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Der synodalische Krebs zerfrißt die Kirche – Papst und Bischöfe schauen zu.

13. Mai 2026

6 - Kirchenkrise

Bischof Schneider im Gespräch mit Diane Montagna

Weihbischof Schneider im Interview

Im aktuellen Interview mit Diane Montagne äußert sich Bischof Athanasius Schneider in bisher so von ihm noch nicht gehörter Schärfe zur Tätigkeit der von Franziskus eingesetzten und von Leo bestätigten „Studiengruppe 9“ der Synodensynode. Mit dem Bericht dieer Gruppe und ihrem Aufruf zu einem Paradigmenwechsel der Kirche in ihrer Bewertung ausgelebter Homosexualität sieht Bischof Schneider eine Grenze überschritten, die nicht überschritten werden darf, will die Kirche nicht in Häresie versinken. Der Vorfall bestätigt für ihn die These der SSPX vom innerkirchlichen Notstand und verlang gebieterisch ein korrigierendes Eingreifen von Papst und Kardinalskollegium.

Diane Montagna: Exzellenz, wie war Ihre erste Reaktion auf den Abschlussbe­richt der Studiengruppe Nr. 9 – und auf die Enthüllung, daß eines der beiden darin enthaltenen Zeugnisse von jenem Mann verfasst wurde, der in der *New York Times* abgebildet war, wie er einen Tag nach der Veröffentlichung von *Fiducia Supplicans* gemeinsam mit seinem gleichgeschlechtlichen Partner von P. James Martin SJ gesegnet wurde?

Weihbischof Athanasius Schneider: Mit der Veröffentlichung des Abschlussberichts der Studiengruppe Nr. 9 ist das Sekretariat der Bischofssynode dazu herabgesunken, die Propaganda einer globalen Sexualideologie zu verbreiten, die in Politik und Medien welt­weit aggressiv vorangetrieben wird. Pater James Martin ist lediglich ein klerikaler Handlanger dieser antichristlichen und gotteslästerlichen Ideologie. Die Verfechter die­ser Ideologie streben die moralische und lehramtliche Billigung homosexueller Hand­lungen und Lebensweisen durch die Kirche an – also eines Verhaltens, das im Wider­spruch zu Gottes Schöpfung und der natürlichen Ordnung steht. Das Sekretariat der Synode – ein Organ des Heiligen Stuhls – kollaboriert somit gemeinsam mit seinen Lobbyisten in einer wahren Revolte gegen Gottes Schöpfungswerk, gegen die schöne und weise Ordnung der beiden Geschlechter, Mann und Frau.

D.M.: Der Abschlussbericht zielt eindeutig darauf ab, die Homosexualität im Leben der Kirche zu normalisieren. Dieser Prozess wurde 2014 mit dem Zwischenbericht der er­sten Familiensynode unter Papst Franziskus in Gang gesetzt, in dem argumentiert wur­de, daß „Homosexuelle Gaben und Qualitäten haben, die sie der christlichen Gemein­schaft anbieten können“. Der Text wurde von den Synodenvätern mehrheitlich abge­lehnt, doch die Bemühungen halten an (…)

+A.S.: Der Abschlussbericht offenbart, daß die Legitimierung der Homosexualität (d. h. homosexueller Handlungen, Lebensweisen und homoerotischer Beziehungen) bereits auf der klerikalen Agenda der ersten Familiensynode unter Papst Franziskus stand. Die­se Agenda erreichte ihren Höhepunkt mit der Promulgierung von Fiducia Supplicans durch das Dikasterium für die Glaubenslehre unter seinem derzeitigen Präfekten.

Fiducia Supplicans ist ein Hohn auf den gesunden Menschenverstand. Das Dokument spricht von der Möglichkeit, homosexuelle Paare zu segnen – und zwar nicht offiziell und liturgisch, sondern spontan. Dem Dokument zufolge ist das Objekt der Segnung das homosexuelle Paar, nicht jedoch dessen Beziehung. Doch das „Paar-Sein“ leitet sich gerade aus der Beziehung selbst ab. Fiducia Supplicans hält somit die ganze Welt zum Narren.

