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So vergeht der Ruhm der Päpste

Stahlstich des 18. Jh. - Liturgical Arts JournalNachdem Papst Paul VI. im November 1964 – einige Jahre vor dem offenen Ausbruch der marxistisch inspirierten 68er-Bewegung – seine Tiara abgelegt hatte, um sie zugunsten der Armen der Welt versteigern zu lassen, hat sein Nachfolger Albino Luciani (Johannes Paul I) auf die Krönungszeremonie verzichtet – so wie seitdem alles seine Nachfolger. Der materiellen Ertrag der spektakulären Geste Pauls VI. war ürigens eher bescheiden. Lange fand sich kein Käufer, bis sich schließlich ein frommer amerikanischer Millionär erbarmte und das Teil für 20 000$ erwarb – heute wird es im „National Shrine“ zu Washington ausgestellt.

Da Benedikt XVI. die Tiara auch aus dem päpstlichen Wappen entfernt hat, ist Franziskus der erste Papst der Neuzeit, der sich von Amtsbeginn an in gar keiner Weise mit dem alten Würdezeichen der Päpste auseinandersetzen mußte. Das ist schade, denn die Tiara war immer mehr als bloß ein „Machtsymbol“, und die Krönungszeremonie enthielt eben nicht nur den Akt der Krönung, sondern auch einen ebenso spektakulären Akt der Erinnerung daran, daß die dem Papst verliehene Macht einem sterblichen Menschen zugeteilt ist, der sich eines Tages für Gebrauch und Mißbrauch seines hohen Amtes verantworten muß.

An drei Stellen der Prozession, die den Papst auf dem Tragesitz zur Krönung durch die Peterskirche führte, brachte ein Mönch den feierlichen Zug zum Stehen, entzündete ein Büschel Werg auf einem speziellen Leuchter, und rief mit lauter Stimme: Pater sancte – sic transit gloria mundi! So war es im 19. und 20. Jahrhundert – in früheren Jahrhunderten war der Ritus noch aufwendiger gestaltet. Filmaufnahmen der Zeremonie bei der Krönung des letzten gekrönten Papstes Johannes XXIII. im Jahr 1958 und ausführliche historische Erläuterungen bringt das Liturgical Arts Journal.

Hermann der Krüppel

Wikimedia: CC BY-SA 3.0 de, © Hilarmont (Kempten)Der 25. September wird – das wissen wir auch nur, weil New Liturgical Movement das gestern mitgeteilt hat – in einigen Benediktinerklöstern als Gedenktag des sel. Hermannus Contractus gefeiert. Wir haben seiner hier bereits 2013 einmal zu seinem 1000. Geburtstag am 18. Juli gedacht. Daraus  zur Erinnerung an den Dichter des Salve Regina und von Alma Redemptoris Mater eine Zusammenfassung:

Herimann, genannt Contractus (der Verkrümmte), wurde 1013 in Altshausen im Saulgau geboren – eines von insgesamt 14 Kindern des Grafen Wolfenrad II. von Vehrungen und dessen Frau Hiltrude. Ob das Kind als „Mißgeburt“ – einige Quellen deuten in Richtung spina bifida – zur Welt gekommen war oder später an Kinderlähmung oder einer amyotrophen Lateralsklerose (wie Stephen Hawking) erkrankte, ist bei Medizinhistorikern umstritten. Seine Eltern haben ihn jedenfalls nicht vor der Geburt abgetrieben und nicht nach der Geburt umgebracht. Sie übergaben ihn – wohl samt einigen Äckern für seinen Unterhalt – im Alter von sieben Jahren den Benediktinern auf der Reichenau, die ihn weiter erzogen, seinen glänzenden Geist erkannten und förderten und später voll Dankbarkeit die von ihm gedichteten und komponierten Hymnen sangen.

