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Auf der Suche nach einem festen Halt
in Zeiten revolutionärer Wirrungen

13. Oktober 2026

4 - Gemeinden und Gemeinschafteb

Das kolorierte Originalphot aus der Zeit um 1910 zeigt den Papst auf einem einfachen Thronsessel in Mozetta und Amtsstola

Pius X: fester Halt in unruhiger Zeit

Die Priesterbruderschaft St. Pius X. (SSPX) hat am Freitag auf ihrem offiziellen französisch-sprachigen Twitter-Account eine Liste von Diözesan- und Ordenspriestern aus der ganzen Welt veröffentlicht, die sich der Bruderschaft angeschlossen haben – unbeeindruckt von Sanktionen oder den vom Vatikan erklärten Exkommunikationen. Die Liste enthält Namen von Priestern die sich seit der Ankündigung der Bischofsweihen und vor allem auch danach in ein engeres Verhältnis zur Bruderschaft begeben haben. Dabei handelt es sich in der Regel (noch) nicht um reguläre Mitgliedschaft – das dauert auch bei der FSSP etwas länger. Die Piusbruderschaft bietet für solche Verhältnisse mehrere Formen, die vom Status des vielleicht gelegentlich in einem Meßzentrum zelebrierenden oder im Beichtstuhl aushelfenden „Priesterfreundes“ über Mitgliedschaft im „Dritten Orden“ der Gemeinschaft bis zu einer mehr oder weniger offiziellen Assoziation, die unter anderem mit regelmäßiger und öffentlicher Mitarbeit in der Seelsorge verbunden ist. Hier die Meldung in der Form, in der sie von LifeSiteNewsaufgenommen und weitergegeben wurde:

Es beginnt ein Zitat„Nach den Priesterweihen wenden sich weiterhin Diözesanpriester der Tradition zu“, schrieb der offizielle internationale Twitter-Account der SSPX in einem französischsprachigen Beitrag.

Der Social-Media-Account nannte zudem Priester aus aller Welt, die der SSPX beigetreten waren – sei es nach der Erklärung der Exkommunikation ihrer Bischöfe im Juli 2026 oder bereits zuvor –, und die trotz Sanktionen ihrer Diözesanbischöfe in der Bruderschaft verblieben.

Zunächst wurde der Fall von Pater David Mary Engo angeführt, dem die Diözese Knox­ville (Tennessee) am 2. Oktober „sämtliche Vollmachten, Erlaubnisse und Befugnisse“ entzogen hatte, da seine seelsorgliche Tätigkeit „mit der SSPX in Verbindung stand und diese unterstützte“.

„Wenige Tage zuvor war auch gegen Pater Philip Conklin, der 2024 in Minnesota geweiht worden war, ein kirchenrechtliches Verfahren eingeleitet worden, nachdem er seine Zugehörigkeit zur SSPX bestätigt hatte“, hieß es in dem Beitrag. Conklin wurde mit den Worten zitiert: „Ich bin ein Priester, der sein Gewissen schlichtweg nicht ignorieren konnte“; er fügte hinzu, er wolle ausschließlich die traditionellen Sakramente spenden und „zu 100 Prozent den Katholizismus verkünden“.

Pater David Fulton, der sich der SSPX „im vergangenen Jahr nach 21 Jahren im Diözesandienst und zweijähriger Ausbildung bei der Bruderschaft“ angeschlossen hatte, verbleibt ebenfalls bei der Gemeinschaft, wie aus dem Beitrag hervorging. „In Polen begann Pater Wojciech Kmak aus der Diözese Łowicz am 29. Juni seine Probezeit in Warschau. Er schließt sich damit mehreren Priestern aus dem Diözesanklerus oder aus Ordensgemeinschaften an, darunter die Patres Tomasz Kolendo, Marcin Leszczynowicz, Piotr Dzierżak, Piotr Świerczek und Michał Wierzejewski.“ In Brasilien wurde Pater Rodrigo de Oliveira Silva „im Februar von seiner Diözese suspendiert“; dennoch hat er sich „der SSPX angenähert“ und arbeitet daran, einen neuen Ort für die Feier der Heiligen Messe einzurichten. Unbeeindruckt von den ausgesprochenen Exkommunikationen verhängte sein Bischof im August „neue kirchenrechtliche Sanktionen gegen ihn“.

„In Irland setzt Pater Ailbe Michael O’Reilly seinen Dienst bei der Bruderschaft fort und hat die römischen Sanktionen öffentlich als ‚ungerecht‘ und ‚ungültig‘ bezeichnet.“

Der Beitrag erwähnte zudem Priester in anderen Ländern, die zwar nicht offiziell zur SSPX gehören, aber mit der Bruderschaft verbunden oder ihr freundschaftlich verbunden sind. In Italien gibt es weiterhin „mehrere Gruppen von ‚mit der Bruderschaft befreundeten Priestern‘, von denen die meisten Diözesanpriester sind“. „In Österreich kamen bei dem Priestertreffen im September 19 SSPX-Priester, vier assoziierte Priester und zwei befreundete Diözesanpriester zusammen“, hieß es in dem Beitrag. „Der Distrikt zählt fünf assoziierte Priester“, wurde ergänzt. Die Aufzählung ist nicht erschöpfend, verdeutlicht jedoch die feste Überzeugung einer beträchtlichen Anzahl von Diözesan- und Ordenspriestern hinsichtlich der Mission der SSPX.

Die Bruderschaft wies in ihrem Twitter-Beitrag auch darauf hin, daß die Priesterseminare der SSPX „auch bereits geweihte Priester willkommen heißen“, die „ihre doktrinelle, geistliche und liturgische Ausbildung bei der Bruderschaft vertiefen“ möchten.

„Während Rom ein Verfahren für Priester plant, die die SSPX verlassen wollen, nähern sich weltweit weiterhin viele Priester aus dem Diözesanklerus und aus Ordensgemeinschaften der Bruderschaft an oder schließen sich ihr an.“ Die SSPX lehnt eine kirchenrechtliche Regulierung durch den Vatikan ab, da sie darauf beharrt, die Pflicht zu haben, auf die offensichtlichen Widersprüche des Zweiten Vatikanischen Konzils zur beständigen Lehre der Kirche hinzuweisen – etwa auf die Aussagen, daß „die Menschen im Hinduismus das göttliche Geheimnis betrachten“ und daß „der Mensch ein Recht auf Religionsfreiheit hat“.

Der Kirchenrechtler Fr Gerald Murray hat darauf hingewiesen, dass das vatikanische Dokument, in dem die Exkommunikationen ausgesprochen wurden, keine Rechtswirkung hinsichtlich der Exkommunikation von SSPX-Priestern oder Laien, die deren Messen besuchen, entfaltet.Ende des Zitats

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