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Agatha-Prozession in Catania

Bild: Piersanti Serrano, aus dem verlinkten Artikel von NLMMit einer eindrucksvollen Bilderserie vermittelt New Liturgical Movement seinen Besuchern einen Eindruck von den Agatha-Feiern, die immer im Januar im Sizilianischen Catania stattfinden An zwei aufeinanderfolgenden Tagen erinnern die Bürger der im Radius der Aschenregen des Ätna liegenden Stadt mit Prozessionen und Gottesdiensten an eine der Heiligen zugeschriebene wunderbare Rettung der vor einem Vulkanausbruch im 3. Jahrhundert. Damals habe sich – so geht die Legende – ein mächtiger Lavastrom auf die Stadt zubewegt und große Furcht ausgelöst. Schließlich hätten sich die damals noch heidnischen Bewohner in ihrer letzten Not an die ein Jahr zuvor wegen der Verteidigung ihrer im christlichen Glauben begründeten Jungfrauschaft unter großem öffentlichem Spektakel hingerichtete Agatha erinnert. Sie hätten den Schleier der Märtyrerin von ihrem Grab geholt und seien damit der Lava entgegengezogen, die tatsächlich kurz vor der Stadt zum Stehen kam. Und mit eben diesem Schleier, der seit Jahrhunderten in Silber kostbar gefasst wird, ziehen die Catanier also in Jedem Jahr durch ihre Stadt – die Bürgermeisterin (wenn wir das oben gezeigte Bild der Serie recht deuten) ganz vorne mit dabei.

Was für eine Vorlage für einen religionskritischen Artikel, der nicht nur die Legende gründlich zerpflückte, sondern auch die Verflechtung von Kirche und Stadt (nicht zu vergessen die in Sizilien stets vorausgesetzte Beteiligung der Mafia) kritisch beleuchtete und schließlich beklagen würde, welche Macht der Aberglaube (und die Kommerzinteressen des Fremdenverkehrs) noch immer auf die unaufgeklärten Bewohner Siziliens ausübten.

Könnte man so machen.

Man kann das Spektakel aber auch als Beispiel dafür sehen, wie die Tradition die Menschen mit „niederschwelligen Angeboten“ in ihren Bann zog und ihnen Gelegenheit gab, einzelne Elementen der kirchlichen Lehre kennen zu lernen, sich vielleicht sogar damit zu identifizieren. Dabei könnte allerdings ein bemerkenswerter Unterschied zu dem sichtbar werden, was heute oft als „niederschwelliges Angebot“ praktiziert und angepriesen wird. Also daß man ein aktuelles Thema diskutiert oder eine künstlerische Darbietung veranstaltet, das auch jede Partei diskutieren oder ein beliebiger Verein veranstalten könnten – aber das im Raum der Kirche und in der Illusion, damit die wenigen Teilnehmer (denn die kennen das alle aus dem Fernsehen viel perfekter) näher an die Kirche herangebracht zu haben. Zumal man bei solchen Veranstaltungen dann eigene Positionen oder kritische Gegenstände wie etwa Agathas Jungfrauenschleier tunlichst meidet und statt dessen auf Kompatibilität mit dem Zeitgeist setzt: Seht her: Wir sind doch gar nicht so anders!

Ein bißchen von diesem unentbehrlichen und unaufgebbaren Anders-Sein scheint uns in den Bildern aus Catania 2020 sichtbar zu werden – und damit auch die Chance, daß schon das Dabeisein bei einem derartigen traditionellen Schauspiel die alltags in der Stadtverwaltung oder meinetwegen auch bei der Mafia tätigen Mitwirkenden und Zuschauer nicht nur da anspricht, wo sie stehen – um sie dort stehen zu lassen – sondern auch ein wenig den Blick auf Dinge richtet, die über diesen Alltag hinausgehen.

Ganz versenkt in die Bibel

Bild: Infinitebistromathics, Wikimedia Commons, Fr. Hunwicke beschäftigt sich dieser Tage mit den vielerlei engen Verbindungen, die altes und neues Testament, den Glauben der Juden (zumindest der Zeit Christi) und den Glauben der Kirche miteinander verknüpfen. Wir haben seinen heutigen Beitrag übersetzt und mit wenigen Anmerkungen versehen.