Als Universalgelehrter und poeta doctus befasste sich Heriman mit allen Wissenschaften und Künsten der Epoche. Mit dem Chronicon Augiense stellte er die erste Weltchronik des Mittelalters zusammen. Von seinen teilweise als Reimdichtungen abgefassten Heiligenbiographien ist nur die über die hl. Märtyrerin Afra von Augsburg erhalten geblieben; andere über den hl. Gregor, die heiligen Giordanus und Epimachus, Bischof Wolfgang von Regensburg und weitere gelten als verloren. Verloren oder zumindest ihm nicht mehr zuzuordnen sind auch seine Kompositionen, die von den Zeitgenossen ganz besonders bewundert worden waren. Erhalten ist hingegen ein musiktheoretisches Werk, das die russische Komponistin Galina Ustvolskaya (gest. 2006) bei einigen ihrer Werke inspirierte.

Hermann blieb zeitlebens körperlich schwerst behindert und konnte sich ohne fremde Hilfe kaum bewegen – die Mitbrüder trugen ihn auf einem Tragstuhl durchs Kloster. Auch sprechen konnte er kaum; nur wenige Mönche verstanden sein Flüstern, mit anderen verkehrte er durch Notizen auf einem Täfelchen. In seinen letzten Lebensjahren verlor er auch noch das Augenlicht. Seine Hymnendichtungen diktierte er.

Bei seinen Studien über Astronomie, Mathematik und Seefahrtskunde stützte der gelehrte Mönch sich auf damals bereits vorliegende lateinische Übersetzungen wichtiger Werke aus dem Arabischen, die ihrerseits größtenteils auf im Westen wenig beachteten griechischen Werken beruhten, zum Teil auch indische Quellen erschlossen. Ob er selbst Arabisch konnte, ist ungewiss, dagegen steht fest, daß er selbst nicht in die Länder des Orients gereist sein kann. Tatsächlich hat er nie sein Kloster auf der Insel Reichenau verlassen.

Erst mit seinen Hymnen kam Hermannus Contractus, der 1863 von Papst Pius IX. selig gesprochen wurde, doch noch in den Orient: Das Salve Regina war das Kampflied, unter dem das Heer des 1. Kreuzzuges in  die Schlacht um Jerusalem, zogen, und von daher hat es Petrus Venerabilis im Jahr 1135 als Prozessionsgesang ins Offizium eingeführt. Das Offizium ist auch ein Sturmlied auf das himmlische Jerusalem.

Die überlieferten Hymnen des Hermann von Reichenau und weitere Informationen zu seiner Person finden Sie auf dem Hymnarium.

Lebendige Tradition im Missale

Alle Bilder eigene AufnahmenAm 18. September hat Fr. Hunwicke unter dem Titel „Organic Development“ in seinem Blog einen Beitrag veröffentlicht, in dem er anhand eines Missales aus dem Jahr 1903, das viele Änderungen und Ergänzungen enthält, definiert, was er unter „organischer Entwicklung“ versteht:

Dieses Buch kann man auch heute, mehr als ein Jahrhundert nach seinem Druck, für die Feier der überlieferten Messe verwenden. Das ist der Lackmus-Test für eine organische Entwicklung. Und den bestehen die Bücher, die in den 1960er und 70er Jahren fabriziert worden sind und die nun in den Sakristeien Englands Staub ansetzen, sicher nicht“.

Dem ist voll zuzustimmen. Tatsächlich hätte Fr. Hunwicke statt „ein Jahrhundert“ auch ruhig „zwei“ oder „drei“ sagen können. Hier liegt ein Missale Romano-Moguntinum mit Druckdatum 1742 (Bild 496), das man ebenfalls auch heute noch verwenden könnte – obwohl es auf den ersten Blick gesehen recht einschneidende Veränderungen erlebt hat. 

Die im Text verschiedentlich eingefügten Zahlen verweisen auf die Abbildungen in einem Flickr-Album, in dem 21 großformatige Reproduktionen aus dem Missale präsentiert und kurz kommentiert sind.

