Korrektur zum Beitrag von gestern:
15. Oktober 2026
Aufgrund eines Mißverständnisses zwischen Mensch und Computer wurden im gestrigen Beitrag über das Roche-Interview die vorgesehenen Markierungen unserer Anmerkungen zum Roche-Interview nicht angezeigt. Das haben einige Leser zu Recht moniert. Wir haben die Anzeige korrigiert, und wer sich gestern gewundert oder geärgert hat, kann den Beitrag jetzt mit klar erkennbarer Unterscheidung zwischen dem Interviewtext und unseren Anmerkungen lesen.
Dank an die beiden „Monitore“ und Bitte an alle Leser: Wenn etwas komisch oder schief aussieht - bitte melden.
Der Elephant im Wohnzimmer oder:
Wenn schlechte Theologie auf schwachen
Journalismus trifft
14. Oktober 2026
Das in diesem Frühjahr ans Netz gegangene Webmagazin „AdVaticanum“ hat ein Interview mit dem Präfekten der kurialen Liturgieverwaltung Kardinal Roche geführt, das einigen Aufschluß gibt über die Haltung, mit der die gegenwärtige Administration der überlieferten Liturgie, deren Anhängern und der kirchlichen Tradition insgesamt gegenübertritt. Wir haben die für die Liturgiefrage wichtigsten Passagen ausgewählt und mit einigen Anmerkungen versehen - von denen wir wünschten, daß der Interviewer sie dem Kardinal gegenüber selbt in seinem Gespräch angebracht hätte.
Auf der Suche nach einem festen Halt in Zeiten revolutionärer Wirrungen
13. Oktober 2026
Die Priesterbruderschaft St. Pius X. (SSPX) hat am Freitag auf ihrem offiziellen französisch-sprachigen Twitter-Account eine Liste von Diözesan- und Ordenspriestern aus der ganzen Welt veröffentlicht, die sich der Bruderschaft angeschlossen haben – unbeeindruckt von Sanktionen oder den vom Vatikan erklärten Exkommunikationen. Die Liste enthält Namen von Priestern die sich seit der Ankündigung der Bischofsweihen und vor allem auch danach in ein engeres Verhältnis zur Bruderschaft begeben haben. Die Piusbruderschaft bietet für solche Verhältnisse mehrere Formen, die vom Status des vielleicht gelegentlich in einem Meßzentrum zelebrierenden oder im Beichtstuhl aushelfenden „Priesterfreundes“ über Mitgliedschaft im „Dritten Orden“ der Gemeinschaft bis zu einer mehr oder weniger offiziellen Assoziation, die unter anderem mit regelmäßiger und öffentlicher Mitarbeit in der Seelsorge verbunden ist. Hier die Meldung in der Form, in der sie von LifeSiteNewsaufgenommen und weitergegeben wurde.
Katholische Identitäts-Konferenz in Pitsburgh: „Hoffnung in den Ruinen“
12. Oktober 2026
Am ersten Wochenende im Oktober findet alljährlich in Pitsburgh die 2012 von Michael Matt begründete „Catholic Identity Conference“ statt, die jeweils wichtige Stimmen der katholischen Tradition zu einem Austausch von Meinungen und Ideen versammelt. Vertreter der Ecclesia-Dei-Institute sind Stammgäste der Veranstaltung; in diesem Jahr nahm mit James Vogel erstmalig seit längerer Pause auch wieder ein Priester der Piusbruderschaft teil. Der Weltklerus war u. a. durch die drei profilierten Weihbischöfe Marian Eleganti, Robert Mutsaerts und Athanasius Schneider vertreten. Wir referieren wesentliche Inhalte aus ihren Beiträgen
9. Oktober: Gedenktag des Patriarchen
Abraham, Vaters der Gläubigen
09. Oktober 2026
Heute ist der Feiertag des hl. Stammvaters Abraham – von dem die lateinische Kirche an den anderen Tagen des Kirchenjahres wenig Aufhebens zu machen pflegt. In Missale und Brevier hat er, soweit wir sehen, keine Erwähnung gefunden. Mit einer bemerkenswerten Ausnahme: Das Missale Hierosolomitanae mit den Eigenmessen des lateinischen Patriarchats von Jerusalem vezeichnen für den 9. Oktober ein Duplex majus S. Abrahae Confessoris mit einem vollständigen Propriumsformular, das es wert ist, etwas näher betrachtet zu werden.