Der Abschlussbericht der Studiengruppe Nr. 9 geht sogar noch weiter, indem er eine mög­liche lehrmäßige Rechtfertigung für homosexuelle Handlungen und homo­erotische Beziehungen vorschlägt. Dies geschieht, indem er indirekt die bleibende Gültigkeit des Zeugnisses der göttlichen Offenbarung bezüglich der Homosexualität in der Heiligen Schrift in Frage stellt und eine Art „Exegese des Zweifels“ hinsichtlich der einschlägigen biblischen Stellen vorantreibt. Tatsächlich heißt es in dem Bericht: „Es ist notwendig, über eine bloße Wiederholung der gegenwärtigen Darstellung hinauszugehen und die aus diversen exegetischen Lesarten gewonnenen Erkenntnisse zu berücksichtigen“ (2.4). Eine solche Exegese usurpiert faktisch den Platz Gottes und maßt sich an, zu verkünden, was gut und was böse ist. Genau dies tat die Schlange im Garten Eden.

D.M.: Beide in dem Bericht hervorgehobenen Zeugnisse wurden von offen homo­sexu­ellen Männern verfasst, die in „gleichgeschlechtlichen Ehen“ leben und die Lehre der Kirche bezüglich Ehe und Sexualität nicht bejahen. Dennoch fehlte jegliches Zeugnis einer Person mit gleichgeschlechtlicher Neigung, die bestrebt ist, im Einklang mit dem katholischen Glauben zu leben, sich im Apostolat „Courage“ engagiert usw. Was sagt dies über die „Experten“ aus, aus denen sich die Studiengruppe Nr. 9 zusammensetzte?

+A.S.: Diese Tatsache spricht für sich selbst. Sie belegt eindeutig, daß ein Organ des Hei­ligen Stuhls – das Sekretariat der Bischofssynode – Partei für eine ideologische, neo­gnostische Gruppe innerhalb der Kirche ergreift: eine Minderheit, die der beständigen Lehre der Kirche sowie dem sensus fidelium ausdrücklich widerspricht. Es ist offenkun­dig das Ziel, einen Prozess anzustoßen, der auf eine Neuinterpretation und letztlich auf die Aufhebung der Gültigkeit der göttlichen Offenbarung – und hierbei insbesondere der Gültigkeit des sechsten Gebotes – abzielt. (...)

Obwohl es sich formal nur um ein Dokument einer Studiengruppe handelt und keine lehramtliche Autorität besitzt, wird es dennoch vom Vatikan über ein Organ des Heili­gen Stuhls veröffentlicht. Dadurch vermittelt ein solches Dokument der ganzen Welt und den meisten Katholiken – denen die theologische Unterscheidung hinsichtlich der Autorität kirchlicher Dokumente nicht bekannt ist – den Eindruck, daß die katholische Kirche und sogar der Vatikan sich nun der Möglichkeit öffnen, homo­sexuel­le Hand­lun­gen und Lebensweisen zu legitimieren und zu normalisieren. Dies ist eine klare Taktik, um die Gläubigen schrittweise daran zu gewöhnen, homosexuelle Handlungen als nor­mal anzusehen oder sie zumindest im Einzelfall zu tolerieren, vor allem durch das so­phistische Argument, daß ein homosexuelles Paar andere gute moralische oder intel­lektuelle­ Eigenschaften besitzen könne. Auf diese Weise wird die Tür für einen totalen moralischen Relativismus geöffnet.

D.M.: Überschreitet dieser Abschlussbericht damit eine „rote Linie“? Und da das Syno­densekretariat den Bericht nun veröffentlicht hat, welche Maßnahmen sollte Papst Leo XIV. Ihrer Meinung nach ergreifen?

