Bereichsnavigation Themen:

Zeitgeister in Heiligenkreuz

Bild: Reidlinger, WikimediaDas Stift Heiligenkreuz hat sich dieser Tage in starken Worten von der Unterschriftenaktion „Correctio filialis“ distanziert, die auch von einem Wissenschaftler unterzeichnet worden ist, der dort als Gastprofessor tätig ist. In der Erklärung heißt es:

(Wir) distanzieren uns entschieden davon, dass ein an unserer Hochschule zeitweise wirkender Gelehrter die öffentliche Kritik an Papst Franziskus, die sich euphemistisch „Correctio filialis de haeresibus propagatis“ nennt, unterzeichnet hat. Auch wenn der Betreffende nur als Gastprofessor tätig ist und seine Unterschrift einzig und allein in seinem Namen geleistet hat, so können wir es nicht hinnehmen, dass dies einen Schatten auf unsere Hochschule wirft. Wir stellen daher klar, dass die Hochschule Heiligenkreuz dem römischen Lehramt in allem aufs engste verbunden ist und wir es als unsere größte Ehre und erste Pflicht ansehen, dem jeweiligen Petrusnachfolger, das heißt unserem Heiligen Vater Papst Franziskus, die Treue zu halten."

Nun, diese Treue hätten wir uns auch gewünscht, als 2007 nach dem Erlass von Summorum Pontificum Studenten der Hochschule darum baten, auch die überlieferte Liturgie in den Ausbildungsplan aufzunehmen. Der damalige Rektor Karl Wallner hat die Bittsteller dann hochfahrend abgefertigt:

Es ist ein betrübliches Missverständnis von Summorum Pontificum wenn man daraus ableitet, dass es eine Ausbildung zum Alten Ritus geben sollte. Das Dokument dient der Versöhnung mit den Gestrigen und nicht einer Auflage des Gestrigen. (…) Wir sind nicht nach hinten verkorkst und nicht nach vorne vermurkst, sondern leben aus dem, was die Kirche uns durch das 2. Vatikanische Konzil WIRKLICH geschenkt hat. (…) Zelebrationsübungen im tridentinischen Ritus kann es daher nicht im Fächerkanon geben, weil wir die Liturgie der Kirche so feiern wollen, wie sie im Anschluss an das 2. Vatikanische Konzil durch die oberste Leitung der Kirche vorgegeben wurde. Und weil wir nicht wollen, dass unsere Absolventen zu einem Ritus erzogen werden, der zwar wieder erlaubt, aber nicht im großen Atem der Kirche liegt...

Glücklich, wer diesen „großen Atem“ zu erkennen weiß – selbst dann, wenn in einem päpstlichen Gesetz etwas ganz anderes steht, und das in jener Klarheit der Sprache, für die Papst Benedikt zu recht gerühmt wird.

Im gegenwärtigen Pontifikat, zu dessen Kennzeichen unter anderem auch eine bis zur Selbstwidersprüchlichkeit gehende Unklarheit der Aussageweisen in Worten und Gesten gehört, liegen die Dinge freilich anders. Das ist gerade in diesen Tagen, in denen die polnischen Bischöfe ( ) Amoris laetitia ganz anders auslegen als etwa ihre deutschen Kollegen, wieder schmerzlich deutlich geworden. Wer hier so argumentiert, wie die offizielle Erklärung von Heiligenkreuz, muß sich schon die Frage gefallen lassen, worin er denn das Wesen der Kirche erkennt, wenn „der jeweilige Petrusnachfolger“ etwas deutlich anderes zu sagen scheint als seine Vorgänger im gleichen Amt.

