Summorum Pontificum

Einen Moment, bitte ...

Der Kampf des Papstes gegen die „alte Messe“ —
ein Kampf gegen die Kirche.

22. Februar

Papst Franziskus auf der Abrißbirne legt die Kirche in Trümmer.
Unermüdlich im Einsatz – Abrißunternehmen Bergoglio

Der österreichische Priester und Publizist Joachim Heimerl hat die Motive untersucht, die Papst Franziskus zu seinem unermüdlichen Kampf gegen die überlieferte Liturgie treiben. Und das ist nicht nur eine Abneigung gegen alles Zeremoniell oder eine Allergie gegen Weihrauch. Unter Rückgriff auf die bereits 1968 von Kardinal Ottaviani an Paul VI. gerichtete Intervention gegen den Novus Ordo schreibt er:

„Franziskus geht es um die Ablehnung der kirchlichen Tradition insgesamt. Immerhin: Ein Papst, der Ehebruch und homosexuelle Beziehungen „segnen“ lässt, kann sich nicht mehr auf die Kirche Christi und die Lehre der Apostel berufen; dies auch nicht, wenn er demnächst „Diakoninnen“ einsetzen will. Sein Pontifikat bezeichnet einen historischen Bruch, der eben auch ein Bruch mit der „alten Messe“ ist. (...) Was Ottaviani als Häresie der neuen Messe anprangert, soll unter Franziskus nun im Glauben der Kirche endgültige Formen annehmen.


Fr. John Hunwicke:
Zum Appendix „Pro Aliquibus Locis“

21. Februar

Fr. Hunwicke auf der Kanzel bei der Predigt
Fr. John Hunwicke vom Ordinariat ULF von Walsingham

Fr. John Hunwicke hat sich in der letzten Zeit sehr intensiv mit sehr britischen Themen beschäftigt - Fragen des Verhältnisses zur anglikanischen Gemeinschaft und ihrer Tradition und inneren Entwicklung oder zur Lokalgeschichte seiner Heimat. Durchaus lesenswert – aber für Summorum Pontificum nicht unbedingt übersetzenswert. Von seinem zum Ende der ersten Fastenwoche in drei Teilen veröffentlichten Beitrag zum Appendix „Pro Aliquibus Locis“ des überlieferten Missales kann man das wirklich nicht sagen: Er ist im wahren Sinne weltumspannend. Wir haben die drei Teile in Einem übersetzt.

An einem der nächsten Tage werden wir auf diese vom Autor nur in einigen Strichen skizzierten Überlegungen noch einmal zurückkommen und versuchen, sie in die allgemeine Vorstellung von der „organischen Entwicklung“ der Liturgie einzuordnen.


Frühjahrstagung der Bischofskonferenz in Augsburg

19. Februar

Gruppenbild von 5 gut gelaunten deutschen Bischöfen um Georg Bätzing in Rom
Vier gut gelaunte deutsche Bischöfe in Rom. Und ein nachdenklicher.

Bis zum vergangenen Wochenende galten die Diskussion und Abstimmung über die künftige Stellung der Bischöfe zum vom „Synodalen Weg“ geforderten und von dessen Protagonisten inzwischen auch eingerichteten „Synodalen Ausschuss“ als Spitzenthema der kommenden Veranstaltung. Der Synodale Ausschuss wird in Rom nicht zu Unrecht als Vorstufe jenes auf dem Synweg mit Zustimmung der großen Mehrheit beschlossenen beschlossenen Synodalen Rates betrachtet, der in Zukunft einer Mehrheit von Laienfunktionären ermöglichen soll, die Leitung der Kirche auch gegen die Bischöfe – und gegen Rom – an sich zu ziehen.

Nachdem mehrere diskrete Versuche des Vatikans, die Bischöfe von diesem Weg abzubringen, nicht gefruchtet hatten, richtete Rom zum Wochenende ein Schreiben an die deutschen Bischöfe, das in ernsten Worten vor der mit dem „Synodalen Ausschuss“ heranziehenden Gefahr eines formellen Schismas warnte. Dieser Warnschuss wurde gehört – eine Abstimmung über den Komplex wurde „vorläufig“ von der Tagesordnung genommen.


Zum Samstag nach dem Aschermittwoch

17. Februar

Blick in die Kuppel der heutigen Stationskirche St. Agostino: Christus thront über dem Kreis seiner Apostel
Blick in die Kuppel der heutigen Stationskirche St. Agostino

Als Atempause in der Fastenzeit, wie das Pius Parsch in seinem 2. Band zum „Jahr des Herrn“ ausdrückt, liegt der heutige Samstag vielleicht noch etwas zu nahe am Beginn der Quadragesima vor drei Tagen. Eher erscheint dieser Samstag als ein Atemholen, bevor es dann wirklich ernst wird in der Woche nach dem ersten Fastensonntag und dann noch für fünf weitere Wochen. Und da Pius Parschs Überlegungen auch diesen Gedanken abdecken, seien sie hier trotz dieser kleinen Differenz in der Wortwahl in vollem Umfang wiedergegeben Sie geben allen, die bis jetzt noch gar nicht wirklich zum Atemholen gekommen sind, Gelegenheit, das nachzuholen.