+A.S.: Dieser Abschlussbericht hat unmissverständlich die Grenze von der Orthodoxie zur Häresie überschritten. Der Bericht bedient sich der verführerischen Phrase vom „Paradigmenwechsel“, um – mittels leerer Rhetorik – Gottes Offenbarung über die binäre Natur der Geschlechter sowie Sein klares Verbot jeglicher sexueller Handlungen außerhalb einer gültigen Ehe zwischen Mann und Frau zu untergraben. Die vornehmste Pflicht Papst Leos XIV. besteht darin, die Kirche und die Seelen der Gläubigen vor dieser dreisten gnostischen Lehre zu schützen, die darauf abzielt, Unzucht und widernatürliche Laster zu rechtfertigen. Die Stimme Christi – die die Gemeinde in Pergamon dafür ta­del­te, die sexuelle Häresie der Nikolaiten zu dulden (vgl. Offb 2,14–15), und der Ge­mein­de in Thyatira vorwarf, der Isebel – die „sich selbst Prophetin nannte“ – zu gestat­ten, sexuelle Unmoral in der Kirche zu verbreiten (Offb 2,20–21) –, richtet sich heute auch an Papst Leo XIV.

D.M.: Wir berichten nun schon seit Jahren über diese Themen – angefangen bei der Fa­mi­liensynode, über die Jugendsynode bis hin zur aktuell weiterlaufenden Synode zur Synodalität. Und doch scheinen sich Kardinäle und Bischöfe – vielleicht abgesehen von der Gegenreaktion nach Fiducia Supplicans – immer wieder und mit nur seltenen Aus­nah­men für das Schweigen und die Untätigkeit zu entscheiden. Ist die Tatsache, daß wir an diesem Punkt angelangt sind, nicht auch das Ergebnis eines Versagens der Hierarchie, jener Revolution Einhalt zu gebieten, die unter dem vorangegangenen Pontifikat an Fahrt aufgenommen hat? Und auf welche Weise können die Kardinäle Ihrer Meinung nach den Heiligen Vater in dieser Hinsicht nun am effektivsten unterstützen?

+A.S.: Die wesentliche Sendung des heiligen Amtes eines Kardinals und Bischofs besteht darin, dem feierlichen Auftrag Christi zu gehorchen, der ihnen – in der Person der Apostel – gebot, alles zu lehren, was Er gelehrt hat. Und Jesus Christus, der mensch­ge­wordene Gott, die Wahrheit selbst, verurteilte aufs Schärfste jede Form der Verfälschung der Gebote Gottes sowie jeglichen Kompromiss mit der Sünde. Mit unerhörter Dreisti­keit ersetzt der Abschlussbericht die Gebote Gottes – in diesem Fall das göttliche Gebot gegen sexuelle Handlungen außerhalb der Ehe – durch menschliche Überlegungen, die de facto der Akzeptanz homosexueller Handlungen und Lebensweisen Tür und Tor öffnen.

Die homosexuelle Häresie infiziert zunehmend den Leib der Kirche; und wenn der Papst – und mit ihm die Kardinäle und Bischöfe – nicht aufwachen und als verantwortungs­bewusste geistliche Ärzte und Hirten die Menschen klar und mutig vor einer solchen geistlichen Ansteckung warnen und schützen, werden sie sich durch ihr Nichtstun und ihr Schweigen schuldig machen. Es ist durchaus denkbar, daß künftige Generationen, wenn sie auf unsere Epoche zurückblicken, auf diese jene Worte aus der Zeit der aria­nischen Häresie anwenden werden: „Die ganze Welt seufzte und wunderte sich darüber, wie sie das sechste Gebot Gottes abgeschafft hatte.“

D.M.: Wie Sie oben anmerken, schlägt der Bericht einen „Paradigmenwechsel“ in der Art und Weise vor, wie die Kirche ihre schwierigsten lehramtlichen, pastoralen und moralischen Fragen angeht; und er beschreibt diesen Wandel als Teil eines „vom Zweiten Vatikanischen Konzil angestoßenen Prozesses, der jene Modelle in Frage stellt, die das kirchlichen Leben der vergangenen Jahrhunderte dominierten.“ Wir hören oft, daß Klerus und Gläubige, die der traditionellen lateinischen Messe verbunden sind, das „Zweite Vatikanische Konzil annehmen“ müssten. Doch wie kann man dies von ihnen erwarten, wenn gerade jene, die als Experten für das Konzil ausgewählt wurden, uns sagen, daß genau dies das Ergebnis sei, wohin es führe?