Die Kirche hatte bisher das große Glück und die große Gnade, daß solche Widersprüche und Unklarheiten nur selten vorgekommen sind, weil die jeweiligen Inhaber des Petrusamtes fähig waren, den Sinn ihrer hohen Stellung zu erkennen und in Demut zu erfüllen: Getreulich die empfangene Lehre weiterzugeben und entschlossen gegen Entstellungen zu schützen, die Brüder zu stärken und die Herde zu leiten. Auch die großen lehramtlichen Dokumente der unmittelbaren Vorgänger Franziskus' – selbst wenn einzelne Punkte ihrer Amtsführung Fragen aufwerfen mögen – sind von diesem Bewußtsein geprägt und verleihen ihm in großer Entschiedenheit Ausdruck: Pius XII. in Mediator Dei, Paul VI. in Humanæ Vitæ, Johannes-Paul II in Familiaris Consortio oder Dominus Jesus, Benedikt XVI. in Caritas in Veritate.

Auch diese Dokumente stießen innerhalb und außerhalb der Kirche auf zum Teil wütende Kritik und Ablehnung – aber nicht, weil sie sich von der überlieferten Lehre der Kirche entfernten, sondern weil sie diese Lehre im Widerspruch zum immer herrischer auftretenden Zeitgeist bekräftigten und entfalteten. Das hat sich unter Franziskus geändert: Die Zeitgeister in Welt und Kirche jubeln – aber glaubenstreue Theologen und Seelsorger schweigen mehrheitlich betreten. Einige wenige tragen Zweifel vor, um deren Zerstreuung sie bitten, oder mahnen, keine Anlässe zu geben, aus dem sich Abweichungen und Widersprüche von der Lehre entwickeln können.

Soll das unzulässsig sein, muß man sich davon distanzieren? Zählt nur noch das „jeweilige“ und der „große Atem“ des Zeitgeistes? Wie unterscheidet sich dieser Hyperpapalismus von einem Ultranationalismus nach der Art „right or wrong – my country!“

Die Heiligenkreuzer haben natürlich in einem Recht: Die Einheit der Kirche unter dem Papst ist ein hohes Gut und größter Anstrengungen zur Verteidigung wert. Aber die Einheit in der Kirche, darauf hat gerade Benedikt XVI. immer wieder hingewiesen, findet nicht nur im Raum der Gleichzeitigkeit statt, sondern erstreckt sich durch Zeit und Ewigkeit – sichtbar und wirksam durch die Kette von den Aposteln über die Kirchenväter und Kirchenlehrer bis zu den Dokumenten des lebendigen, aber in sich widerspruchsfreien Lehramts der Kirche. Der Papst mag Souverän des Kirchenstaates sein – hinsichtlich der Lehre ist er nicht Herr, sondern Diener. Wenn sein Reden und Schreiben Zweifel aufkommen läßt, daß er diesen Dienst erfüllt und die Einheit durch die Zeit bewahrt, hilft keine Berufung auf die Treue zum jeweiligen Papst. Christus, dessen mystischer Leib die Kirche ist, ist gestern, heute und morgen nicht nur der gleiche, sondern der selbe.

Der Papst - Treuhänder der Lehre

Eigene Montage unter Verwendung eines Photos von Max Rossi, ReutersLetzte Woche überraschte seine glückhaft regierende Heiligkeit Franziskus I. das fromme Volk mit der Ankündigung einer Neufassung des Kirchenrechtes, das sich „permanent dem Kirchenbild anpassen müsse“, wie es sich durch das zweite Vatikanische Konzil weiterentwickelt habe. In dieser Woche hat er verlangt, den Katechismus zu ändern, um die strikte Ablehnung der Todesstrafe darin zu verankern: Diese widerspreche dem Evangelium und sei absolut unzulässig. Zwischendurch hat sein bevorzugter Gesprächspartner Eugenio Scalfari frohgemut verkündet, der Papst habe die Hölle abgeschafft. Nur die Seelen in der Gnade hätten Bestand – die anderen hörten im Tode auf zu existieren. Franziskus selbst hat die Kirche aufgerufen, sich der am Horizont sichtbaren kommenden Kulturrevolution anzuschließen und sich dazu selbstkritisch mit ihren bisherigen Fehlern zu beschäftigen – hier im Video.