Es beginnt ein langes ZitatGestern habe ich davon gesprochen, daß wir alle bessere Juden werden sollten, und als ich das schrieb, fiel mir eine Sache ein, zu der man öfter um Rat gefragt wird, von Laien ebenso wie von Klerikern. Tenor: Beim Beten des Breviers schlafe ich immer wieder ein und wenn ich mit einem Psalm durch bin, kann ich mich an kein Wort davon erinnern.

Vielleicht sollte ich jetzt einen mahnenden Finger erheben und betonen, wie wichtig jedes Wort in jedem Psalm ist. Andererseits vielleicht aber auch nicht.

Worauf es wirklich ankommt: Diese ständig wiederholten Worte einsinken und zu einem Teil unseres Seins werden zu lassen, so daß sie in unserem Bewußtsein, aber auch in unserem Unterbewußtsein, zum Leben erwachen.

Der hl. Augustinus hat darauf hingewiesen, daß wir uns in den Psalmen an den Herrn wenden können, daß er in uns und mit uns und für uns beten möge. Das ist sehr wichtig, aber daneben gibt es auch noch die ganz grundlegende jüdische Geisteshaltung. Dabei handelt es sich um das Aufeinandertreffen eines manchmal sich selbst gegenüber etwas skrupulöse Bestehens auf der Einhaltung des Gesetzes mit der beunruhigenden Einsicht, sich eben oft genug nicht an das Gesetz gehalten zu haben. Darin besteht das Wesen der Bundesbeziehung: daß Gott treu ist, selbst wenn wir nicht treu geblieben sind, und daß wir uns diese Einsicht sowohl auf individueller Ebene als auch in der Gemeinschaft aneignen.

Anm.: Erich Zengers über weite Strecken überaus problematischem Psalmenkommentar ist die zutreffende Einsicht entnehmen, daß das Judentum kein „Glaubensbekenntnis“ hat, wie das Christentum, sondern ein „Vertrauensbekenntnis“. Genau das ist hier angesprochen. Zwischen beiden gibt es keinen Gegensatz in der Sache, sondern im Aspekt.

„Misericordias domini in Aeternum cantabo“ (Ps. 88/89) (Die  Erbarmungstaten des Herr will ich auf ewig besingen), das im Psalmvers zum Introitus der Messe von den Fünf Wunden vorkommt, war im späten Mittelalter unter den Klerikern äußerst populär. Und wenn ich damit auch vielleicht eine Ausnahme bin: Ich liebe all diese „langen“ Psalmen, in denen wir die Geschichte Israels durchwandern und die „Erbarmungen“ des HERRN aufzählen.

Ich halte es allerdings für unglücklich, daß die englischen Übersetzungen beginnend mit Coverdale den Satz mit dem Ich der ersten Person beginnen und so das menschliche Tun voranstellen, während das Hebräische, Griechische und Latein mit den Erbarmungstaten anfangen – wäre "The Mercies of the LORD for ever shall be my song" den wirklich so unverständlich? Wie es der Zufall will, geben die Bea-Psalmen, dieses große Symbol für alles, was in den Reformvorhaben seit den Zeiten von Pius XII. schief gegangen ist, das „chesedim“ mit gratias (Gnaden) wieder – mehr will ich dazu nicht sagen.

Anm.: Die deutsche Einheitsübersetzung setzt noch eines drauf, wenn sie die „Erbarmungen/Erbarmungstaten“ Gottes durchgängig mit dem Wort „Huld“ wiedergibt - mit dem der moderne Leser nun gar keine konkrete Vorstellung von aktivem Handeln verbindet. 

Misericordias Domini – man denke daran, daß DOMINUS in den Psalmen fast immer für das unaussprechliche Tetragrammaton (JHWH) steht, den Namen Gottes, der Moses offenbart wurde, der Name, an den sich der Gottesdienst des Tempels richtete. „Unsere Hilfe ist im Namen des HERRN“ - das ist keine bedeutungslose Floskel. Diese Wendung hebt uns hinein in jenes Volk, das sich auf den Weg machte und das dann bereute, durch das Meer entfloh und und schließlich im Land von Milch und Honig ankam. Sie versetzt uns zurück zu Moses, als er vor dem brennenden Dornbusch stand – der doch ein Typos unserer lieben Frau ist, und zum Volk, wenn es im festlichen Zug zum Tempel zog – eines Typos unseres Erlösers selbst.