Nur am Rande der Hinweis, wie strikt im Rahmen der Tradition der Kirche Pius Parsch - schließlich einer der Wegbereiter der „liturgischen Bewegung“ – hier vorgeht. Nicht hier liegt der Bruch, sondern erst bei der Liturgiereform Pauls VI. und dann vor allem in ihrer praktischen Umsetzung.


Rom verfügt Ende der überlieferten Messe in Austin

15. Februar

Blick in den Altarraum beim Levitenamt
Levitenamt in der Kathedrale von Austin

Am 11. Februar hatte Bischof Vásquez von Austin/Texas den seiner Fürsorge unterstellten Gläubigen die Mitteilung zu machen, daß die seit Jahren in der Kathedrale von Austin gefeierte Sonntagsmesse im überlieferten Ritus ab dem 18. März nicht mehr stattfinden kann. Wir haben das Schreiben des Bischofs – Faksimile auf der Facebook-Seite der St. Joseph Latin Mass Society – das auch in der Sontagsmesse vom Tage verlesen wurde, für unsere Leser übersetzt.

Ein langer Kommentar unsererseits dazu erübrigt sich – hier beißt einer die Zähne zusammen und wartet auf bessere Zeiten.


Aschermittwoch – Beginn der Fastenzeit

14. Februar

Das Wandbild im orthodoxen Stil zeigt die Szenen des Sündenfalls und der Vertreibung der Stammeletern aus dem Paradies
Sündenfall und Vertreibung aus dem Paradies

Die Fastenzeit begann nicht immer am Mittwoch nach Quinqagesima – aber wohl war sie immer mit Bußübungen, mit „Sack und Asche“ verbunden. Und so erinnert der Aschermittwoch an den Sündenfall, der die Stammeltern aus dem Paradies vertrieb, und dessen Folgen erst durch den Ostersonntag der Auferstehung wenn auch nicht aufgehoben, so doch gemildert worden sind.

Das Konzept der Fastenzeit selbst wirft im Zeitalter und in der Zivilisation der Diätkuren einige Probleme auf. Eine Rückkehr auf das, worum es im Kern geht, ist angesagt – und wie so oft, ist der Rückgriff auf Dom Gueranger dabei hilfreich.


Offener Brief an Tucho Fernandez

12. Februar

Screenshot von der Website mit dem Anfang des Artikels
Die Titelseite von The Catholic Thing

Chefredakteur Robert Royal vom (für die US-Katholiken) durchaus mainstreamigen Webmagazin „The Catholic Thing“ hat zum Wochenbeginn einen Artikel geschrieben, dem er die schöne Überschrift „Memo an Tucho“ gegeben hat.

Darin ermahnt er den Chef der römischen Glaubensverwaltung, der kürzlich ein wichtiges Dokument über Menschenrechte und die soziale Frage angekündigt hatte, seine Leser nicht für dumm zu verkaufen und zu glauben, hinter ein paar äußerlichen Verbeugungen vor der überlieferten Lehre die Einführung neuer und letztlich glaubenfeindlicher Konzepte verbergen zu können.

Der Artikel dokumentiert das große Mißtrauen, das in weiten Kreisen der amerikanischen Katholiken gegenüber dem Rom Bergoglios herrscht. Wir haben ihn übersetzt.


Franziskus spricht vor dem Liturgie-Dikasterium über Liturgiereform

10. Februar

Der Papst betritt - auf einen Stock gestützt - den Saal mit den versammelten Mitgliedern der Behörde.
Der Papst betritt den Saal mit den Mitgliedern des Liturgie-Dikasteriums

In dieser Woche hat die römischen Liturgiebehörde ihre jährliche Vollversammlung abgehalten, die unter das Thema „Liturgische Bildung von Sacrosanctum Concilium bis zu Desiderio desideravi“ gestellt war. Konkrete Beschlüsse sind bis jetzt noch nicht bekannt geworden. Aber wir erfahren von einer Rede, die Franziskus am Donnerstag den 8. Februar vor den Teilnehmern gehalten hat, und die einigen Aufschluß über das Liturgieverständnis dieses Pontifex gibt.

Wo die Ansprache von Franziskus überhaupt den Versuch unternimmt, über die reformpolitische Funktion von Liturgie hinauszudenken und theologische Aspekte aufzugreifen, lassen seine Ausführungen den Leser – zumindest den traditionell vorbelasteten – einigermaßen ratlos zurück. Was hier zum Wesen der Liturgie ausgesagt ist, das sind nur Phrasen, die verschleiern, daß der Kurs der Bergoglianer immer weiter von den apostolischen Fundamenten der Kirche Christi wegstrebt, um sich der Zeitgeisterei anzudienen.

Einen Moment, bitte ...
Einen Moment, bitte ...

Einen Moment, bitte ...

Einen Moment, bitte ...