Summorum Pontificum
Monatsthemen 26-05

Was von der 22. Woche übrig blieb

30. Mai 2026

6 - Kirchenkrise

Die KI-generierte photorealistische Abbildung zeigt die Hagia Sophia, wie sie im 6. oder 7. Jahrhundert ausgesehen haben dürfte.
Die Hagia Sophia im 7. Jh.

Gestern vor 674 Jahren wurde die Haupt­stadt des oströ­mischen Reiches Konstantinopel von den osma­nischen Belagerern erobert - seitdem will der Islam zu Europa gehören. In Eng­land bittet eine traditionelle Ordensge­mein­schaft, die keine Zukunft mehr für sich sieht, den zuständigen Bischof um ihre Auflösung, und ein weiteres Mal ersucht mit Kardinal Sarah ein hoch­rangiger Prälat den Vatikan um Aufklärung darüber, was denn das bedingungslosen Gehor­sam einfordernde II. Vatikanum nun wirklich beschlossen habe...


Bischof Eleganti über die vom Vatikan verordnete „synodale Beschäftigungstherapie“

29. Mai 2026

6 - Kirchenkrise

Das Photo zeigt den Blick von oben in ein verwirrend spiralförmiges Treppenhaus in leuchtenden Farben.
Verwirrende Perspektiven

Soviel wird immer deutlicher erkennbar: Die große S„ynodensynode“, die Papst Franziskus in den Jahren 2021 – 2004 veranstalten ließ, war nach dem Willen ihrer Erfinder kein ein­ma­li­ges Ereignis, sondern soll als dauernde Veran­staltung zumindest bis 2028, wahr­schein­lich aber auch noch darüberhinaus, unter Umge­hung aller bisherigen kirchlichen Entschei­dungs- und Verwaltungswege die Grundlagen für eine umfassende Neugestal­tung der Kirche legen. Eine Neugestaltung, die noch weit über die Liturgiedeform der 60er Jahre hinausgreift. Weihbi­schof em. Marian Eleganti beobachtet die Symptome.


Verbindungslinien der Liturgie der Pfingstquatember zum Alten Testament

28. Mai 2026

6 - Kirchenkrise

Das Mosaik aus San-Vitale in Ravenna zeigt die Szene der Bewirtung 'Des Herrn' durch Abraham. Dabei wird 'der Herr' durch drei Jünglinge dargestellt, die sich in keiner Weise voneinander unterscheiden.
Abraham bewirtet 'den Herrn'

Mittwoch, Freitag und Samstag dieser Woche sind die Tage der Pfingst­qua­tem­ber – der einzigen Quatember in der Ok­tav eines hohen Festes. Dieser Umstand prägt die Liturgie dieser Tage auf beson­dere Weise. Die Tagesgebete machen wie an den ande­ren Wochentagen der Oktav ausdrücklich den Heiligen Geist zu ih­rem Thema, und die Schrift­lesungen – zwei am Mittwoch, eine am Freitag und gleich fünf am Samstag – schla­gen zunächst eine Brücke zurück von den Berichten über die Ausgie­ßung des Geistes an die Jünger im Obergemach von Jerusalem zu den alttesta­ment­lichen Prophetien über den Gottesgeist bei Joel. Von dort springen sie anscheinend unvermittelt zu Lesungen aus den Büchern Moses, die die traditionell am Quatember­samstag gespendeten niederen und höheren Weihen der Kleriker begleiten.


„Magnifica Humanitas“ und die Stellung des Menschen zwischen Himmel und Erde

27. Mai 2026

6 - Kirchenkrise

Das aus dem englischen Text der Enzyklika generierte Wordle zeigt ganz zentral den Begriff 'human'. Auch 'social' und 'gemeinsam' kommen groß heraus. 'God' ist kaum zu sehen, 'christ' überhaupt nicht.
Die Gewichtung der Begriffe

Die erste Enzyklika Leos XIV wird in den verschiedenen auf der Website des Vati­kans angebotenen Sprachfassungen stets mit dem lateinischen Titel „Magnifica Humanitas“ angesprochen. Das ent­spricht alter römischer Gewohn­heit, pro­vo­ziert im konkreten Fall aber den lästigen Nebengedanken, ob man das wirklich als „Die großartige Menschheit“ übersetzen kann und will – denn so großartig sieht das von Papst Leo gezeichnete Bild beim nähe­ren Hinschauen denn doch nicht aus.

