Summorum Pontificum

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Bischof Strickland: „Es gibt keinen sicheren Mittelweg mehr“ - Die Kirche von Rom befindet sich gegenwärtig in einer außerordentlichen Notlage

09. Februar 2026

6 - Kirchenkrise

Die Photomontage zeigt einen Wolf im Schafspelz inmitten einer Herde braver und nichtsahnender Schafe
Die Wölfe sind unter uns!

Der hier wiedergegebene Text bietet die voll­ständige Übersetzung eines Beitrags von Bischof Joseph Strickland, der unter Datum vom 7. Februar auf LifeSiteNews erschienen ist. Er enthält die unserer Ansicht nach um­fas­send­ste und überzeugendste Darlegung der These, daß die Kirche von Rom sich der­zeit in einer außerordentlichen Notsituation befindet.

Und falls es jemand inzwischen vergessen hat: Ja, Bischof Strickland, der von Franziskus abgesetzte ehemalige Bischof von Tyler, ist Texaner.


Die Drohung mit dem Schisma in den Zeiten
der Großen Einheit

07. Februar 2026

6 - Kirchenkrise

Das Photo zeigt die an einem gemeinsamen Gebet(?) mit Papst Johannes Paul II. teilnehmenden Vertreter christlicher Kircheen und nichtchristlicher Religion beim Welttreffen in Assisi 1986
Es beginnt immer mit den besten Absichten: Assisi 1986

Nun hat Papst Leo also den früheren Verfasser sexual-spiritueller Jugend­schriften und gegen­wärtigen Präfekten des Glaubensdikasteriums Fernandez damit beauftragt, das Gespräch mit der Piusbru­der­schaft über die angekündigten und vom Vatikan als schismatischer Akt ange­sehenen Bischofswei­hen der Piusbruderschaft zu führen. Schwer, davon zu reden, ohne in Sarkasmus und Satire abzugleiten. Wie soll das aus­gehen?

Der Vorwurf, die Piusbruderschaft begebe sich mit dem Vollzug unge­nehmigter Bischofs­weihen – wenn es denn dazu kommt – ins Schisma, verpestet jedenfalls wie Scheiterhau­fen­rauch die Luft und macht auch vielen glaubenstreuen Katholiken schwer zu schaffen. Aber hat er auch Substanz?


Hausmitteilung im Februar

05. Februar 2026

Allgemein

Die Weihnachtspause, die in diesem Jahr wegen der Feiertage auf der einen und der drängender Aktualitäten auf der anderen Seite viel zu kurz war, hat uns immerhin ein wenig Gelegenheit gegeben, auf der Website aufzuräumen – man glaubt gar nicht, wie viel „garbage“ (digi­ta­ler Müll) da im Lauf eines Jahres anfällt. Bei den Aufräumarbeiten ergab sich unter anderem eine Möglichkeit, die Bilder auf der Eingangsseite vergrößerbar zu machen – einfach draufklicken. Wieder klein bekommt man sie dann durch den Zurück-Button des Browsers. Eine Lösung wie auf den Arti­kel­seiten, wo jedes vergrößerte Bild seinen eigenen Zurück-Button mitbringt, wäre zu auf­wendig gewesen.

Weitere Themen der Hausmitteilung erklären, warum auf vielen unserer Archivseiten (Jahre 2007 - 2023) keine Bilder angezeigt werden und daß die Kosten für den Betrieb von Webseiten in den letzten drei Jahren erheblich gestiegen sind – weshalb der Spendenbutton jetzt unüberseh­bar nach oben gerutscht ist.


Wahrer Gehorsam in der Kirche

04. Februar 2026

6 - Kirchenkrise

Das Titelblatt des Buches zeigt neben einem Phot von der Mwßfeier im überlieferten Ritus den vollen Buchtitel: Wahrer Gehorsam in der Kirche – Ein Leitfaden in schwerer Zeit - von Peter Kwasniewski.
Ein Buch voll Fakten und Argumente

Das nebenstehend angezeigte Buch von Peter Kwas­niewski haben wir bereits kurz nach sei­nem Er­schei­nen 2022 hier besprochen. Seit­dem hat es an Aktualität noch einmal zuge­nommen – dramatisch unter­strichen durch die Ankündigung der Piusbru­derschaft von „rechts­widrigen“ Bischofsweihen und darauf folgenden Reaktionen wie die von Bischof Eleganti, die sich unter Berufung auf ihre Ver­pflichtung zum Gehorsam - wenn auch vielleicht blutenden Herzens - von diesem Vor­haben distanzieren.