Anm.: Diese Typologien und ihre Aussagekraft kann man gar nicht genug betonen. Gott, Schöpfer des Himmels und der Erde (elohim, Gen 1,1) wohnt auch für Israel im auf ewig unzugänglichen Licht und hat als solcher keinen persönlichen Namen. Wenn er sich zeigt und handelt geschieht das in der Person Christi unter dem Namen JHWH.

Manchmal denke ich, wir sollten es uns zur Gewohnheit machen, jedesmal beim Namen des HERRN den Kopf zu neigen, und ich bin froh, daß die Rubriken mich zumindest beim hl. Messopfer anweisen, beim „Gratias agamus Domino Deo nostro“ eine Verneigung zu machen: Lasset uns berakoth (Danksagungen, eucharistia) machen zu YHWH unserem Gott“.

Grundlagendokument der Gregorianik

Bild: Aus dem im Text genannten ArtikelAuch der gregorianische Choral hat seine "Reformgeschichte" - sie bietet, wie fast alle diese Geschichten, eine eher traurige Erzählung. Seit dem 16. Jahrhundert wurden die Druckausgaben des Chorals immer mehr vereinfacht - mit welcher Begründung auch immer. Spätestens seit dem 18. Jahrhundert hatten sich Formen etabliert, die in vielem nur noch ein Nachklang der großen Tradition des Spätmittelalters waren. Ende des 19. Jahrhunderts gingen dann die Mönche von Solesmes daran, die verlorenen Formen wieder zu rekonstruieren - vieles mit großem Geschick, einiges auch weniger glücklich, wie die seitdem andauernden Forschungen ergeben haben. Das Ergebnis ihrer Arbeit veröffentlichten sie 1908 in ihrem heute extrem schwer auffindbaren Graduale Sacrosanctae Romanae Ecclesiae mit rhytmischen Markierungen. Jeff Ostrowski hat ein Exemplar davon aufgetrieben, (technisch sehr gut lesbar) gescannt und bei ccwatershed.org als PDF zum kostenlosen Download eingestellt.

Zur Begleitung hat er einen Artikel geschrieben, der so weit wir das beurteilen können, eine "Kurzgefaßte Geschichte des Gregorianischen Chorals" darstellt. Er enthält eine materialreiche Einführung in die historischer Entwicklung der Gregorianik und deren Rekonstruktion durch die großenteils in Solesmes betriebene Choralwissenschaft. Weitere Publikationen zum Thema, insbesondere auch zur Erschließung für den praktischen Gebrauch, sind angekündigt.

Die dem Artikel Ostrowskis entnommenen Abbildungen demonstrieren den Unterschied zwischen den Ausgaben des Graduales  von 1909 (oben) und 1871 am Beispiel von Introitus, Graduale und Alleluja vom ersten Adventssonntag.

Die Hirten von Bethlehem

Bild: Willam, Raad, in: Das Leben Marias im Lande Jesu, 1936Die „Hirten auf dem Felde“ sind zwar nur im Lukasevangelium erwähnt, aber dort spielen sie eine überaus prominente Rolle:

In dieser Gegend lagerten Hirten auf freiem Feld und hielten Nachtwache bei ihrer Herde. Da trat ein Engel des Herrn zu ihnen und die Herrlichkeit des Herrn umstrahlte sie und sie fürchteten sich sehr... (Lukas 2, 9-20; vollständig in der ersten und zweiten Messe vom Weihnachtstag.)

Vom Bild des Engels vor den Hirten über den himmlischen Gesang des Gloria bis zum Besuch an der Krippe – das gläubige Volk liebt diese Szenen. Kein Bild von der Geburt Christi im Stall kommt ohne ein paar Hirten samt Schafen aus, natürlich auch keine einigermaßen anspruchsvolle Weihnachtskrippe. Als es an Grundschulen und Kindergärten noch „Krippenspiele“ gab, erfüllten die Hirten eine überaus wichtige Funktion: Maria und Joseph gab es nur einmal, Engel mit langen und womöglich goldenem Haar – das war was für brave Mädchen, aber als „Hírten“ konnten auch so viele Jungen mitspielen, wie sie nur wollten – ganz, ohne sich allzu viel zu verkleiden oder zu verstellen, und singen mußten sie auch nicht.