Dazu paßt es, daß letzte Woche der Chefkarikaturist der kommunistischen Parteizeitung L‘Unita und bekennende Atheist Sergio Staino die Aufgabe eines Wochen-Karikaturisten für die Zeitung der italienischen Bischofskonferenz Avvenire übernommen hat. Sehr zur Überraschung des eigentlich für die Zeitung zuständigen Generalsekretärs der Bischofskonferenz, der 2013 von Franziskus eingesetzt worden war, inzwischen aber in Ungnade gefallen zu sein scheint. Und der Verlag der linksradikalen Postille Il Manifesto hat zum 100. Jahrestag der Oktoberrevolution am 5. 10. einen Band mit Reden des Papstes herausgegeben, „weil wir der Meinung sind, daß diese Botschaften des Papstes unserer Botschaft entsprechen und wir unseren Lesern die Radikalität und die Schlichtheit dieser Worte nahebringen wollen“. (Quelle)

Mit theologischen Einzelheiten können wir uns später befassen. Hier zunächst nur soviel: Die Verwirrung in der Kirche unter dem Papst der Überraschungen hat ein Ausmaß erreicht, für das es in der zweitausendjährigen Geschichte der Kirche kein Beispiel gibt. Kein Wunder, daß an vielen Stellen und auf die merkwürdigste Weise darüber nachgedacht wird, wie mit der unkoordinierten Flut von Texten, Weisungen, Andeutungen und Gerüchten aus dem Palast von Sa Martha umzugehen ist. Nur als Beispiele seien genannt ein Artikel auf dem von uns geschätzten onepeterfive, der sich fragt „Hat der Papst soeben indirekt auf Prof. Seifert und eines der Dubia geantwortet?“. Und ein nur in Grenzen ernstgemeinter Beitrag des noch höher geschätzten Fr. Hunwicke, der ein Verfahren vorschlägt, wie eine von dem Nachfolger Franzens einzuberufende Synode die authentische Lehre der Kirche wiederherstellen könnte.

Weiterlesen...

Lepanto 2017

Bild: Facebook-Seite des Bistums MainzAuf der Website des evangelischen Pressedienstes "idea"  fanden wir folgende Meldung:

Es beginnt ein langes ZitatKritik am ökumenischen Gottesdienst zum Tag der deutschen Einheit (3. Oktober) im Mainzer Dom hat die Konferenz Bekennender Gemeinschaften in den evangelischen Kirchen Deutschlands geübt. An der Feier nahmen führende staatliche Repräsentanten teil, darunter Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier, Bundestagspräsident Norbert Lammert und Bundeskanzlerin Angela Merkel. Der Kirchenpräsident der Evangelischen Kirche der Pfalz, Christian Schad (Speyer), sagte in seiner Predigt: „Was wir überall brauchen, ist wechselseitige Achtung – eine Kultur, die sicherstellt, dass unterschiedliche Überzeugungen nicht in Gewalt gipfeln, vielmehr in einer Atmosphäre der Toleranz und des Respekts ausgehalten werden.“ Daneben kamen Vertreter von Organisationen zu Wort, darunter Gülbahar Erdem von der Initiative „Muslimische Seelsorge“ (Wiesbaden). Sie sagte: „Ich bin eine Muslima und glaube an die Freiheit, Würde und Verantwortung, die mir mein Schöpfer in dieses Leben mitgegeben hat. Daran eng geknüpft ist für mich der Auftrag, meinen Mitmenschen Gutes zu tun.“ Sie gestalte ihre Arbeit „im Vertrauen auf die Barmherzigkeit und die allumfassende Liebe Allahs zu uns Menschen“, so die Seelsorgerin.