Zur Ankündigung von Bischofsweihen durch die Piusbruderschaft

03. Februar 2026

3 - Tradition

Die Aufnahme zeigt den Generaloberen der Bruderschaft im Profil bei einer Predigt.
P. Davide Pagliarani FSSPX

Die Ankündigung der SSPX zur Weihe neuer Bischöfe ist einerseits eine Art „Befreiungs­schlag: Die Bruderschaft macht deutlich, daß sie die seinerzeit durch Erzbischof Lefbvre errungene Bestandssiche­rung nicht nehmen lassen wird – auch nicht durch Drohungen und die Bezeichnung als „Schismatiker“. Das hat jedoch nicht nur er­freuliche Seiten, vor allem außer­halb der Bru­derschaft sind negative Auswirkungen zu erwarten. Schon vor dem Vollzug kirchen­recht­lich unzulässiger Weihen wird die Ankündigung Unruhe in die Reihen der Tradition tra­gen. Die Stellungnahme von Bischof Eleganti auf seinem Blog gibt einen ersten Vorge­schmack. Und in jedem Fall wird die Ent­wicklung den staken Kräften in Rom, die alles, was „vor dem Konzil“ war, aus der Kirche verbannen wollen, neue (Schein-)Argumente für ihre Feldzüge liefern.


Mariä Lichtmeß: Von der Offenbarung des Alten zur Frohen Botschaft des Neuen Bundes

02. Februar 2026

3 - Tradition

Die Ikone zeigt die Szene, in der Simeon den Jesusknaben in den Arm nimmt un Maria seinen Worten zuhört.
Aufopferung Jesu im Tempel

Das Fest Mariä Lichtmeß bringt einen der wenigen Berichte aus dem Evangelium in Erinnerung, mit denen die Offenbarung des Alten Testaments un­mittelbar in die Frohe Botschaft Christi übergeht. Christus ist gebo­ren – aber die Welt weiß es noch nicht, und alle handelnden Personen stehen noch voll auf dem Boden des alten Bundes und sei­ner Ge­set­ze. Doch die prophetischen Geister können das Licht der Erlösung bereits wahrnehmen.


Die Weihnachtszeit endet – die Vorfastenzeit beginnt

31. Januar 2026

3 - Tradition

Die Krippenszene des Andrea Montagna ist mit zahlreichen symbolischen Kürzeln aufgeladen - darunter im Hintergrund auch ein ganz und gar unnatürlich beschnittener Weidenbaum, der überdeutlich die Form des Kreuzes von Golgatha vorauszeigt.
Der Weg führt von der Krippe nach Golgatha

In diesem Jahr erleben die der überlieferten Lehre und Liturgie sowie ihrem Kalender folgenden Katholiken wieder den seltenen Fall, daß die Vorfastenzeit beginnt, bevor die Weihnachtszeit mit dem Fest Marä Lichtmeß ihren endgültigen Abschluß gefunden hat. Wie es dazu kommen kann, haben wir schon vor einigen Jahren einmal beschrieben. Im Jahr 2026 soll uns diese kalen­arische Besonderheit den Anlaß bieten, quasi kurz vor Toresschluss eines der ältesten deutschen Weihnachtslieder zu präsentieren: „Nun sei uns willkommen Herre Christ“.  Die älteste deutsche Textfassung ist aus dem 14. Jahrhundert überliefert; lateinische Versionen sind bis zurück ins 11. Jahrhundert nachweisbar. Und das Lied stellt ebenso wie die ausgewählte Illustration den heilsgeschichtlichen Zusammenhang von Bethlehem und Erlösung heraus.