Die moderne Pastoral liebt die Verkündigung an die Hirten – ihr gelten die Männer von den Schafhürden als Zeichen dafür, daß die Frohe Botschaft zuerst den Armen und Kleinen verkündet wird, den Unbehausten, die schon aus Not riechen wie die Schafe riechen.

Evangelium im Klassenkampf, wenn man es denn so lesen will.

Es kann aber auch alles ganz anders gewesen sein, damals vor über 2000 Jahren, als in den Herbergen von Bethlehem kein Platz mehr war und der aus Nazareth zur Regisitrierung in die Stammstadt zurückgekehrte Joseph aus dem Hause Davids mit seiner Maria auf ein Stallquartier ausweichen mußte. Wo dieses Stallquartier genau war, ist unbekannt – wie so oft im Heiligen Land erheben mehrere Plätze Anspruch auf den Titel. In der Regel legen diese Plätze nahe beieinander – die alte Überlieferung ist zwar nicht präzise, mit den Jahrhunderten verschieben sich die Erinnerungen schon einmal um ein paar hundert Meter, aber die heutige Geburtskirche östlich des alten Zentrums von Bethlehem markiert seit dem 5. Jahrhundert eine durchaus mögliche Stelle.

Noch einmal vielleicht ein Kilometer weiter östlich beginnt eine kleine Ebene, die nach alter Überlieferung als „die Hirtenfelder“ (Siyar el ghanam) bekannt ist. Ungefähr in der Mitte liegt das griechisch-orthodoxe „Kloster auf dem Hirtenfeld“, 400 Meter nördlich davon am Rand der ebenen Fläche die „Kirche des Gloria in Excelsis“ der Franziskaner. Beide Bauwerke sind neuzeitlich bis modern; aber sie ruhen auf Fundamenten von Vorgängerbauten, die bis in die byzantinische Zeit (5. Jh.) reichen.

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Die Lektionen der Adventsquatember

Bild: Wikimedia CommonsIm zweiten Buch seiner De Divinis Officiis überliefert Rupert von Deutz, geb. um 1070 in Lüttich und gest. am 4. März 1129 in Köln, praktisch vollständig die Messformulare für die drei Quatembertage im Advent. Das Werk des gelehrten Benediktiner-Abtes bezeugt nicht nur zu dieser Gelegenheit, daß das bis zur Deformation des Missales von 1969 verwendete Missale nicht bloß auf „Trient“, sondern auf eine bis ins hohe Mittelalter und noch weiter zurückreichende Tradition zurückgeht. Da die entsprechenden Abschnitte seines Werkes auch einen guten Eindruck von der dort angewandten Methode der allegorischen Messerklärung geben, wollen wir sie hier vollständig zitieren. Wir verwenden dazu die Übersetzung von Helmut und Ilse Deutz aus Band 33 der Fontes Christiani. Sie haben auch die präzisen Stellenangaben für Lesungen oder Zitate aus der hl. Schrift hinzugefügt, die bei Rupert nach mittelalterlichem Brauch nur ungefähr, aber durchaus nachvollziehbar angeführt sind (und das Lesen weniger behindern als der moderne Gebrauch).