+A.S.: Der Schlussbericht, verfasst in typisch sophistischer und gnostischer Manier, stellt die unveränderlichen, heiligen und weisesten Wahrheiten der göttlichen Offenba­rung lediglich als „theoretische Modelle“ dar (vgl. 2.3). In ihrem Bericht wird die klare, un­fehl­bare und zweitausend Jahre alte Lehre der Kirche über die göttlich angeordnete und göttlich gewollte Ordnung der menschlichen Sexualität somit zu einem zeitgebun­denen „Modell“ herabgewürdigt. Dies nimmt dem gesamten natürliche Sittengesetz – das Gott dem menschlichen Herzen eingeschrieben hat – sowie Seinen in der Heiligen Schrift und der Heiligen Tradition offenbarten Wahrheiten – ihre verbindliche Kraft.

Die Verfasser des Schlussberichts sind jene, die – in den Worten des Apostels Judas – die Gnade Gottes als Freibrief für die Ausübung der Unzucht missbrauchen (vgl. Jud 4). Sie sind die „Quellen ohne Wasser und vom Sturm getriebenen Nebel“, von denen der hei­li­ge Petrus spricht; jene, die „mit großspuriger und nichtssagenden Reden prahlen“ und „mit zügellosen Begierden des Fleisches jene verführen, die sich gerade erst von den­je­nigen losgesagt haben, welche im Irrtum leben. Sie versprechen ihnen die Freiheit, sind aber selbst Sklaven der Verderbnis“ (2 Petr 2,17–19). Sollte der Heilige Stuhl diesen Schlussbericht Nr. 9 nicht unmissverständlich verurteilen, werden alle verbleibenden, wahrhaft katholischen Geistlichen und Gläubigen das Vertrauen in jene

D.M.: Die SSPX hat ihren Plan angekündigt, am 1. Juli neue Bischöfe zu weihen. Wie kann es überhaupt Hoffnung auf Versöhnung oder Einheit geben, wenn diese Art von Angriffen auf den katholischen Glauben – die aus den offiziellen Strukturen des Vati­kans selbst hervorgehen – andauern?

+A.S.: Der skandalöse und, in Wahrheit, blasphemische Inhalt des Schlussberichts Nr. 9 bezüglich des Themas Sexualität – im Widerspruch zum ewig gültigen Inhalt der gött­lichen Offenbarung in Schrift und Tradition – ist ein weiterer Beweis – neben vielen anderen alarmierenden Dokumenten und Handlungen, die vom Heiligen Stuhl aus­ge­hen oder von ihm geduldet werden –, daß die gegenwärtige Situation der Kirche nur als ein wahrer Notstand beschrieben werden kann; ein Umstand, den die SSPX zu Recht feststellt. Man müsste blind sein, um dies nicht zu sehen. Wer heute in der Kirche diesen wahren Notstand noch leugnet, ist entweder geistlich verblendet, hält den nackten Kaiser für anständig gekleidet (wie in Andersens Märchen „Des Kaisers neue Kleider“) oder verhält sich wie jener Diener, der angesichts des brennenden Schlosses ausrief: „Alles geht bestens, Madame la Marquise!“ (*Tout va très bien, Madame la Marquise!*)

D.M.: Die SSPX, die deutschen Bischöfe, die Synode über die Synodalität … Papst Leo XIV. hat in den kommenden Monaten und im kommenden Jahr eine Fülle sehr ernster Angelegenheiten zu bewältigen. Was würden Sie ihm nun am Beginn des zweiten Jahres seines Pontifikats sagen?