Die Debatte um den Konsistoriums-Beitrag von Kardinal Roche geht weiter

30. Januar 2026

6 - Kirchenkrise

Die Aufnahme zeigt Dom Alcuin in der Rolle des Diakons bei der Verlesung des Evangeliums im Levirenamt in der Klosterkapelle
Dom Alcuin bei der Verlesung des Evangeliums

Die Debatte über das Manifest von Kar­dinal Roche zur Rechtfertigung von Traditionis Custodes nimmt an sprach­licher Schärfe und theologischem Tiefgang zu. Dieser Tage hat nun die in Rom arbeitende Journalistin Diane Montagna zwei ausführliche Texte zur Kritik dieses Papiers und des von Papst Franziskus 2021 erlassenen Motu Proprio ver­öffentlicht, die klar machen, daß ohne eine Auf­he­bung dieses Dokuments ein Friedensschluß der Kirche mit ihrer eigenen Ge­schichte nicht zu erwarten ist.

Erster hier zu behandelnder Artikel ist ein langes Interview von Mon­tag­na mit Weih­bischof Athanasius Schneider vom 20. Januar, in dem der Bischof sowohl die theolo­gi­schen Grundlagen von TC als auch dessen behauptete Kontinuität zur liturgischen Ent­wicklung in der lateinischen Kirche einer scharfen Kritik unterzieht. Als zweiten Text wollen wir kurz den Beitrag des Benediktinerpaters und Liturgiewissenschaftlers Dom Alcuin Reid vor­stellen, der am 28. 1. unter dem Titel „Fatal Flaws Expo­sed in Cardinal Roche’s Consistory Briefing Document“ erschienen ist.


Korrektur: Keine Firmung im alten Ritus in Paderborn

29. Januar 2026

Allgemein

Die Zusammenstellung zweier Screenshots zeigt die ursprünglichen Überschriften der Artikel auf der Website des Bistums und von CNA, die von „überliefertem Ritus“ sprechen.
Screenshots der Meldungen

Wir müssen unsere freudige Meldung vom 27. Januar korrigieren: Die Firmung in der Pader­borner Busdorfkirche hat doch nicht wie ver­schiedentlich gemeldet im überlieferten Ritus stattge­fun­den, sondern nach dem Ritus des Novus Ordo – allerdings in dessen lateinischer Version. Nun ist die Spendung des Sakra­ments der Firmung an eine gut vorbereitete Gruppe junger Leute immer ein Grund zur Freude – aber der Umstand, daß diese Fir­mung nach der problematischen Reformlitur­gie durchgeführt wurde, mildert diese Freude doch erheblich. Die in unserem Artikel vom 27. ausgedrück­te Erwar­tung, daß sich eine Auflockerung der Verbote nach Traditionis Custodes abzeichne, hat sich jedenfalls nicht bestätigt.


Erfreuliches aus Paderborn – Beunruhigendes aus Wien

27. Januar 2026

Allgemein

Das Phot zeigt den Augenblick, in dem der firmende Bischof einem Firmling die Hände auflegt
Firmung im überlieferten Ritus Paderborm 2026

Zum erfreulichen Teil: Am ver­gangenen Sonntag hat der Paderborner Weih­bischof Matthias König 21 jungen und nicht mehr ganz so jungen Gläubigen aus dem Bistum und darüber hinaus die Fir­mung im überlieferten Ritus der Kirche gespendet.

Ganz und gar unerfreulich sind demgegenüber die Nachrichten, die uns über die am ver­gangenen Samstag durchgeführte Bischofsweihe des neuen Wiener Erzbischofs Grün­widl erreicht haben. Dabei kam es zu mehreren Verstößen gegen die geltende liturgische Ordnung, die wegen ihrer symbolischen Aussage starke Bedenken hervorrufen.


Lateinamerika: Nur noch weniger als die Hälfte sind katholisch

26. Januar 2026

Allgemein

Das Foto zeigt die Kathedrale von Aparecida aus der Luft aufgenommen mit den stark an Rom erinnernden Kolonaden eines Vorplatzes.
Der Geist Fanziskus’ schwebt über dem Chaos

In der vergangenen Woche veröffent­lich­te das renommierte PEW-Institut einen Bericht über die religiöse Demographie Lateinameri­kas, der darüber informierte, daß in den meisten Staaten Amerikas südlich des Rio Grande der Anteil der Katholiken unter 50 Prozent gesun­ken ist. Lateinamerika galt lange als der katholische Kon­tinent überhaupt. Mitte der 60er Jahre waren um die 85-90-Prozent aller Lateinamerikaner zumindest dem Namen nach katholisch. Etwa 5% gehörten protestan­ischen Denominationen an. Inzwischen haben die Protestanten stark zugenommen - der Anteil der Katholiken beträgt in den meisten Län­dern weniger als 50%. Was ist geschehen?