Unser Missale aus kurfürstlicher Zeit stammt aus dem Besitz der St. Gereonskirche im eng mit dem Kurfürsten von Mainz verbundenen Nackenheim – die Weinfreunde kennen den Ort. Es dürfte aus einer der letzten Auflagen sein, in der die gesungene Teile noch in der mittelalterlichen Hufnagelnotion aufgezeichnet sind und die einen auch in der Melodie mehr oder weniger stark abweichenden „rheinischen Dialekt“ der Gregorianik präsentieren. (Hier als Muster eine erhalten gebliebene Seite mit dem Exsultet - 499) Dieser Dialekt wird von der Schola in Kiedrich im Rheingau noch heute zumindest gelegentlich gesungen, aber im übrigen Rheinlannd ist er spätestens Mitte des 18. Jh. außer Gebrauch gekommen.

Die Folge: Eines Tages konnte ein neu nach Nackenheim gekommener Pfarrer die Noten nicht mehr entziffern und griff zu einer radikalen Maßnahme: Er schnitt die meistgesungenen Seiten mit den Präfationen und dem Paternoster heraus und ersetzte sie durch 36 Seiten einer „moderneren“ Ausgabe - vermutlich aus den 80er Jahren des 18. Jh. (502) Vielleicht war der Mann mit der Schere ja Pfarrer Karl Melchior Arand, gleichzeitig Regens des kurfürstlichen Priesterseminars und allem Fortschrittlichen zugeneigt: Als 1793 die Armeen der französischen Revolution das linke Rheinufer besetzten, war er es, der sich als einer der Ersten vom Kurfürsten abwandte und die Nackenheimer dazu brachte, den Eid auf die französische Republik abzulegen. Bald sah er sich mit der Ernennung zum Maire, zum Bürgermeister, des Dörfchens belohnt. Was weiter aus ihm geworden ist, konnten wir noch nicht nachrecherchieren – aber der Heimat- und Verkehrsverein von Nackenheim hat vor 50 Jahren ein Büchlein zur „Nackenheimer Revolution“ gemacht, das wir hoffentlich demnächst erhalten werden.

Doch zurück zum Missale. Auch im neu eingefügten Block der Präfationen kam es später noch zu Eingriffen: Zwischen die Seiten aus dem späten 18. Jh wurde eine undatierte, aber wohl aus dem 19. Jh. stammende Fassung der Präfationen für die Wochentage der Himmelfahrtsoktav eingeklebt, dazu dann nocheinmal fast hundert Jahre später eine in der Melodie vereinfachte Fassung der Präfation zum Fest der Erscheinung des Herrn. Sie ist ebenfalls undatiert, wurde aber in einem Umdruckverfahren der 50er Jahre des 20. Jh. produziert. (Alles zusammen auf Bild 503) Bereits zuvor waren die Seiten aus dem 18. Jahrhundert durch einen weiteren Einschub mit 8 Seiten mit den Präfationen zu den Messen des hl. Joseph (Bild 505) und für Totenmessen ergänzt worden, datiert in Rom April 1919 und Regensburg August 1919. Im allgemeinen steht Ergänzung vor Ersetzung. So finden sich zum Beispiel die alte und die neue Notation für das Anstimmen des Gloria (501) ebenso nebeneinander wie verschiedene Fassungen des Pater noster (507).

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Quatembertage im Herbst

Mittwoch, Freitag und Samstag dieser Woche sind die Quatembertage des Herbstes. Der Name „Quatember“ wird am überzeugendsten auf das lateinische „quattor temporum“ zurückgeführt, denn viermal im Jahr hält die Kirche für den größeren Teil einer Woche inne, unterbricht quasi den Ablauf des Kirchenjahres, und macht das Jahr selbst in seiner naturgegebenen Folge der Jahreszeiten zum Gegenstand der Betrachtung und des Dankes an den, der uns Jahr und Zeit geschenkt hat. Dabei verbindet sich die herbstliche Quatember seit alters her mit dem Erntedank - und seit alters her heißt hier: Weit in vorchristliche Zeiten zurückgreifend auf Brauch und Gebot des alten Testaments.

