Summorum Pontificum
Monatsthemen 26-03

Dom Gueranger zum Beginn der hl. Woche: Das Gleichnis vom Feigenbaum

31. März 2026

3 - Tradition

Die Vignette Schmalzls aus dem großen Puste-Missale zeigt Szenen der Passion und die darauf hindeutenden Geschehnisse im Alten Testament.
Zusammenschau der Leidensgeschichte im alten und neuen Bund

Für die beiden ersten Tage der Heiligen Wo­che stützt sich Dom Gueranger bei seiner Besprechung der Tagesliturgien auf die Be­richte des Matthäus-Evange­liums über die Wanderungen Jesu von Bethanien nach Jerusalem mit dem Gleichnis vom Feigen­baum und der Prophezeiung des bald bevor­stehenden Untergangs Jeruslems und dem noch weiter in der Zukunft liegen­den Weltgericht am Ende der Zeit.


Die Liturgie der Heiligen Woche vor den Reformen der 50er Jahre

30. März 2026

1 - Liturgie

Das Photo von der Elevation bei der Missa Praesanctificatorum des Karfreitags zeigt den Diakon in der traditionellen Stola plicata, die als Schrumpfform einer Casel als breite Schärpe über der rechten Schulter getragen wird.
Bei der Missa praesanctificatorum vor 1950

Zu Beginn der Heiligen Woche wollen wir zunächst einige Artikel aus den Tie­fen unseres Archivs zurückholen, die in vergangenen Jahren zur Vorbereitung auf den Karfreitag und den Ostersonn­tag erschienen sind. Für die speziell Litur­gieinteressierten an erster Stelle zu nennen ist dabei die ausführliche kriti­sche Darstellung der Reform der 50er-Jahre, die der ungarische Kirchen­musiker und Liturgie­histo­riker László Dobszay 2003 verfaßt hat und deren auf die Reform der Karwoche bezüglichen Kapitel wir hier bereits 2009 übersetzt haben. Dazu kommt noch eine Reihe weiterer lesenswerter Beiträge von hier und anderswo.


Nachtrag zum Vorschlag eines einheitlichen Missales für Novus und Vetus ordo

28. März 2026

1 - Liturgie

Die Aufnahme aus Solesme zeigt einen Blick auf eine Seite des Chorgestühls mit den überwiegend älteren Mönchen anscheinend bei der Konzelebration der Konventsmesse.
Bei der Konzelebration in Solesmes

Die Debatte über den Vorschlag von Dom Kemlin, die Auseinandersetzungen über die Liturgie durch die Einfügung we­sent­licher Teile des alten Ordinariums als „Option“ in das Missale Pauls VI. zu befrieden, scheint – soweit sie überhaupt geführt wurde – schnell wieder einzu­schlafen. Auch ein feuriger Verriß des Vorschlags von Peter Kwasniewski konnte die ermüdeten Geister nicht in Be­we­gung bringen. Selbst kom­pro­mißbereite Anhänger der Tradition wollen die verhäng­nisvolle Opti­oitis des Reformmissales nicht noch weiter vorantreiben, und die Über­nahme des neuen Kalenders und Lektionars erscheint vie­len als völlig unmöglich – und das mit guten Gründen.

So ist die Debatte , die der Abt wohl mit den besten Motiven einleiten wollte, schnell wieder eingeschlafen, ohne jemals eine offizielle Stellung­nahme Roms ausgelöst zu haben.


Vielleicht ist Südamerika ja wirklich ganz anders. Unaufgeräumte Gedanken eines Nicht-Theologen.

27.05. März 2026

1 - Liturgie

Die Erdgöttin wächst in Gestalt eines Berges aus der Erde hervor und bietet Pflanzen, Tieren und Menschen Nahrung.
Südamerikas alte Götter - tief in der Erde verwurzelt

Fast ein Jahr, nachdem Robert Prevost als Leo XIII Papst geworden ist, bleibt seine Wahrneh­mung in der katholischen Öffentlichkeit im­mer noch bemer­kenswert unscharf. Katholi­ken, die einfach nur „irgendwie katholisch“ sein wollen, ohne das mit allzu präzisen Vor­stel­lungen zu verbinden, freuen sich iüber jeden Auftritt mit Mozetta. Und sie haben ja auch nicht unrecht damit.