Zehn Dinge, die ein (links-)liberaler Katholik in USA vom Pontifikat Leos erwartet

24. Januar 2026

Allgemein

DDie spätabendliche Aufnahme zeigt in Vorder- und Mitelgrunf Petersplatz und Petersdom - und über der Kuppel schwebend das von Hunderten Drohnen gebildet Porträt von Franziskus
Der Geist Fanziskus’ schwebt über dem Chaos

Der katholische Unternehmer und Hob­by­-Liturgologe Andrew Likoudis ist regel­mä­ßi­ger Beiträger des progres­si­stischen Papalistenblogs „Where Peter Is“,  findet gelegentlich jedoch auch in mehr der Mitte zuneigenden Publi­ka­tionen einen Platz. Er ist also keiner von der gerade auf „Where Peter Is“ starken ultra-progressiven Fraktion, die womög­lich den deutschen Synodalen Weg links überholen würde, son­dern gehört eher zum breiten Spektrum des „liberalen“ (d.h. nach links neigenden) Mainstreams im US-Katholizismus.

Seine soeben erschienene Aufzäh­lung von Erwartungen an Papst Leo ent­spricht den Vorstellungen und Wünschen des großen Teils der ameri­kanischen Ka­tho­liken, die sich als Träger des katholischen Glaubens in der Zukunft verstehen und fast alles, was „vor dem Konzil“ war, als nicht mehr relevant betrachten.


Bischof Mutsaerts: Die deutsche Theologie und was dabei herauskommt

23. Januar 2026

Allgemein

Die Portrait-Aufnahme zeigt den Bischof als Prediger oder Vortragenden bei einer Veranstaltung der Catholic Identity Conference 2025 in Pittsburgh
Die Schlüssel des hl. Petrus: Da fehlt doch was!

Eine Zeit lang war wenig von ihm zu hö­ren; jetzt ist er wieder an Deck: Bischof Robert Mutsaerts, Weihbischof im niederländischen Bistum ’s-Hertogen­bosch, hat sich dieser Tage auf seinem Blog mit der „Theologie“ seines Nach­balandes Deutschland beschäftigt und dbei eine ebenso leicht verständ­liche wie grundsätzliche Kritik vorge­legt. Sein Ausgangspunkt ist eine Bemerkung des Schriftsteller Hillaire Belloc (1870 – 1953), er habe keine Angst vor den Barbaren, die an den Toren rütteln, sondern vor der Gefahr, die von Innen komme. Nun, inzwischen sehen wir, daß die Barbaren längst drinnen sind und sich nur zur Tarnung ein Kleidchen der ursprünglichen Bewohner überge­worfen haben – aber an Unbildung und Zerstörungs­wut sind sie längst als die Barbaren kenntlich, die Hilloc noch vor den Toren vermutete.


Zwischen Widersprüchlichkeit und Aberglaube: Über die Kirche und die Päpste in unserer Zeit.

22. Januar 2026

Allgemein

Der Ausschnitt aus Michelangelos „Jüngstem Gerich“ zeigt den hl. Petrus mit den Schlüsseln. Doch sie haben keinen Griff zum Anfassen. Sie anzuwenden erfordert sehr kräftige Hände
Die Schlüssel des hl. Petrus: Da fehlt doch was!

In Deutschland nimmt man die Wider­sprüch­lichkeit der Kirche selbstver­ständlich hin; beispielsweise versteht man sich nur dann als „ka­tho­lisch“, wenn man die sogenannte „Kir­chen­steuer“ bezahlt. Tut man dies nicht, wird man aus der Kirche „ausgeschlos­sen“. Taufe und Firmung zählen nichts mehr; der Empfang der Sakramente wird „verboten“. Kurz: Die Kirchen steuer entscheidet, wer „katholisch“ ist. Obwohl dieses System von Hitler stammt, wird es in Deutschland allgemein akzeptiert. Am meisten hängen natürlich die Bischöfe daran, die sich politisch gegen „rechts“ engagieren und von Hitlers Kirchensteuer profitieren. - Eine merk­würdige Art, „glaubwürdig“ zu sein, doch in Deutschland fällt dieser Wider­spruch niemand mehr auf.