Mittwoch und Freitag waren schon die Fasttage, deren Einhaltung sich der Pharisäer im Lukasevangelium (18,12) rühmt; das Fasten an diesen Tagen wurde von den frühen Christen lange beibehalten, der Samstag kam später als Vigil vor der Auferstehungsfeier dazu. Eine Markierung der vier Jahreszeiten läßt sich demgegenüber nicht auf das alte Testament zurückführen – dort kennt man lange nur zwei Jahreszeiten, und die vier großen Fasttage des Jahres haben keinen kalendarischen oder kosmologischen Anlaß, sondern beziehen sich auf besondere Ereignisse der Geschichte des Volkes Israel. Das Laubhüttenfest, das in diesem Jahr am kommenden Sonntag beginnt, ist zwar ursprünglich eine Erntedankfest, wird aber primär mit der Erinnerung an den Zug durch die Wüste verbunden – es kennt keine Fasttage. So sind die Quatembertage in ihrer Vierzahl wohl eine genuin christliche Entwicklung auf der Grundlage der Kultur des westlichen Mittelmeerraumes.

Dennoch greift die Liturgie der Quatembertage des Herbstes, wie sie bis ins Missale von 1962 erhalten geblieben ist, bis weit in die frühesten Zeiten zurück. Ganz im Stil der alttestamentlichen Tradition wird in der Herbstquatember in fünf alttestamentarischen Lesungen an drei Tagen die Geschichte des Bundes Gottes mit seinem auserwählten Volk in der Erinnerung an die vom Schöpfer gewährten Wohltaten aus der Natur nachgezeichnet. So können wir in der überlieferten Liturgie der Kirche auch heute noch an diesen drei Tagen den Nachhall der Festwochen um das Versöhnungs- und das Laubhüttenfest Israels hören.
„Abgeschafft“ worden sind die Quatembertage nie; ihre Feier wurde - was vielerorts wohl auf das Gleiche hinausläuft - der Fürsorge der nationalen Bischofskonferenzen anvertraut. Allerdings war Bedeutung und Einhaltung der Quatembern schon vor dem Zeitalter der liturgischen Revolutionen stark zurückggegangen - die Industriegesellschaft hatte für dieses Erbe aus agrarischen Zeiten zunächst keinen Sinn, und dieses Unverständnis schlägt sich auch noch in der aktuellen Kurznotiz des Lexikons des Liturgischen Instituts nieder.

Der seit Jahrzehnten zunehmende Naturkult hat in der Kirche zwar die merkwürdigsten Wucherungen hervorgebracht - zu einer Wiederentdeckung der Quatembertage und der in ihnen ausgedrückten Verklammerung von Heilsgeschichte und Naturabläufen hat er nicht geführt. „Das heilsgeschichtlich orientierte Jahr der Kirche kennt kein Ernte-Dankfest“ schreibt Rupert Berger (wenn man Wikipedia hier trauen kann) im aktuellen Lexikon für Theologie und Kirche. Des ungeachtet werden Erntefest und Herbstquatember insbesondere im Süden Deutschlands, der seine agrarische Vergangenheit noch nicht ganz vergessen hat, auch heute noch in verschiedenen Gemeinden begangen. Generell sind sie jedoch so gut wie vergessen.

Das Opfer des Lebens

Eigene AufnahmeBei der letzten Feier von Einkleidung und Tonsur im Berliner Institut St. Philipp Neri hatte Propst Dr. Goesche alle Mühe, ein paar von den kurzen Haaren auf dem Kopf des Neuen zu erwischen. Das Ergebnis blieb denn auch eher bescheiden.

Das kann man von den Photos von den Neuaufnahmen bei den Benediktinerinnen Mariens, die am 10. September zusammen mit der Weihe von Kirche und Äbtissin im amerikanischen Gover stattfanden, nun wirklich nicht sagen. Der Photograph konnte  Bilder von geradezu archaischer Wucht aufnehmen, als der damit beauftragte Abt die vier neu eingekleideten jungen Frauen von der Pracht und der Last ihrer Haare befreite. Dem Bischof, der zuvor die Kirche geweiht und die Äbtissin eingesegnet hatte, kam bei dieser Zeremonie nur eine Nebenrolle zu.