Das Lager der Reformer und Revolutionäre macht einfach weiterhin das, was es schon seit Jahrzehnten mit großem Erfolg vorführt: Kommt ihm eine päpstliches Wort oder Dokument entgegen, lassen sie ihn hochleben. Passt es nicht in ihre Pläne, nehmen sie den Petrusnachfolger nicht zur Kenntnis. Und der Umstand, daß die Kirche immer südamerikanischer wird, eröffnet weitere Grauzonen.


Was von der 12. Woche übrigblieb:
Auf dem besten Weg zur NGO mit gelegentlichen Gebetsstunden?

25. März 2026

6 - Kirchenkrise

Das Amateurphoto zeigt den Papst beim Einzug zur Messfeier mit zwei Messdienerinnen mit hervorgehobener liturgischer Kleidung - möglicherweise zur Versehung des Dienstes mit Stab und Mitra.
Papst Leo auf dem Weg zum Altar am Weltfrauentag 2026

Für alle, die seit Mai darauf hoffen, warten und beten, daß dem neuen Stil des neuen Papstes auch eine erneute Verkündigung der überlieferten Lehre und Tradition folgen möge, war die 12. Woche eine sehr schlechte Woche. Besonders betrifft das die Anhänger der ehrwürdigen Liturgie des hl. Papstes Gre­gor und deren entschiedensten Vertretern in der Piusbruderschaft. Kardinal Müller hat im Streit mit der Piusbruderschaft alle Maßstäbe verloren und erklärt eine Bischofsweihe ohne päpstliches Mandat zum schlimmsten denkbaren Vebrechen. Und er bleibt damit nicht alleine.

Für andere Normen ist dagegen ein gnädigerer Blick angesagt: Hier sol­len „zu enge Auffassungen der Vergangenheit“ überwunden werden, ins­be­sondere hinsichtlich des Priesteramtes und der Frauenweihe - obwohl dazu nun doch seit Jahrzehnten alles gesagt sein sollte.


Der Vorschlag von Dom Kemlin zur Zusam­men­führung der beiden Formen des römischen Ritus in einem einheitlichen Missale

23. März 2026

1 - Liturgie

Ein Porträtphoto des jugendlich (Alter:44) wirkenden Abtes in einem Regalkorridor der Bibliothek von Solesmes
Geoffrey Kemlin OSB, Abt von Solesmes

In der vergangenen Woche veröffentlichten mehrere französische Zeitungen und Webpor­tale die Nachricht, daß Dom Geoffrey Kemlin, Abt von Solesmes, dem Papst einen Vorschlag überreicht habe, die schwärende liturgische Krise der Kirche durch die Aufnahme des Vetus Ordo in eine einheitliches Missale mit dem Novus ordo zu entschärfen. Der Abt von Solesmes ist nicht irgendwer: Er ist der 6. Nachfolger von Dom Gueranger und steht einem der wenigen nach wie vor gedeihenden (ca 50 Mönche) Benediktinerklöster Frankreichs vor.

Den vollständigen Text seines Briefes fanden wir auf Tribune Chretien­ne und haben ihn mit Googles Hilfe hier zunächst einmal übersetzt. Eine eigene Kommentierung werden wir in den kommenden Tagen nachreichen


Ildefons Schuster zum Proprium des Passionssonntags

21. März 2026

1 - Liturgie

Der Metallschnitt aus der Bilderbibel zeigt den Hohenpriester Kaiphas von seinem lärmenden Hofstaat umegen beim Aussprechen der Exkommunikation gegen Jesus, dieser steht, von Soldaten geführt und mit Stricken gebunden, in würdevoller Ruhe vor dem aufgeregten Kaiphas.
Die Verurteilung Jesu vor dem Hohen Rat.

Ildefons Schuster präsentiert das Propri­um des Passionssonntags als Vorweg­nah­me der ganzen Geschichte von Kreuzes­opfer und Er­lö­sung und eröffnet dabei bemerkenswerte Einblicke in eine tradi­tionelle Exegese der Psalmen, die in die­sen uralten Gedichten un­mittelbar die Stimme Jesu hört.

Am Schluß des Kapitals zum Palm­sonn­tag äußerst sich Schuster eher unver­mit­telt in einer Weise zur Pastoral der 20er Jahre des 20. Jahrhunderts, die erken­nen läßt, wie sehr die heutigen Übel damals bereits grundgelegt waren.


Wie weit konnten die Dämonen Alt-Amerikas inzwischen in die Kirche Christi eindringen?

