Alles hängt an den Sakramenten
06. Mai 2026
Zu Beginn der Weihezeremonie
Sie in der Kirche gültig und in der rechten Ordnung zu erhalten und gleichzeitig den Gläubigen die zu ihrem Empfang erforderliche Disposition zu vermitteln – das ist neben allen Fragen des würdigen Ritus das Hauptanliegen der Tradition. Beides ist derzeit extrem gefährdet, wie nicht nur im Zusammenhang mit der Eucharistie, sondern auch hinsichtlich des Sakraments der Ehe, der Beichte und der „letzten Ölung“ zu beobachten ist. Letztere sind in weiten Bereichen der Novus Ordo-Kirche vom Aussterben bedroht - selbst das Basis-Sakrament der Taufe wird immer wieder ungültig und unwirksam simuliert, wenn die vorgeblichen Spender mit kreativ entwickelten Formeln Inhalt und Aussage entstellen.
Deshalb ist es immer wieder eine besondere Freude, davon zu hören, daß Sakramente auch unter erschwerten Bedingungen in der würdigen und korrekten Form gespendet und von hinreichend vorbereiteten – wie wir nicht ohne Grund unterstellen – Kandidaten empfangen werden. Am vergangenen Samstag (2. 5.) konnte die Petrusbruderschaft 20 Seminaristen, die am Tag zuvor formell in die Bruderschaft aufgenommen worden waren, zu Diakonen weihen lassen: 12 in Ottobeuren durch Erzbischof em. Haas von Liechtenstein, 8 im Seminar unserer Lieben Frau von Guadalupe in Denton und dazu noch einen für den pazifischen Distrikt der Bruderschaft auf den Philippinen durch Weihbischof Schneider. Bilder von den Weihen in Ottobeuren hat die (französische) Website des Seminars in Wigratzbad, Bilder aus Denton ohne Nennung des Namens des weihenden Bischofs zeigt die Seite des Seminars ULF von Guadalupe und ein Bild von der Weihe auf den Philippinen mit Bischof Schneider haben wir auf Facebook gesehen.
Der Umstand, daß der Name des weihenden Bischofs von Denton auch eine halbe Woche nach dem Termin nirgendwo im Internet auffindbar ist, verweist darauf, daß die Spendung der Sakramente in der überlieferten und über alle Gültigkeitszweifel erhabenen Form unter dem aktuellen Kirchenregiment als höchst problematisch gilt. Von daher ist es besonder beachtenswert, daß ebenfalls am Samstag, den 2. Mai in der Warschauer Camaldulenser-Kirche 50 junge und nicht mehr ganz so junge Gläubige das Sakrament der Firmung in der überlieferten Form empfangen konnten – gespendet von keinem geringeren als dem apostolischen Nuntius in Polen, Erzbischof Antonio Guido Filipazzi. (Quelle). Ob das auf persönliche Initiative oder in Abstimmung mit Rom und entsprechender kirchenpolitischer Zielsetzung geschah, ist bislang unbekannt; spielt aber letztlich auch nur eine sekundäre Rolle.
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