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Der Ritus von Lyon

Bis ins 19. Jahrhundert koexistierten in der Kirche Europas zahlreiche unterschiedliche Lokalriten. Die meisten gaben keinen Grund zu Bedenken hinsichtlich der Reinheit der Lehre, da sie für den Hauptteil der Messe den römischen Kanon ganz ohne oder nur mit geringfügigen Änderungen verwandten. The Rad Trad hat jetzt den Ritus des alten Patriarchensitzes von Lyon vorgestellt, eine der reichsten Liturgien nach der Papstmesse am päpstlichen Hof. Zur Vollform des Pontifikalamts traten in Lyon neben dem Erzbischof sechs Konzelebranten an den Altar,  dazu sieben Diakone mit hochgefalteter Casel, sieben Subdiakone, zwei Assistenzpriester im Chormantel und sieben Akolythen - ein überaus eindrucksvolles Bild.

Der Rad Trad beschreibt die Vorgaben der Rubriken, die Struktur des Ordo und teilt einige Besonderheiten der in Lyon verwandten Präfationen mit. Besonderes Augenmerk richtet er auf Anzeichen für den dem Ritus vorgeworfenen Jansenismus - er findet keine. In seinen einfacheren Formen wird der Ritus Lugdunensis heute noch gelegentlich von der Lyoner Niederlassung der Petrusbruderschaft zelebriert. Das Missale Sanctae Lugdunensis Ecclesiae von 1844, auf das der Rad Trad seine Beschreibung stützt, ist hier über Google Books abrufbar.

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