20. März 2026

6 - Kirchenkrise

Die Abbildung zeigt zwei übereinander montierten Aufnahmen, offenbar im Abstand weniger Sekunden in Farbe (als Schmalfilm?) und mit einer SW-Kamera aufgenommen, mit P. Robert Prevost als Teilnehmer einer Pachamama-Zeremonie.
Robert Prevost 1995 bei einer Pachamama-Zeremonie

Bilder wie die nebenstehenden versetzen seit Tagen Teile des traditionsorientierten ameri­ka­nischen Internets in helle Aufregung. Sie zeigen den damaligen Augustinerpater Robert Prevost als Teilnehmer einer Pachamama-Zeremonie im Jahr 1995. Die Echtheit der Bilder ist kaum zu bestreiten: sie stammen aus zeitgenössischen Veröffentlichungen aus dem Umkreis des Ordens, das Farbbild stammt aus einem Schmalfilm, der anscheinend seit Jah­ren unbemerkt auf einer obskuren perua­ni­schen Website zu sehen war.

Offizielle und offiziöse Kreise nehmen die von dem Priester-Publizisten Fr. Charles Murr recherchierte und zuerst auf Lifesite-News veröffent­lichte Angelegenheit vorerst nicht zur Kenntnis und warten auf eine Erklärung des Vatikans. Das tun wir auch - aber wir glauben nicht, daß man in dieser Sache mit Schweigen auf die Dauer bestehen kann.


Zwei Pontifikalämter beleben die Hoffnung

19. März 2026

3 - Tradition

Das Photo zeigt in seitlicher Aufnahmerichtung den Augenblick der Erhebung des verwandelten Leibes Christi durch Erzbischof Eijk.
Das ist mein Leib

Mit großer Freude haben viele der über­lie­ferten Liturgie verbundene Katholiken die Nachrichten gelesen, daß in den ver­gangenen 14 Tagen gleich zwei feierliche Pontifikal­ämter im Vetus Ordo statt­finden konnten: Am 7. März in Zagreb und am 15. des Monats in Oss im Süden der Nieder­lan­de – 30 km westlich der deutschen Grenze auf der Höhe von Kleve.


Was ist eigentlich aus dem Psalmengebet geworden?

18. März 2026

3 - Tradition

Der Holzschnitt aus der Katholischen Bilderbibel zeigt König David mit Krone undHarfe beim Lobpreis des Herrn, im hintergrund untern Figuren und Szenen aus dem  Altren Testament, oben den Herrn und sein Hofstaat mit auf der Harfe spielenden Engeln.
König David als Psalmist

Die Psalmen gehören zum Kernbestand der got­tesdienstlichen Tradition der Kir­che, die weit in die vorchristliche Zeit zurückreicht. Kernbestand – das heißt, nach wie vor wird im offiziellen Stun­den­gebet der Kleriker das alt­testamenta­rische Buch der Psal­men innerhalb eines Vier-Wochen-Zyklus einmal ganz gebetet oder gesungen – zumin­dest dem An­spruch nach. Tradition heißt hier, daß die Kir­che seit ihren ersten Anfängen her ganz be­wußt auf die Über­lie­ferungen des Alten Bun­des zurückgriff, obwohl sie stets den epochalen Um­bruch vor Augen hatte, der sich mit der Ankunft des Messias und seinem Opfertod am Kreuz in der Heilsgeschichte vollzogen hatte.

Die Liturgiereform Pauls VI. hat zunächst einmal den quantitativen An­spruch, den das Psalmengebet an die zu seiner Persolvierung verpflich­te­ten Kleriker richtete, drastisch reduziert. Und die Nicht-Geweihten, haben es, wo will es scheine, ganz vergessen. Wir vesuchen, dem nach­zugehen.


„Laetare in Zeiten der Demütigung“ — Chris Jackson zum Ordinarium des 4. Fastensonntags

16. März 2026

6 - Kirchenkrise

Die Illustration zeigt eine verdunkelte Felsenlandschaft. Im Vordergrund weist ein Engel einer ihn begleitenden Figur in niedergeschlagener Haltung das weit im Hintergrund liegende hell erleuchtete himmlische Jerusalem, über dem seltsame Wolkengebildete ein geheimnisvolles Geschehen andeuten.
Blickt auf das himmlische Jerusalem! Laetare!

