zu eben dieser Zelebration eingeladen worden. Kardinäle der römischen Kirche können jederzeit in jeder Kirche des Erdkreises zelebrieren, dabei ist es üblich, wenn auch nicht notwendig, das „nihil obstat“ des Ortsbischofs einzuholen. Das war in diesem Fall aus welchen Gründen auch immer nicht erfolgt, und der Hausherr der Kirche nahm das zum Anlaß, den Zugang zum Gotteshaus für die Dauer der Zelebration auf die Mitglieder des einladenden Kreises zu beschränken und anzukündigen, sein Hausrecht durch Kontrollen durchzusetzen. Inwieweit er dazu etwa bürgerlich-rechtlich berechtigt ist, steht dahin. Der Kardinal verzichtete jedoch auf eine Konfrontation und sagte die Messfeier für den vorgesehenen Zeit und Ort ab.

Die zweite Meldung kommt aus Deutschland; wir entehmen sie unserem bevorzugten „Häretischen Anzeiger“, der unter der irreführenden Bezeichnung „katholisch.de“ firmiert. Dort wurde am vergangenen Samstag breit über Einlassungen einer gewissen Lisa Kötter, Mitbegründerin von „Maria 2.0“ im Interview mit „Publik-Forum“ berichtet. Die (nach Selbstbeschreibung) eifrige Kirchgängerin bestätigte dort, was unsereins schon immer vermutete: Die „Öffnung des Priesteramtes für Frauen“ ist für sie und andere „Progressive“ nur ein Zwischenschritt zu einer Kirche ohne Hierarchie und Priesteramt überhaupt. Kötter ist sich sicher: Jesus wollte nie eine Hierarchie! Vom sakramentalen Charakter der Kirche hat die gute Frau (Berufsbezeichnung: „Künstlerin“) keine Ahnung, von Lehre und Tradition auch nicht, sie kreist ganz alleine um ihre eigene Befindlichkeit – und die hält sie für allgemeinverbindlichen Ausdruck der „Wahrheit“ des 21. Jahrhunderts.

Damit dürfte sie typisch sein für einen großen Teil von Frauen mittleren Alters und jünger, die sich überhaupt noch am Leben der Gemeinden und an den dort gefeierten „Gottesdiensten“ beteiligen – männliche Wesen dieser Altersgruppe sind dort inzwischen eine verschwindende Minderheit. Zumindest in Mitteleuropa.

Aus dieser Richtung ist definitiv kein Zuzug zur überlieferten Liturgie zu erwarten. Hier ist das verborgene Schisma bereits ausgereift und eine neue (Nicht-)Konfession entstanden, die nur noch dem Namen nach zum Christentum gehört, sich jedoch gegebenenfalls bei Pachamama mehr zuhause fühlt.

Priester und Bischöfe, die mehrheitlich von dieser Entwicklung mit erfaßt sind und gut als „Künstlerinnen ehrenhalber“ durchgehen könnten, sehen sich von daher berechtigt und aufgerufen, jeder „Infektionsgefahr“ durch Kontakt zur überlieferten Lehre und Liturgie entgegenzuwirken. Das läuft nicht immer so drastisch wie soeben in Ostuni, aber jeder „Tradi“ kennt Fälle auch aus Deutschland, in denen Gruppen, die die überlieferte Liturgie feiern wollten, erst nach langem Suchen und Überwinden vieler Hindernisse eine Kirche dafür fanden – vorzugsweise eine Friedhofskapelle und jeden vierten Samstag um 13 Uhr.

Ostuni und „Maria 2.0“ - das erschöpft keinesfalls die Beschreibung der gegenwärtigen Situation, aber es charakterisiert sie auf erhellende Weise.

Die Räuber(synode), Erster Akt

Bild: Steinbrecht/KNA, aus dem hier angeführten Artikel auf katholisch.deNach der heftigen Kritik, die von kompetenter Seite an der Rechtlichkeit  des in Frankfurt beschrittenen „Synodalen Weges“ und der Vereinbarkeit der dort vorgetragenen Argumente mit der Lehre der Kirche vorgetragen worden sind, ist wohl davon auszugehen: Diese Veranstaltung, die zwar nicht Synode heißen, aber Synode sein will, dürfte als „Räubersynode“ in die Geschichte der Kirche eingehen. Und als der Punkt, an dem das seit langem in Deutschland bestehende „verdeckte“ Schisma offen zu Tage getreten ist.

Besonders schmerzlich wurde das für viele sichtbar, als am Samstag die Synodendelegierten ganz so, als ob sie bereits zwei verschiedenen Konfessionen angehörten, auch an zwei unterschiedlichen Gottesdiensten teilnahmen. Die große Mehrheit auch der Bischöfe begab sich zu einer als „Wortgottesfeier“ bezeichneten Showveranstaltung, die demonstrieren wollte, daß die hierarchische Verfassung der Kirche nicht mehr gelten und daß Frauen einen „gleichberechtigten“ Platz am Altar einnehmen sollen. Die Minderheit bekräftigte durch ihre Teilnahme an einer heiligen Messe, daß sie bei dieser Auswanderung aus dem Katholischen nicht mitgeht und daran festhält, daß die Eucharistie „Quelle und Höhepunkt“ des Lebens der Kirche ist.

Die härteste Kritik an Verfahren und Geist der ersten Synodentagung, die uns aus dem Kreis der bischöflichen Teilnehmer bekannt geworden ist, übte der Kölner Erzbischof Kardinal Woelki im Interview mit dem Domradio. Er sieht seine schlimmsten Befürchtungen bestätigt: Den offenen Widerspruch gegen unverhandelbare Elemente der kirchlichen Lehre und Disziplin, die prinzipielle Absage an die hierarchische Verfaßtheit der Kirche und den Machtmißbrauch einer Veranstaltungsleitung, die ihren Platz am Vorstandstisch dazu nutzte Redelisten und Redezeiten zu manipulieren.

Wütende Reaktionen auf den Kardinal aus dem Umfeld der Synodeninitiatoren, die man auf katholisch.de nachlesen kann, lassen erkennen, daß dort die Schwere der Vorwürfe zwar begriffen worden ist, man aber nicht im geríngsten daran denkt, darauf einzugehen oder sie gar zu berücksichtigen. In ihren Augen war die Veranstaltung ein Erfolg, und sie wollen sich keinesfalls von dem dort eingeschlagenen Weg abbringen lassen. Noch heute ist Kardinal Marx nach Rom geflogen, um dem Papst die Ergebnisse in entsprechendem Framing vorzutragen, und zweifellos wird er bei der Rückkehr verkünden, in voller Übereinstimmung mit dem Papst zu handeln. Mit einem Dementi muß er wohl ebensowenig rechnen wie Scalfaro bei seinen phantasievollen Interviews, und so wird Marx weiter auf seinem Kurs der Kirchenpolitik mit der Planierraupe bleiben.

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