Der Text verlangt gebieterisch eine kritische Interpretation. Am ein­leuch­tendsten und bedenkenswertesten unter den bis jetzt gelesenen Stellungnahmen erscheint uns die von Bischof em. Strickland auf seiner Website Pillars of Faith, die wir hier in unserer mit Unterstützung durch Google-Taranslate angefertigten Übersetzung wiedergeben.


Paris – Chartres 2026

26. Mai 2026

3 - Tradition

Die Aufnahme von Altar und Chorraum zeigt den Kardinal, der auf dem Thronsessel seine Predigt verliest, umgeben von weiteren zum Teil auf den Stufen des Altares sitzenden Mitgliedern des Altardienstes.

Bereits kurz nach Ende des feierlichen Pontifikalamtes zum Abschluß der Wallfahrt Parist Chartres, das in diesem Jahr von S.E. Kardinal Bur­ke zelebriert wurde, hat Messa in Latino schon erste Aufnahmen von der großen Feier ins Netz gestellt. Wenn weitere Aufnahmen erscheinen und wir vor allem nähere Informationen über Ablauf und Gesamtum­fang der Wallfahrt erhalten, an der in diesem Jahr erstmalig auch in grö­ßerem Umfang Delegationen aus Deutschland teilgenommen haben, werden wir ausführlicher berichten.


Das Pfingstfest in der Festtagsvignette
von Max Schmalzl

24. Mai 2026

3 - Tradition

Die Vignette von Max Schmalzl zum Pfingstfest ist eine der ikonograpsch schwierigeren. Wir versuchen uns in einer Interpretation.<br>Bild: Eigene Reproduktion

Frohe Pfingsten!

Und unser flehentliches Gebet zum Heiligen Geist, er möge Herzen und Sinn seiner Gläubigen in diesen schweren Zeiten der Kirche erleuchten.


Buchvorstellung: Michael Fiedrowicz
„Augustinus — Staat und Gesellschaft“

22. Mai 2026

7 - Bibliothek

Der Umschlag des Buches zeigt neben der Titelei ein als Initial des Buchstabens 'D' ausgeführtes spätmittelalterliche Darstellung des Heiligen auf seinem Bischofsthron.
Der Buchumschlag

Wer beim Sprechen oder Schreiben über theo­lo­gische Gegenstände auf Nummer sicher gehen will, zitiert den hl. Augustinus (354 - 430). Dazu muß man den Bischof von Hippo noch nicht einmal selbst gelesene haben: Ei­ni­ge seiner markanten Aussprüche - so ist es zumindest unser Eindruck – wandern seit Jahr­hun­derten von Gespräch zu Gespräch, von Abhandlung zu Abhandlung, ohne dass die Nachnutzer sich auch nur die geringste Mühe gegeben hätten, einmal nachzusehen, was der welt- und gottesgelehrte Mann denn nun wirklich gesagt und mit dem Gesagten auch gemeint haben dürfte.

Der Patrologe Michael Fiedrowicz nimmt das zum Anlaß, die derzeit besonders umstrittenen Vorstellungen des Kirchenvaters von Staat und Gesellschaft aus seinem Gesamtwerk in geschlossener Form heraus­zuar­beiten.


Endlich erkannt: Liturgie ist immer politisch!

21. Mai 2026

4 - Gemeinden und Gemeinschaften

Gregory Solari mit anderen Diakonen nach der Weihe auf den Portalstufen der Kirche
Der Liturgist als Diakon

Wie war das damals in der Studenten­­bewegung von 1968 und beim SDS: „Das Private ist politisch“ lernten wir von Rudi Dutschke – ach, lange ist’s her. Und nun springt also ein Wiedergänger der damaligen Linksradikalen aus der Kiste und Gregory Solary verkündet: „Liturgie ist immer politisch“. Daß unsereins das noch erleben darf. Wir haben uns die Gedanken­führung, in Gänze nach­zulesen im Zentralorgan der Schweizer Linkssynodalen kath.ch, in ihren wichtigsten Leitsätzen etwas genauer angeschaut.


