Die Liturgie der Heiligen Woche vor den Reformen der 50er Jahre
30. März 2026
Bei der Missa praesanctificatorum vor 1950
Zu Beginn der Heiligen Woche wollen wir zunächst einige Artikel aus den Tiefen unseres Archivs zurückholen, die in vergangenen Jahren zur Vorbereitung auf den Karfreitag und den Ostersonntag erschienen sind. Für die speziell Liturgieinteressierten an erster Stelle zu nennen ist dabei die ausführliche kritische Darstellung der Reform der 50er-Jahre, die der ungarische Kirchenmusiker und Liturgiehistoriker László Dobszay 2003 verfaßt hat und deren auf die Reform der Karwoche bezüglichen Kapitel wir hier bereits 2009 übersetzt haben:
László Dobszay, The Bugnini-Liturgy and the Reform of the Reform
Eine Betrachtung der zum Teil durchaus seriösen Motive dieser Reform haben wir vor zwei Jahren veröffentlicht.
Wetere ältere Beiträge zur Heiligen Woche sind hier aufgelistet.
Über die Planeta plicata als Detail der Paramente der vor-reformatorischen Karwoche haben wir hier ebenfalls einen kurzen Bericht veröffentlicht.
In den weiteren Zusammenhang des Themas der Heiligen Woche gehört auch die Vorstellung der Stationskirchen der Fastenzeit, die wir im Jahr 2013 veröffentlicht haben.
Außerdem sei daran erinnert, daß die Liturgie der Zeit vor den Veränderungen der 50er Jahre auch gegenwärtig (?) in einigen Kirchen des Instituts Christus König und Hoher Priester sowie anderer Gemeinschaften gefeiert wird – mit einer noch zu Zeiten von Papst Benedikt eingeholten Erlaubnis der Gottesdienstkongregation. Peter Keasniewski hat 2021 einen ausführlicher Bericht über seine Teilnahme an einer solchen Zelebration veröffentlicht.
Abschließend verweisen wir auf eine Serie von Gregory Dipippo von 2009 auf NewLiturgicalMovement, in der er teilweise noch tiefer in die Einzelheiten der alten Form eindringt als einige Jahre vor ihm László Dobszay und zusätzlich das Stundengebet berücksichtigt.
Im Übrigen fassen wir den guten Vorsatz, uns zumindest in dieser Woche nicht durch kirchenpolitische Skandale von dem ablenken zu lassen, worum es eigentlich geht.
*