Zum Jahresbeginn in Rom

21. Januar 2026

Allgemein

Papst Leo steht neben dem auf einer Staffelei aufgestellten Papstmedaillon in der üblichen Größe und Darstellungsweise für die Montage unter den Papstporträts in St. Paul vor den Mauern.
Vorstellung des neuen Papst-Medaillons am 14. Januar

Das Kardinalskonsistorium vom 7. und 8. Janu­ar hat weit über die Kreise der litur­gi­schen Tradition hinaus Befürchtungen über den zu erwartenden Verlauf dieses Pontifikats ausgelöst. Die dort behandelten Inhalte, aber auch die dem Synodalitätsprinzip entspre­chen­de Organisation ließen dort wenig Raum für Optimis­mus – gut zusammen gefasst und mit zunehmender Schärfe vorgetragen in dieser Ausgabe von Raymond Arroyos „Prayerfull Posse“, dessen Mitwirkende alle dem gemä­ßigt kon­servativen Mainstream der amerikanischen Kirche zuzurechnen sind. Der Verdacht ist, daß die Machthaber und Draht­zieher des vergangene Pon­ifikats nach wie vor alles in der Hand haben – und daß Papst Leo mit diesem Stand der Dinge durchaus einverstanden ist.

In dieser Woche kamen nun aus Rom Signale, die vielleicht etwas hoff­nungsvollere Perspektiven eröffnen, zumindest etwas mehr Normalität im Erscheinungsbild der Kirche erhoffen lassen. Wir werden sehen.


Wer sich auf katholisch.de begibt, kommt
darin um

20. Januar 2026

6 - Kirchenkrise

Ausschnitt eines Screenshots von katholisch.de mit den illustrierten Hinweisen auf Meldungen zu Glückwünschen, die Bischof Marx an Wikipedia und Papst Leo an die linksradikale Zeitung „Repubblica“ gerichtet hat
Screenshot katholisch.de: Glückwunsch wem Glückwunsch gebührt

Unser erster und möglicherweise auch letzter Be­such in diesem Jahr auf der Website, die im­mer noch von der deutschen Bischofskon­fe­renz ausgehalten wird, vermittelte ein erschüt­terndes Bild vom gegenwärtigen theolo­gi­schen und journalistischen Stand des ehemals katholischen Zweiges der deutschen Staats­kirche. Nicht, daß das wirklich überraschend wäre – daß der Verein in jeder Hinsicht auf den Bätzing gekommen ist, hat sich inzwi­schen herumgesprochen. Aber wie tief das Niveau inzwischen gesunken ist und wie weit sich Autoren und Redaktion inzwischen von allem entfernt haben, was nach dem aktuellen Katechismus und nach dem immer noch in weiten Teilen der Weltkirche geltenden Ver­ständnis „katholisch“ ist – das kann einem schon den Atem rauben. Wir haben ein paar Beispiele gesammelt und kommentiert, die in der zwei­ten vol­len Kalenderwoche dieses Jahres ganz vorne im Webmagazin platziert waren.


Appell von Bischof Schneider an Papst Leo: Eine Apostolische Konstitution zum liturgischen Frieden

16. Januar 2026

1 - Liturgie

Bischof Athanasius Schneider in Chorkleidung in Chartres, 2015
Bischof Athanasius Schneider „in Choro“, Chartres 2015

Bischof Athanasius Schneider hat bei seinem Treffen mit Papst Leo im vergangenen Dezem­ber einen ein­dringlichen Appell an den Papst gerichtet, er möge in einem autoritativen Doku­ment eine Reglung für die überlieferte Liturgie treffen, die dem theologischen Wert, der hi­sto­rischen Würde und den Bedürfnissen der Gläu­bigen ent­spricht. Auch Kardinal Müller und Erzbischof Gänswei haben sich in ähnlichem Sinne geäußert. Wir geben einen Überblick

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