Summorum Pontificum.de

Korrektur: Keine Firmung im alten Ritus
in Paderborn

29. Januar 2026

1 - Liturgie

Die Zusammenstellung zweier Screenshots zeigt die ursprünglichen Überschriften der Artikel auf der Website des Bistums und von CNA, die von „überliefertem Ritus“ sprechen.

Screenshots der Meldungen

Wir müssen unsere freudige Meldung vom 27. Januar korrigieren: Die Firmung in der Pader­borner Busdorfkirche hat doch nicht wie ver­schiedentlich gemeldet im überlieferten Ritus stattge­fun­den, sondern nach dem Ritus des Novus Ordo – allerdings in dessen lateinischer Version. Nun ist die Spendung des Sakraments der Firmung an eine gut vorbereitete Gruppe junger Leute immer ein Grund zur Freude – aber der Umstand, daß diese Firmung nach der problematischen Reformliturgie durchgeführt wurde, mildert diese Freude doch erheblich. Die in unserem Artikel vom 27. ausgedrück­te Erwartung, daß sich eine Auflockerung der Verbote nach Traditionis Custodes abzeichne, hat sich jedenfalls nicht bestätigt.

Zur Sache selbst: Schon kurz nach Veröffentlichung unseres Beitrags meldeten sich erste skeptische Stimmen, die im – auf den Photos der Bistumsseite dokumentierten – roten Gewand des firmenden Bischofs einen Hinweis auf den Novus Ordo erblickten. Wir ha­ben dieses Detail zunächst nicht besonders hoch bewertet – nach 60 Jahren Reformchaos herrscht nicht nur im Reformlager, sondern auch unter Traditionalisten teilweise erhebli­che Unsicherheit hinsichtlich der Rubriken. Doch im Lauf des Tages verdichteten sich die Hinweise, und wir haben am 28. dann Anfragen an das Bistum und an CNA gerichtet, die auf ihren Webseiten die Verwendung der überlieferten Liturgie gemeldet hatten. Außerdem an den Trägerkreis der „alten Messe“ in Paderborn, der sich in seinem Be­richt in einer Weise geäußert hatte, die möglicherweise mißverstanden werden konnte. Trägerkreis und CNA haben inzwischen geantwortet – danach ist klar, daß die eigent­liche Firmungszeremonie von Weihbischof König nach den Büchern des Novus Ordo – jedoch in lateinischer Sprache – durchgeführt worden ist. Soweit wir sehen allerdings im Zusammenhang mit einer Meßfeier nach dem überlieferten Ritus.

Das ist immer noch in einem gewissen Umfang erfreulich, weil es darauf hindeutet, daß Bistum und die Anhänger der überlieferten Liturgie in Paderborn beide bemüht sind, in diesen schwierigen Zeiten einen modus vivendi zu finden. Sie führen auch eine eigen­stän­dige Firmvorbereitung durch – was die Möglichkeit eröffnet, einige der theologi­schen Probleme zu korrigieren, die mit dem neuen Ritus verbunden sind. Aber der von uns erhoffte Hinweis auf eine vergleichbare Auflockerung seitens Roms ist darin eben nicht zu erkennen. Der Ungeist von Franziskus regiert über das Grab hinaus, und solange Verderber von Glauben und Liturgie wie Arthur Roche und Victor Fernández von Papst Leo in ihren Ämtern belassen werden, wird sich daran wohl wenig ändern.

Zum dem dem modus vivendi von Paderborn zugrunde liegenden Kompromiß können wir uns nur sehr zurückhaltend äußern. Es liegt uns fern und käme uns auch in gar keine Weise zu, den Paderborner Anhängern der Tradition eine Konfrontation mit dem Ortsbi­schof anzuraten, der ja offensichtlich im Rahmen seiner Möglichkeiten um ein Entgegen­kommen bemüht ist. Und ebenso fern liegt es uns, den Ortsbischof in eine Konfrontation mit Rom treiben zu wollen – die er nach Lage der Dinge nur verlieren kann und die mög­li­cherweise zur Installation eines Nachfolgers führen würde, der die Situation der Tradi­ti­onstreuen verschlechtert. In der Zeit von Chaos und suspendierten Lehramt müssen wir uns zuweilen mit einem Leben in der Grauzone (ein weiteres Beispiel aus Deutschland hier) bescheiden. Ein Dauerzustand kann das freilich nicht sein, und der Papst und seine Berater bleiben dringlich aufgefordert, die in den vergangenen Jahrzehnten eingeschla­ge­nen Irrwege zu verlassen und wieder für katholische Klarheit zu sorgen.

Zumindest für unseren kleinen Bereich und hinsichtlich der Firmung von Paderborn hoffen wir, hiermit für etwas mehr Klarheit gesorgt zu haben. Die Website des Bistums Paderborn hat im Lauf des Vormittags zumindest die Überschrift Ihres Artikels der tat­sächlichen Situation angepasst. Bei CNA, hat inzwischen ebenfalls eine Korrektur vorgenommen.

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