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https://tracydunne.smugmug.com/Benedictines-of-Mary/Investitures/i-xbgM23S/A

Schon vor dem Gang im weißen Hochzeitskleid zum Abtsstuhl hätten die Novizinnen Tränen in den Augen gehabt, berichtete ein Beobachter. Nachher, vermuten wir mit Blick auf die gewaltige Schere und den abgetrennten Schopf, bestimmt. Natürlich war die Symbolik in Berlin und Gover, Missouri, die gleiche.  Aber wo es hier zumindest im Photo eher beim Symbol blieb, herrschte beim anderen handgreifliche und man möchte fast sagen brutale Realität: Da wird ein Opfer gebracht, das bestimmt ist, das Opfer des Lebens zu sein. Und nein, keine von den Vieren sah nachher unglücklich aus - ganz im Gegenteil.

Unser katholischer Glaube in seiner Einheit von Symbol und Realität, Natur und Übernatur und dem Geheimnis der Inkarnation hat viel mit Bildern zu tun, ist ohne Bilder nicht denk- und nicht lebbar. Er muß überall da verkümmern, wo geist-, herz- und letztlich wohl auch gottlose Bilderstürmer das Regiment an sich reißen, im calvinistischen Genf ebenso wie im nachkonziliaren Deutschland.

Den Benediktinerinnen von Gover ist das offenbar überaus bewußt, wenn sie die Zeremonien ihrer beiden großen Tage in stundenlangen Videos zur Veröffentlichung  festhalten ließen und darüberhinaus einen oder mehrere Photographen beauftragten, entscheidende Momente und Eindrücke aus geradezu indiskreter Nähe festzuhalten.

Auf Youtube gibt es das siebenstündige Video von der Weihe der Kirche und der Einsegnung der Äbtissin Cecilia sowie den Professen - die nur knapp vier Stunden gedauert haben.

Photos von Tracy Dunne in hoher technischer und photographischer Qualität sind in zwölf thematischen Alben auf SmugMug eingestellt. Und selbstverständlich trägt die Äbtissin als Zeichen ihres Amtes und der Fürsorge für ihre Schwestern und Töchter auch den Hirtinnenstab.

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  • Stationskirchen

    Die römischen Stationskirchen

    Kupferstich von Giusepppe Lauro aus dem Jahr 1599

    In der Fastenzeit 2013 haben wir zu jedem Tag die entsprechende Stationskirche kurz vorgestellt. Damit sind zwar alle gegenwärtigen Stationskirchen erfasst, aber nicht alle Tage mit einer Statio, von denen es auch etliche außerhalb der Fastenzeit gibt.

    Bei der Vorstellung der Stationskirchen orientierten wir uns im wesentlichen an „Die Stationskirchen des Missale Romanum“ von Johann Peter Kirch, Freiburg 1926. Zu Ergänzungen haben wir Hartmann Grisar „Das Missale im Licht römischer Stadtgeschichte“, Freiburg 1925, und Anton de Waals „Roma Sacra - Die ewige Stadt“ von 1905 in der Überarbeitung Johann Peter Kirchs von 1925 (Regensburg 1933) herangezogen. Daneben haben wir auch auf Informationen aus Internetquellen zurückgegriffen. Die Illustrationen stammen, soweit nicht anders angegeben, von eigenen Aufnahmen.

    Wie der gegenwertige Nachfolger de Waals und Kirchs als Direktor des römischen Instituts der Görres-Gesellschaft, Prof. Msgr. Stefan Heid, uns mitteilte ist diese älter Literatur insbesondere in Sachen der Datierungen vielfach überholt. Nach seinen Untersuchungen geht die Institution der Stationes nicht wesentlich vor die Zeit Gregors d. Großen zurück. Was natürlich nicht bedeutet, daß die Stationskirchen bzw. deren Vorgängerbauten nicht wesentlich älter sein können.

Zusätzliche Informationen