Neue Wallfahrt der Tradition zieht Tausende von Teilnehmern an

19. Mai 2026

4 - Gemeinden und Gemeinschaften

Die Aufnahme zeigt eine Gruppe von Dudelsackbläsern beim Verlassen der Basilika
Am Portal der Wallfahrtskirche

Innerhalb weniger Jahre - Startpunkt war 2018 - ist die Wallfahrt zur hl. Anna in Santez-Anna-Wened von gerade einmal 120 Teilnehmern auf über 2000 Mitwanderer im vergangenen Jahr angewachsen. So berichtet es Edward Pentin in einem bemerkenswerten Beitrag auf seinem Substack. Mit dieser Teilnehmerzahl liegt diese Veranstaltung der Tradition zwar noch weit hinter den Wallfahrten Paris-Chartres zurück, aber der Bericht Pentins läßt vermuten, daß die Veranstalter hier ein Rezept gefunden haben, das weitere erfreuliche Entwicklung ermöglicht. Vielleicht auch anderswo.


Die Auseinandersetzung zwischen Rom und der FSSPX nimmt schärfere Formen an

16. Mai 2026

3 - Tradition

Die Montage zeigt die von finsterem Gewölk umgebene Kuppel der Peterskirche und die Aufschrift: Obey or Resist - A Catholik Dilemma.
Titelbild von Youtube-Videos der FSSPX

Ginge es nur um ganz gewöhnliche (Kir­chen)Politik, könnte und müßte man dem, was da in der vergehenden Woche aus Rom in der Auseinandersetzung um die Bischofsweihen der Piusbruderschaft zu hören und zu lesen war, nur noch mit Mitteln der Satire begegnen. Doch es geht nicht um Politik, sondern um das Heil der Seelen. Viele durchus gutwillige, aber nachkonziliar schlecht über den Glauben, seine Inhalte und Anforderungen, unterrichte Gläubige gerieten in Gefahr für ihr Seelenheit, wenn die Piusbruderschaft der römischen Aufforderung nachkäme, doch bitteschön so bald wie möglich auszusterben. Das und nicht weniger ist der Kern der Sache.


Christi Himmelfahrt in den Festtagsvignetten von Max Schmalzl

14. Mai 2026

3 - Tradition

Die Vignette von Max Schmalzl im Pustet-Missale von 1910 - Beschreibung im Text.

Zum Fest Christi Himmelfahrt zeigt das Pustet-Missale von 1910 im Zentralbild der Illustration eine zunächst durchaus konventionell anmu­tende Darstellung. Bei nähe­ren Hinsehen kommen einige Besonder­hei­ten in den Blick. Am auffälligsten vielleicht ist die star­ke Konzentration auf die irdische Perspektive: Der Himmel ist nur durch die in der mit­tel­al­ter­lichen Kunst gebräuchlichen Sphären-Bänder einer unvollständigen Mandorla angedeutet, die sonst so beliebten Engel und Wolken fehlen ganz. Von der Jüngerschar sind elf Personen vertreten – offenbar nur die Apostel, ein Nach­folger für Judas war noch nicht gewählt. Ganz selbst­verständlich ist die Anwesen­heit Mariens, die ihrem entschwindenden Sohn in anbetender Haltung mit den Blicken folgt.


Der synodalische Krebs zerfrißt die Kirche – Papst und Bischöfe schauen zu.

13. Mai 2026

3 - Tradition und Brauchtum

Bischof Schneider im Gespräch mit Diane Montagna
Bischof Athanasius Schneider

Im aktuellen Interview mit Diane Mon­tagne äußert sich Bischof Athanasius Schneider in bisher so von ihm noch nicht gehörter Schärfe zur Tätigkeit der von Franziskus eingesetzten und von Leo bestätigten „Studiengruppe 9“ der Synodensynode. Mit dem Bericht dieer Gruppe und ihrem Aufruf zu einem Pa­radigmenwechsel der Kirche in ihrer Bewertung ausgelebter Homo­sexualität sieht Bischof Schneider eine Grenze überschritten, die nicht überschritten werden darf, will die Kirche nicht in Häresie versinken. Der Vorfall bestätigt für ihn die These der SSPX vom innerkirchlichen Notstand und verlang gebieterisch ein korrigierendes Eingreifen von Papst und Kardinalskollegium.