+A.S.: Als sein Bruder im Bischofsamt könnte ich ihm keine besseren und treffenderen Worte anbieten als jene, die unser Herr zu Petrus, dem ersten Papst, sprach: „Stärke deine Brüder im Glauben!“ (Lukas 22,32). Was bedeutet „im Glauben stärken“ konkret? Es bedeutet offensichtlich, Klarheit in die Verwirrung des Glaubens zu bringen, Klarheit in die Zweideutigkeit des Glaubens und Klarheit angesichts der Untergrabung des Glau­bens. Der Papst sollte erkennen, daß die Kirche – ähnlich wie im zweiten Jahrhundert zur Zeit des heiligen Irenäus – von einem Gnostizismus infiziert ist, der, gleich einem Fuchs, auf hinterlistige Weise die Gültigkeit und Konkretheit der göttlichen Offenba­rung und der Gebote Gottes leugnet. Aus diesem Grund richtete der heilige Irenäus die folgende Warnung an die Päpste, Bischöfe und Gläubigen seiner Zeit – eine Stelle, die es wert ist, vollständig zitiert zu werden:

Es begint ein Zitat

„Dies also ist ihr System: weder von den Propheten angekündigt, noch vom Herrn gelehrt, noch von den Aposteln überliefert – ein System jedoch, dessen vollkommene Kenntnis sie, mehr als alle anderen, für sich in Anspruch neh­men. Sie beziehen ihre Ansichten aus anderen Quellen als der Heiligen Schrift; und – um ein gängiges Sprichwort zu bemühen – sie mühen sich ab, Stricke aus Sand zu flechten, indem sie versuchen, die Gleichnisse des Herrn, die Aussprüche der Propheten und die Worte der Apostel mit einem An­schein von Wahrscheinlichkeit ihren eigenen, eigenwilligen Behauptungen anzupassen, damit ihr Gedankengebäude nicht gänzlich ohne Stütze erschei­ne. Dabei jedoch missachten sie die Ordnung und den Zusammenhang der Heiligen Schrift und zerstückeln und zerstören – soweit es in ihrer Macht steht – die Wahrheit.

Indem sie Textstellen versetzen, neu zurechtmachen und das eine in etwas anderes verkehren, gelingt es ihnen durch ihre arglistige Kunst, viele zu täu­schen, indem sie die göttlichen Offenbarungen ihren eigenen Meinungen dienstbar machen. Ihr Vorgehen gleicht dem eines Mannes, der – nachdem ein geschickter Künstler ein wunderschönes Bildnis eines Königs aus kos­tbaren Edelsteinen geschaffen hat – dieses Abbild des Menschen nun voll­ständig in seine Einzelteile zerlegt, die Edelsteine ​​neu anordnet und so zu­sam­menfügt, daß daraus die Gestalt eines Hundes oder eines Fuchses ent­steht – und selbst dies nur schlecht ausgeführt. Sodann würde er behaupten und erklären, dies sei jenes wunderschöne Bildnis des Königs, das der ge­schick­te Künstler geschaffen habe; dabei verweist er auf die Edelsteine, die vom ersten Künstler bewundernswert zusammengefügt worden waren, um das Bild des Königs zu formen, nun aber vom zweiten Künstler mit unglück­licher Wirkung in die Gestalt eines Hundes übertragen wurden. Indem er so die Edelsteine ​​zur Schau stellt, täuscht er die Unwissenden – die keine Vor­stellung davon haben, wie die Gestalt eines Königs beschaffen ist – und redet ihnen ein, jenes erbärmliche Abbild des Fuchses sei in Wahrheit das wunder­schöne Bildnis des Königs. Auf genau dieselbe Weise flicken diese Leute Alt­wei­berfabeln zusammen und versuchen dann, indem sie Worte, Ausdrücke und Gleichnisse – wo immer sie diese vorfinden – gewaltsam aus ihrem eigentlichen Zusammenhang reißen, die göttlichen Offenbarungen ihren haltlosen Erfindungen anzupassen.“ (Adversus haereses, I,8.1)

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Zum Abschluß des Interviews mit Diane Montagna, das Bischof Athanasius Schneider mit diesem Zitat des hl. Irenäus beendet,Hier noch einmal das Link zum Originalext des Interviews auf Montagnas Substack (in englischer Sprache).

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