Chris Jackson hat am 4. Fastensonntag eine Betrachtung zum Ordinarium des Tages veröffentlicht, die dessen Texte, insbesondere aber das Evangelium von der wunderbaren Brotvermehrung, aus der Perspektive einer Gegenwart beleuchten, der es an nichts so sehr mangelt wie am Brot des lebendigen Wortes – und am Vertrauen darauf, daß trotz der gegen­wärtig in Welt und Kirche herrschenden Fin­sternis Grund zur Hoffnung und damit zur Freude besteht.

Wir haben den auf Jacksons Substack Hiraeth in Exile erschienenen Text vollständig übersetzt - wie stets mit Unterstützung von Google-Trans­late. Der Text von Jackson ist länger, als wir das normalerweise unseren Lesern zumuten. Aber jeder Absatz lohnt die Lektüre.


Streit um die Bischofsweihen: Ist das Schisma wirklich der schrecklichste aller Schrecken?

14. März 2026

6 - Kirchenkrise

Das Photo zeigt Papst Paul VI. und Patriarch Arhenagoras gemeinsam in Amtskleidung vor einem Altar stehend einen Text vortragen
Häretiker und Schismatiker im Dialog

Im generell glaubens- und katechis­mus­treuen Bereich des Katholizismus sind seit der An­kündigung der Piusbruder­schaft, demnächst Bischofsweihen vor­nehmen zu müssen, drei große Lager sichtbar gewor­den: Ein Ultra­mon­tanes, das letztlich bedingungslose Unter­wer­fung unter die absolut gesetzte päpst­liche Autorität fordert; ein dem Sedisvakantismus zunei­gendes (Vigano) und ein in sich durch­aus differenziertes Lager, das einerseits dem Pri­mat des Papstes und der Gehorsamspflicht ihm gegenüber hohen Stellenwert einräumt, anderer­seits aber auch Verständnis für die „Notlage-These“ der Bruderschaft aufbringt und nach Wegen sucht, die beiden bisher so unvereinbar er­scheinenden Positionen kom­pro­mißfähig zu machen.

Wir haben versucht, das Spannungsfeld etwas näher auszuleuchten.


Sterben die Trappisten aus? Zusam­men­bruch des kontemplativen Lebens nach „DEM Konzil®“

13. März 2026

6 - Kirchenkrise

Der Screenshot aus einem Youtube-Video mit Aufnahmen aus Drohnen-Perspektive zeigt die weit ausgedehnten Baulichkeiten des Klosters und seiner landwirtschaftlichen Nebengebäude.
Viel Platz für vier alte Männer

Aus Frankreich kommt die bedrückende Mel­dung, daß die Zisterzienser von der stren­gen Observanz (OCSO), ge­meinhin nach ih­rem Hauptkloster in La Trappe als „Trappi­sten“ bekannt, ausgerechnet dieses Kloster dem­nächst aufgeben werden müssen. Als spä­testen Termin für ihren Auszug haben die letz­ten vier dort noch leben­den Mön­che, von denen zwei schon über 80 Jahre alt und die bei­den ande­ren wohl nicht wesentlich jünger sind, das Jahresende 2028 ins Auge gefasst.

Die Ordensgemeinschaften der Kirche befinden sich seit Mitte der 60er Jahre im freien Fall, und besonders betroffen sind einige altehrwürdige Orden, die sich bei Anpassung an den säkularistischen Zeitgeist alzu nachgiebig gezeigt haben. Aber es gibt Ausnahmen.


Ohne gute Kenntnis von Liturgie und Ritus schlechte Berufsaussichten

11. März 2026

6 - Kirchenkrise

Das Photo des Titelblatts einer Ausgabe des hier besprochenen Buches zeigt dern  „Herrn der Weltl“ auf seinen Thron, dem die WürdenTräger aus Wirtschaft, Religion und Wissenschaft ihre Revereenz erweisen.
Die Verehrung des Antichrist

Wir leben in apokalyptischen Zeiten, darüber sind sich fast alle einig, und Bücher oder Filme zum Thema haben große Konjunktur. An der Spitze der einschlägigen Bestsellerliste steht wohl nach wie vor „The Lord of the World“ – im Deutschen in zum Teil ge­kürzten Überset­zungen als „Der Herr der Welt“ erschienen – von Robert Hugh Benson (1871 – 1914). Benson war der Sohn des anglikanischen Prie­sters und späteren Erzbischofs von Canter­bury, Edward White Benson, der ihn 1895 nach Abschluß seiner Studien (Theologie und Altphilologie) selbst die (anglikanische) Priesterweihe erteilte. Nach ei­ner längeren Zeit der Annäherung konvertierte Robert H. Ben­son 1903 zur katholischen Kirche.