Der Vorsitzende der Konferenz Bekennender Gemeinschaften, Pastor Ulrich Rüß (Hamburg), beklagte, dass die Beiträge im Gottesdienst die Zuhörer in politisch korrekter Weise „moralpolitisch belehren sollten“. Es habe jedoch weder Anbetung noch Gotteslob gegeben. Vor allem habe das Evangelium gefehlt. Jesus Christus sei „so gut wie nicht vorgekommen“, erklärte Rüß gegenüber der Evangelischen Nachrichtenagentur idea. Er fragt: „Warum legten die Veranstalter Wert darauf, dass ausgerechnet eine Muslima den Ein- und Auszug anführte und in ihrem Votum Allahs Barmherzigkeit pries?“ Ökumene meine „doch die Einheit der Christen“. Wenn dieser „sogenannte ökumenische Gottesdienst“ das Profil von Kirche widerspiegele, dann habe sie sich aufgegeben und „relativiert in eine dem Zeitgeist angepasste Beliebigkeit“.

Soweit die Meldung von idea, der nur noch wenig hinzuzufügen ist: Anläßlich eines Staatsaktes im Rathaussaal wäre gegen das beschriebene Arrangement wenig einzuwenden - man muß ja nicht hingehen. Für einen katholischen Bischof besteht wenig Grund, sich an einer derartigen Selbstfeier eines gottlosen Staates zu beteiligen. Als „ökumenischen Gottesdienst“ kann man eine derartige Veranstaltung der Grenzen- und Inhaltslosigkeit unter keinen Umständen bezeichnen. In einer katholischen Kirche ist sie völlig fehl am Platz und muß die Frage aufwerfen, ob die Verantwortlichen sich der Apostasie und des Glaubensverrates schuldig gemacht haben.

Eine neu ausgerichtete Akademie

Eigene Montage aus den Logos der jeweiligen EinrichtungenWie die Agentur Kathpress meldet, wird in dieser Woche erstmals die von Papst Franziskus personell und organisatorisch grundlegend reformierte Päpstliche Akademie für das Leben zusammentreten. Danach wird die Akademie ihren klassischen Fokus auf Themen wie Abtreibung oder Sterbehilfe zugunsten eines breiteren Ansatzes revidieren. Lebensschutz müsse eine Kultur fördern, „die dem Leben immer und überall hilft“, sagte Akademiepräsident Erzbischof Vincenzo Paglia am Montag im Vatikan. Als Beispiele nannte er die Situation von Flüchtlingen in Afrika, aber auch die Debatte um Todesstrafe und Waffenhandel.

Neben Fortpflanzung, Elternschaft und Lebensende geht es nach dem am Montag vorgestellten Programm auch um einen veränderten Lebensbegriff, Leistungsdenken und sozialethische Fragen. Das Nachdenken über das menschliche Leben müsse der Rolle neuer Technologien und vielfältigen sozialen Faktoren Rechnung tragen. Papst Franziskus wünsche, dass die Akademie ein „Ort des Dialogs und der Auseinandersetzung“ werde. Dazu wolle sie Partner aus allen Kulturen und Religionen einbinden, so Paglia.

Menschheit im Widerspruch

Bildquelle: http://www.edreams.de/blog/erntedank-2012/Allein in Berlin, so wurde gestern triumphierend berichtet, hätten neun homosexuelle Paare am ersten Tag der Geltung des neuen Eherechts vor dem Standesbeamten eine „richtige Ehe“ geschlossen. Neun? Für eine der Hauptstädte der Schwulenbewegung erscheint das eher überschaubar und kaum eine Rechtfertigung für die in den vergangenen Wochen vorgenommene Aufstockung der Zahl der Standesbeamten um immerhin 30 Köpfe. Aber darum geht es hier bestenfalls am Rande – es geht um die unisono von den Medien verbreiteten Loblieder auf die neue Formulierung des Bürgerlichen Gesetzbuchs: "Die Ehe wird von zwei Personen verschiedenen oder gleichen Geschlechts auf Lebenszeit geschlossen."

Ist das nicht schön.

Problem ist: Die Ordnung der Dinge läßt sich durch Änderungen im Gesetz oder Behauptungen von Journalisten nicht wirklich verändern – das sieht nur so aus. Zwei Gerichtsentscheidungen der letzten Zeit haben verdeutlicht, daß selbst im Rechtswesen die demokratisch beschlossenen Fiktionen nur begrenzte Wirksamkeit haben, soweit sie der Wirklichkeit widersprechen.