Zwischen Ostern und Himmelfahrt, zwischen letzter Aussaat und erster Ernte: Die Bittage

12. Mai 2026

3 - Tradition und Brauchtum

Die Aufnahme aus den 60er Jahren zeigt eine Gruppe von Prozessionsteilnehmern am Dorfrand vor dem Hintergrund der Kirche und einiger Häuser in Kent, England
Gut gegen Böse - liturgisch

Vor Christi Himmelfahrt begeht die Kir­che die dreitägigen Bittage. Sie bildeten 1500 Jahre lang einen wichtigen Fix­punkt im Leben der Kirche in den agra­risch bestimmten Gesellschaften Euro­pas. Industrielle Revolution und Säku­larisierung haben sie dann an den Rand gedrängt, und die umfassende Modernisierung von Gesell­schaft und Kirche nach 1965 hat sie pra­tisch „abgeschafft“. Wo sie heute noch verein­zelt begangen werden wie in einigen Gebieten Süddeutschlands oder Österreichs, sind sie oft mehr Teil eines säkularen „regionalen Brauchtums“ als lebendige Elemente des Kirchen­jahrs.


Die Jugendpastoral von Bamberg erfindet einen Star-Wars-Gottesdienst

11. Mai 2026

1 - Liturgie

Zwei Aufnahmen aus der ersten liturgischen „Aufführung“ des Star-Wars-Themas zeigen einen Sturmtruppler des Imperiums und einen Kampf mit Lichtschwertern
Gur gegen Böse - liturgisch

Das synodal-katholische Erzbistum Bamberg hat für seine Jugendpastoral einen Wort-Gottesdienst in einem Star-Wars-Thema entwickelt Eine erste Aufführung des neuen Formats fand bereits im April statt, uns zur Kenntnis gekommen ist der Vorfall erst durch einen Kommentar von Chris Jackson auf Hiraeth in Exile, dessen Star-Wars betreffenden Teil wir hier übersetzen.


Offene Frage nach einem Jahr Leo XIV:
Wer regiert eigentlich in Rom?

09. Mai 2026

6 - Kirchenkrise

Aufnahme aus dem Innern des Flugzeugs, während Papst Leo (bei ihm seine Sekretäre) auf die Fragen der in den Sitzreihen vor ihm sitzenden Journalisten antwortet.
Pressekonferenz im Flugzeug

Eine der meistdiskutierten Fragen aus den ersten Tagen und Wochen nach Wahl und Amtsübernahme des neuen Mannes war: Wir das ein Franziskus II oder eher ein Papst nach dem Vorbild des großen Leo vom Ende des 19. Jahr­hunderts? Ein Jahr nach dem doch sehr überraschenden Wahlergebnis hat diese Frage eine für den neuen Vati­kan überaus typische Antwort ge­fun­den: Beides Ja und beides Nein. Anstelle dieser somit unbeantwortbaren Frage hat sich in den vergan­genen Monaten eine andere in den Vordergrund ge­schoben: Wer regiert eigentlich während dieses Pontifikats in Rom?


Es gibt sie noch, die guten alten Jesuiten...

07. Mai 2026

6 - Kirchenkrise

Der Screenshot aus dem Podcast von Fr. McTeihue zeigt den Patr mit sorgenvollem Gesicht in die Kamera blickend, hinter ihm eine gut bestückte Bücherwand, darunter auch viele eigene Werke.
Fr. McTeigue vor der Kamera

... und einer davon ist Fr. Robert McTeig­ue S.J vom CatholicMedia Network „The Station of the Cross“. Nach langjähriger Tätigkeit als Dozent für Philosophie, Theologie und Rhetorik hat er sich jetzt ganz der Medien­abeit gewidmet – und ein eher kleiner Teil davon ist sein Youtube-Kanal iCatholicRadio, auf dem er mehrmals wöchentlich in wohltuend kurzen Beiträgen Stellung zu aktuellen Zeitgeist-Erscheinungen in der Kirche nimmt. Niemand kann so gekonnt wie er die Stirn in Sorgenfalten legen und voll Kummer fragen wie gestern: „Ist denn überhaupt keiner mehr für Vatikan II“?