In den ihm noch verbleibenden Jahren war Benson vor allem in der Erwachsenen­bil­dung tätig und schrieb mehrere Romane - darunter die heute wieder in bestürzender Weise aktuelle Endzeit-Dystopie vom Herrn der Welt.


Seit über hundert Jahren:
Die Kirche im Bann des Modernismus

10. März 2026

6 - Kirchenkrise

Holzmodell des als Denkmal für die große Oktoberrevolution geplanten Tatlin-Turms in einer Ausstellung
Tatlins Turm: Ein Monument für den Sieg der Moderne.

Das säkulare Projekt der Moderne in der ka­tho­lischen Kirche, die Krankheit, unter der der mystische Leib Christi gegenwärtig so schmerzlich leidet, hat einen Namen: Moder­nismus. Diese Bezeichnung taucht erstmals um die Jahrhundertwende vom 19. zum 20. Jahrhundert auf, um Bestrebungen zu bezeich­nen, die über Reformen im klassischen Sinne – hauptsächlich zur Behebung klar vor aller Augen liegender Mißstände – hinausgehen und Angleichungen an den jeweils herr­schen­den Zeitgeist fordern, die das überlieferte Glaubensgut der Kirche selbst ganz oder teilweise in Frage stellen.

Die Kirche hat dieses Krankheit erst relativ spät erkannt, eingeleitete Gegenmaßnahmen blieben ohne langfristigen Erfolg – und nun sehen wir uns mit den Folgen konfrontiert, die den Fortbestand der Kirche in der bisher bekannten Form in Frage zu stellen scheinen.


Durch ein ärgerliches Versehen...

09. März 2026

Hausmitteilung

...haben wir am Samstag eine unkorrigierte Version der Abschrift aus Dom Guerangers Betrachtungen zum 3. Fastensonntag online gestellt. Herzlichen Dank an alle, die uns auf die zahlreichen Fehler aufmerksam haben. Wir haben jetzt die korrigierte Version hochgeladen und hoffen, diesen wichtigen Textes wieder besser lesbar gemacht zu haben.


Das Evangelium des 3. Fastensonntags und seine Warnung vor der Realität Satans

07. März 2026

1 - Liturgie

Der Screenshot zeigt eine Szene aus einem Zeichentrickfilm mit dem in rotes Höllenfeuer gehüllten und von Schmeißffliegen umgebenen Beelzebub, der nach seinen Opfern ausgreift.
Den Teufel spürt das Völkchen nie, und wenn er sie beim Kragen hätte.

Die überlieferte Liturgie hat am dritten Sonntag der Fastenzeit seit – wie man so schön sagt „unvordenklichen Zeiten“ - das Evangelium von der Austreibung des stum­men Teufels (Lukas 11; 14 - 28). Dom Gueranger hat diesem Evangelium, seinem theologischen Hintergrund und seiner damaligen Aktualität im 5. Band seines Kirchenjahres eine lange Abhand­lung gewidmet, von der wir im Folgenden einige Seiten mit geringfü­gi­gen Kürzungen wiedergeben.

Diese Aktualität hat seit der Zeit Guerangers (er begann die Arbeit an diesem monumentalen Werk 1844!) eher noch zugenommen. Dennoch hat die Reformliturgie Bugninis diesen Text vom Fastensonntag auf einen fernen Werktag im Sommer verschoben - er enthält Wahrheiten, die die Neukirchler dem zarten Gemüt ihrer Zeitgenossen wohl nicht zumuten wollen.


Im Strom der Heilsgeschichte – Schriftlesung am Donnerstag nach dem 2. Fastensonntag.