In den USA hatten zwei Paare, bestehend aus jeweils zwei Frauen, geklagt, daß jeweils beide Ehepartnerinnen als Eltern in die Geburtsurkunde eines Kindes eingetragen würden, das eine von ihnen durch die Samenspende eines außenstehenden Mannes empfangen und geboren hatte. Sie beriefen sich dabei auf die traditionelle Funktion der Ehe als Rechtsrahmen der Elternschaft – eines Rechtsrahmens, der in den USA durch die berüchtigte Obergefell-Entscheidung des obersten Gerichtshofes ausgehebelt und durch die Erklärung der Ehefähigkeit gleichgeschlechtlicher Partner ad absurdum geführt worden ist. Nun müssen die Juristen ausklamüsern, wie sie diesen Widerspruch auflösen, möglichst ohne dabei wider alle Vernunft die Feststellung zu ermöglichen, ein Kind habe zwar zwei Mütter, aber keinen Vater. (Quelle)

Ein ähnlich vertrackter Fall stand unlängst in Deutschland zur Entscheidung. Eine biologische Frau, die als Mann lebt und durch Hormonbehandlung wie ein Mann aussieht und als solcher auch rechtlich anerkannt ist, hatte diese Behandlung unterbrochen, um in der wieder aufgenommenen Frauenphase ein Kind zur Welt zu bringen. Danach nahm sie die Behandlung und die Männerrolle wieder auf. Gestützt auf den Eintrag im Personalausweis, der sie als Mann ausweist, verlangte die unglückliche Person, in der Geburtsurkunde des Kindes als „Vater“ eingetragen zu werden - irgendwie logisch, kann doch ein Mann zumindest nach herkömmlicher Vorstellung nicht Mutter sein. Auch hier also ein trickreiches Dreieck zwischen natürlicher, traditionell angenommener und aktuell gesellschaftlich anerkannter Geschlechterrolle. Der Bundesgrichtshof hat nun entschieden, daß die rechtlich als Mann anerkannte Person in der Geburtsurkunde als Mutter des Kindes einzutragen ist. Wir leben offenbar in einer Zeit der unbegrenzten Möglichkeiten.

Zweifellos werden bald neue gesetzliche Regelungen gefordert und auch getroffen, die vorgeben, diese Widersprüche aufzulösen – und sie dann doch nur auf um einen Schritt weiter auf dem Spielfeld der Gesellschaftsreform verschieben.

Dem Zentralkomittee der deutschen Katholiken, das sich jetzt gerade wieder für eine „kirchliche Segnung“ homosexueller Paare ausgesprochen hat, sei empfohlen, in einer ruhigen Stunde einmal über solche Zusammenhänge nachzudenken.

Das gleiche Nachdenken empfehlen wir auch dem hier bereits gelegentlich auffällig gewordenen Katholisches-Redakteur Björn Odenthal, der sich jetzt zu einem nur scheinbar ganz anderen Gegenstand geäußert hat. Odenthal will, was soll auch ein Modernist anderes wollen, das Erntedankfest „radikal modernisieren“: Weg mit dem Erntedankkorb! Um die Menschen der Gegenwart in ihrer Lebenswelt abzuholen, sollen nicht mehr die Früchte des Feldes in den Dankgottesdienst gebracht werden, sondern Früchte der Globalisierung und Zeugnisse mangelnder sozialer Gerechtigkeit. Heißt bei genauerem Hinschauen: Sich abzuwenden von dem, was gegeben und vorgegeben ist, und als Wirklichkeit nur noch das wahrnehmen zu wollen, was der Mensch aus eigener Kraft hervorgebracht oder auch entstellt hat. Aus dem Gottesdienst des Dankes wird eine Appell zur Menschheitsverbesserung. Gott, seine Gnade und sein Gebot, brauchen wir nicht mehr – nirgendwo. Die Menschen machen ihre Geschichte und ihre Welt selbst - das wußte doch schon Karl Marx.

Zusätzliche Informationen