Alles hängt an den Sakramenten

06. Mai 2026

4 - Gemeinden und Gemeinschaften

Die  Aufnahme aus der Basilika St. Ottilien zeigt die zu Beginn der Zeremonie im Halbkreis vor dem Hauptaltar und dem Bischofssitz knienden Subdiakone. „Jesus im Kreis seiner Apostel im Abendmahlssaal“
Diakonenweihe in St. Ottilien

Sie in der Kirche gültig und in der rech­ten Ordnung zu erhalten und gleichzeitig den Gläubigen die zu ihrem Empfang erforder­liche Disposition zu vermitteln – das ist neben allen Fragen des würdigen Ritus das Hauptan­liegen der Tradition. Beides ist derzeit extrem gefährdet. Des­halb ist es immer wieder erfreulich zu hören, wenn trotz aller Hindernis­se öffentlich gespendet werden können: Am vergangenen Samstag (2. Mai) waren das insgesamt 21 Diakonenweihen für die Petrusbruder­schaft und eine Firmung für 50 Gläubige in Warschau.


Heiliger Papst Pius V. — bitte für uns“

05. Mai 2026

6 - Kirchenkrise

Das Gemälda von Bartolomeo Passarott zeigt den auf seinem Thronsessel mit dem Familienwappen sitzenden hochbetagten Papst Pius V. mit segnend erhobener Hand.
Papst Pius V.

Heute ist nach dem überlieferten Kalen­der der Fest­tag des hl. Papstes Pius V., dem die tradi­tions- und lehrtreuen Ka­tho­liken in beson­de­rem Maße ein eh­ren­des Gedächtnis bewah­ren: Schließlich ist es zu großen Tei­len seiner Anstrengung zu verdanken, dass der Auftrag des Konzils von Trient zur Wiederherstellung und Sicherung der liturgischen Bücher in ei­ner Weise durchgeführt wurde, die sich über viele Jahrhunderte hinweg als trag­fähig erwie­sen hat und auch heute noch erweist.

Wir werfen einen Blick den Beitrag Pius V. zur Bewahrung der Liturgie und bei der Rettung Europas vor dem in einer kritischen Phase ste­hen­den Ansturm der mohammedanischen Osmanen.


TA-Redemptoristen wenden sich von Rom ab:
„Es gibt dort keinen Papst mehr“

04. Mai 2026

6 - Kirchenkrise

Die Luftaufnahme zeigt die nahe anderen Inseln, aber ohne jede Landverbindung vor der schottischen Nordseeküste gelegne „Papa Stronsay“
Einsam auf der Insel

Rechtzeitig vor dem ersten Jahrestag der Wahl von Papst Leo haben die „Trans­al­pinen Re­demp­toristen“ von Papa Stron­say einen Spreng­satz gezündet, dessen Rauch­wolken die Feierfreude auch bei denen, die noch dazu aufgelegt sind, erheblich verdunkeln dürften. In einer offiziellen Mitteilung ihrer Ge­meinschaft vom 2. Mai erklären Sie den römischen Stuhl für vakant. In ihrem „Scheidebrief“ bringen sie eine umfangreiche Auf­zählung diver­ser päpstlicher Akte und Erklärungen seit Mitte des vergangenen Jahr­hun­derts, die nicht nur nach ihrer Ansicht eine Abkehr von der Lehre des Evangeliums be­deu­ten, um dann ihre Absage ausführlich zu begrün­den. Wir bringen Ausszüge aus dem Dokument und befassen uns mit ihren Argumenten.


Lagebericht zur Auseinandersetzung über die Zukunft der überlieferten Liturgie

02. Mai 2026

6 - Kirchenkrise

Das Gemälde von Francois Dub zeigt in grausamen Einzelszenen das Gemetzel, das König Heinrich IV von Frankreich 1572 am Bartolomäustag 1572 an den Protestanten Frankreichs durchführen ließ.
Das Massaker der Bartolomäusnacht

Der Vorschlag von Abt Kemlin von Soles­mes zur „Zusammenführung“ der über­lieferten und der reformierten Form des römischen Ritus in einem einheit­li­chen Missale ist zu Recht fast überall auf Unverständnis und Ablehnung gestoßen. Nun ist Kemlins Amts­bru­der Jeremias Schröder mit einigen Gedanken hervorgetreten, die mehr Beachtung verdienen – und hoffentlich auch erhalten. Im übrigen gehen die ve­rba­len Schlagabtäusche weiter. Den Preis der Woche für die überbordendste Ergebenheitsadresse an den Papst bekommt Ed Con­don von The Pillar. Und die Piusbruderschaft fährt unterdessen damit fort, in den Online-Medien ihre Position ruhig und rational zu erklären. Hoffentlich hilft es.

 

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