Am ersten Tag des Fastens, nämlich am vierten Wochentag, ist der Stationsgottesdienst passend für die Kirche der heiligen Maria (Maria Maggiore) angeordnet. Daß sich nämlich auf diesen Tempel des Herrn, auf dieses Heiligtum des heiligen Geistes, in dem Gott neun Monate hindurch wohnte und Mensch mit Leib und Seele hat werden wollen, das ganze Offizium des Tages ausdrücklich bezieht, ist gewiß deutlich. Denn aus dem Evangelium (Lk. 1,26-38) wird die Verkündigung und auch die Menschwerdung des Herrn vorgetragen, die vorher - (sc. in den beiden Episteln Jes. 2,2-5 und 7, 10-15) von den Posaunen des Propheten laut ausgerufen - durch den Engel persönlich überbracht, durch den Glauben der seligen Jungfrau aufgenommen, durch deren unversehrten Schoß vollendetund aus ihm geboren worden ist. Dies alles weissagtdas prophetische Schmettern im Introitus mit kurzen Worten: „Tauet Himmel...“ (Jes 45,8). Indem der Prophet sagt: „Tauet Himmel von oben“ hat er den Auftrag der Anrede des Engels ausgedrückt, durch die „das Wort“, „Gott“ (Joh 1,1) in das innere Ohr der gläubigen Jungfrau „wie Regen auf das Vlies herabgekommen ist“ (Ps. 72,6, Vg. Ps. 71,6), und mit seinen Wortern „und ihr Wolken, regnet den Gerechten herab“ (Jes 45,8) bezeichnet er sich und die anderen Propheten, die wie Wolken den Gerechten, nämlich Christus, und den Glauben an ihn mit himmlischer Belehrung auf die Erde unseres Herzens herabregnen. „Es öffne sich“, sagt er, „die Erde“ (Jes. 45,8) zum Aufnehmen des Wortes und zum Sprechen „Siehe, ich bin die Magd des Herrn, mir geschehe nach deinem Wort.“ (Lk 1,38) und„sie sprosse den Erlöser hervor“ (Jes 45,8), da die in Ewigkeit gesegnete uns den Gott und den Menschen hervorbringt.

Was danach folgt, stimmt alles in gleicher Weise mit dem Sinn des Evangeliums überein. Die als Epistel dienende erste Lesung (Jes 2, 2-5) stärkt die Seelen der Fastenden auf doppelte Weise. Zunächst kündet sie von jenem „Berg“ (Jes 2,2-3), der nach dem hiermit übereinstimmenden Evangelium den „Thron seines Vaters David“ aufnimmt und - von einem kleinen Steine zu einem Berg wachsend und - den Erdkreis erfüllend (vgl. Dan 2, 34.35) - „herrschen wird über das Haus Jakob in Ewigkeit (Lk 1,32). An diese Lesung schließt schön der Vers des folgenden Graduale an:  „Wer darf hinaufsteigen auf den Berg des Herrn?“ (Ps 24, 3: Vgl Ps. 23, 3). Denn nur der „dessen Hände unschuldig sind und dessen Herze rein ist“(P 24, 4: Vg. Ps. 23, 4)und dessen Lebenswandel mit dem Glauben übereinstimmt, wird Anteil haben an dieser Menschwerdung des Herrn."

Soweit Rupert von Deutz zum ersten Tag des Quatemberfastens - wir werden am Freitag, wenn als Stationskirche die der hl. zwölf Apostel vorgeschrieben ist, noch einmal auf seine Erklärung zurück kommen.  

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  • Stationskirchen

    Die römischen Stationskirchen

    Kupferstich von Giusepppe Lauro aus dem Jahr 1599

    In der Fastenzeit 2013 haben wir zu jedem Tag die entsprechende Stationskirche kurz vorgestellt. Damit sind zwar alle gegenwärtigen Stationskirchen erfasst, aber nicht alle Tage mit einer Statio, von denen es auch etliche außerhalb der Fastenzeit gibt.

    Bei der Vorstellung der Stationskirchen orientierten wir uns im wesentlichen an „Die Stationskirchen des Missale Romanum“ von Johann Peter Kirch, Freiburg 1926. Zu Ergänzungen haben wir Hartmann Grisar „Das Missale im Licht römischer Stadtgeschichte“, Freiburg 1925, und Anton de Waals „Roma Sacra - Die ewige Stadt“ von 1905 in der Überarbeitung Johann Peter Kirchs von 1925 (Regensburg 1933) herangezogen. Daneben haben wir auch auf Informationen aus Internetquellen zurückgegriffen. Die Illustrationen stammen, soweit nicht anders angegeben, von eigenen Aufnahmen.

    Wie der gegenwertige Nachfolger de Waals und Kirchs als Direktor des römischen Instituts der Görres-Gesellschaft, Prof. Msgr. Stefan Heid, uns mitteilte ist diese älter Literatur insbesondere in Sachen der Datierungen vielfach überholt. Nach seinen Untersuchungen geht die Institution der Stationes nicht wesentlich vor die Zeit Gregors d. Großen zurück. Was natürlich nicht bedeutet, daß die Stationskirchen bzw. deren Vorgängerbauten nicht wesentlich älter sein können.

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