05. März 2026

3 - Tradition

Die byzantinische Buchillustration aus dem 12. Jahrhundert zeigt Adam im Paradies, das von dem viergeteilten Strom des Lebens mit üppiger Vegetation belebt ist. Links das von Cheruben bewachte Tor des Paradieses, das auf den künftigen Sündenfall und die Verbannung adams hinweist.
Die Wasser des Lebens

Die Schriftlesungen der Werktage in der Fa­sten­zeit werden ausnahmslos nicht aus den „Aposteln“ – also den Briefen des neuen Testaments – genom­men, sondern aus den „Propheten“, den Büchern des Alten Testa­ments, deren Verfassern von der Kirche damit der gleichen Rang zu­ge­sprochen wird wie den Aposteln. Inhalt­lich lassen sich diese Lesun­gen oft einem der pastoralen Schwerpunkte der Fastenzeit zuordnen: der Vorbereitung der Katechumenen auf die Taufe und die Zulassung zu den anderen Myste­ria, d.h. Sakramenten.

Letzteres trifft auf die Lesung von heute zu, die mit den "Strömen le­ben­digen Wassers" eine der ausdrucksvollsten Vorgestalten des Sakra­ments der Taufe im alten Testament vor Augen stellt.


Happy Ramadan – oder was in der Kita so alles (nicht) stattfindet

02. März 2026

6 - Kirchenkrise

Das am Abend aufgenommene Photo zeigt einen belebten Straßenabschnitt in Frankfurt, der mit Festbeleuchtung zum islamischen Fastenmonat geschmückt ist. Die Aufschrift wünscht „Happy Ramadan“
Ramadan in Frankfurt

Festbeleuchtung zum Beginn des islam. Fastenmonats in Frankfurt. Und natür­lich mit dem amerikanischen „Happy“ wie in „Happy Xmas“. Der Islam gehört zwar zu Deutschland, wie man uns sagt und zeigt - aber nicht unbedingt auch die deutsche Sprache. Die Gesellschaft macht hier nur nach, was die Kirche ihr seit 1965 vormacht und auch in diesem Jahr wieder mit einer vatikanischen Grußbotschaft an die Men­schen im „Friedensreich des Islam“ mit warmen Worten bekräftigt.

Was auf Dauer bei derlei herauskommt, hat Pfarrer Guido Rodheudt (Herzogenrath) kürzlich beim Besuch einer Kita in seinem Sprengel gleichsam „in statu nascendi“ beobachtet und im Rahmen eines Beitrags („Melatonin“) auf dem lesenswerten wert-konservativen Online-Maga­zin „Corrigenda*“ veröffentlicht. Wir bringen einen in sich ungekürzten Ausschnitt.


Das Erscheinen eines Kometen und die Bekehrung der Kirche zur katholischen Tradition.

03. März 2026

6 - Kirchenkrise

Das vom Rathausturm aus aufgenommene Photo zeigt im Vordergrund rechts eine Engelsstatue, und im größeren Bildteil und Hintergrund die Trümmerwüste nach dem Bombenangriff britischer und amerikanischer Flugzeuge.
Nach dem Einschlag

Wenn Kometen am Himmel erscheinen und sich bedrohlich nähern, erleuchten sie die Nacht wie sonst der Mond. Und man sieht Dinge, die man so vielleicht noch nie gesehen hat. Mit einem solchen Kometen vergleicht P. Joachim Heimerl den Beschluß der Piusbruderschaft zu Bischofsweihen – mit oder ohne päpst­li­che Genehmigung. Schlagartig sichtbar wird damit der katastrophale Zustand einer Kirche, die dabei ist, sich selbst zu vergessen.

Es waren keine Kometen, die am 13. Februar 1945 die mit zehntau­sen­den Flüchtlingen überfüllte Stadt Dresden in Schutt und Asche legten, sondern amerikanische und britische Bomberflotten. Das Bild von Wal­ ter Hahn bietet auch ohne Kometenbeleuchtung ein passendes Symbol für den Zustand der Kirche.


Hausmitteilung: Herzlichen Dank!

02. März 2026

In der vergangenen Woche habe ich zwei Spenden direkt auf mein Bankkonto erhalten. Diese sind ebenso willkommen wie solche über Paypal - werden für mich aber erst dann sichtbar, wenn ich mein Konto kontrolliere. Das tue ich bei weitem nicht täglich. Während Paypal mich sofort von eine Spende benachrichtigt und dabei auch die Mailadresse des Spenders mitteilt, so daß ich mich unmittelbar bedanken kann, sehe ich Spendeneingänge von Bank zu Bank erst irgendwann, und dann zwar den Namen des Einzahlers, nicht aber eine Mailadresse. Deshalb auf diesem Wege mein herzlicher Dank an B.M und T.K.


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