Große Welt-Bischofs-Konferenz zur Feier und Vertiefung von „10 Jahre Amoris Laetitiae“ in Rom
08. Oktober 2026
In Rom begann gestern eine auf 7 Tage angesetzte Konferenz aus Anlaß des 10-Jährigen Bestehens von Franziskus umstrittenen Lehrschreibens „Amoris Laetitia“. Die Konferenz ist als „Versammlung im synodalen Stil“ einberufen – d.h. außerhalb des offiziellen Regelwerks, das nur die von Paul VI. Etablierten Bischofssynoden kennt, und dafür voll im Einflußbereich des unseligen noch von Franziskus eingesetzten Synodensekretariats. Teilnehmer sind nach den vorab veröffentlichten Angaben etwa 250 Bischöfe, größtenteils Vorsitzende nationaler oder regionaler Bischofskonferenzen und denen gleichgestellt leitende Bischöfe unierter Ostkirchen. Dazu kommt ein unübersichtlicher Schwarm von Beratern, darunter auch der für die Verfahrensweise zuständige Mitarbeiter des Synodensekretariats P. Giacomo Costa S.J. Auch eine Reihe von Laien und Lainnen sind dabei, darunter Familien aus verschiedenen Kontinenten, die ihre Erfahrungen einbringen sollen.
War Lepanto ein Mißverständnis und das
Rosenkranzfest ein Irrtum?
07. Oktober 2026
War Lepanto ein Irrtum und das Rosenkranzfest ein Mißverständnis? Müssen wir heute die Einrichtung des Rosenkranzfestes durch Papst Pius V. als Geschichtsklitterung erkennen? War die ganze Seeschlacht von Lepanto gegen die Flotte des Sultans nur ein ungerechtfertigter Gewaltakt gegen Migranten aus den darbenden Ländern des Südens, die ihren Anteil am Wohlstand Europas einforderten? So manches, was dieser Tage aus dem Mund römischer Lehr-Erneuerer oder politisierender Kardinäle zu hören ist, deutet exakt in diese Richtung. Sind wir nicht alle Kinder Abrahams? Müssen wir nicht alle liebevoll zusammenstehen?
Wir haben uns hier bereits mehrfach mit dem Rosenkranzfest befasst und dabei auch das Thema der islamischen Expansion immer wieder gestreift. Daher können wir heute guten Gewissens auf ältere Beiträge zur Geschichte und Liturgie dieses Festes aus vergangenen Jahren verweisen.
Kurzer Bericht zur Lage drei Monate nach
den Bischofsweihen der FSSPX
06. Oktober 2026
Die Bischofsweihen der FSSPX liegen nun auch schon drei volle Monate zurück – Zeit für einen ersten Überblick über die gesamtkirchlichen Auswirkungen dieser Weihen und der nachfolgenden Exkommunikationserklärung von Glaubenspräfekt Fernandez. Um einen wichtigen Befund vorwegzunehmen: Allzu spürbar sind die Auswirkungen bisher nicht. Allerdings gibt es Anzeichen für bemerkenswerte Unterschiede in der Entwicklung zwischen Mitteleuropa und den USA.
Was von der 40. Woche übrig blieb — Auf der schiefen Ebene der Synodalität
05. Oktober 2026
wir feiern die Synunde
Der europäische Gerichtshof berät unter dem Schweigen der Kirche über die Löschung von Taufeinträgen im Kirchenregister. Der Papst lobt in Paris die europäischen Werte. Frauen sollen künftig bei katholischen Trauungen offiziieren könen, und Vorsitzende der katholischen Bibelgesellschaft in den USA wird eine ziemlich militante jüdische Professorin. Alles streng synodalisch, versteht sich. Die Frage „Wo soll das alles enden?“ ist nur noch rhetorischer Art: Wir sehen den Weg vorgezeichnet.
Zum Fest der heiligen Schutzengel
02. Oktober 2026
Wenige Tage nach dem mit dem höchsten Rang (Duplex I. Class) ausgezeichneten Fest des hl. Erzengels Michael am 29. September verzeichnet der überlieferte Kalender für den 2. Oktober das Schutzengelfest (Dupl. Major). Ähnlich wie das Fest des als besonderer Patron der Deutschen betrachteten Erzengels hat auch das Schutzengelfest eine spezielle Verbindung zu unserem Land: Es wurde 1676 – knapp zwei Jahrzehnte nach dem Ende des verheerenden 30-jährigen Krieges – von Papst Clemens IX. auf Bitten von Kaiser Leopold I. für das Römisch-Deutsche Kaiserreich eingeführt und wenige Jahre später auf die ganze Kirche ausgedehnt.
Die französische Kirche nach dem II. vatikanischen Konzil in Zahlen
01. Oktober 2026
Der jüngste Papstbesuch in Frankreich lieferte Bilder von unübersehbaren Menschenmassen, die den Papst freudig begrüßten oder an Gottesdiensten unter seinem Vorsitz teilnehmen. In weltlichen und kirchlichen Medien ist nachgerade von einer Wiedergeburt der katholischen Kirche in Frankreich die Rede. Papst Leo selbst nahm die erfreulichen Bilder und Nachrichten zum Anlaß, davon zu sprechen, wie viel das katholische Frankreich dem II. Vatikanischen Konzil zu verdanken habe. Und genau wegen dieser historisch unhaltbaren Aussage, die sich nahtlos einfügt in die vielen Geschichtsklitterungen zur Heiligsprechung des überaus glorreichen Konzils aus dem vergangenen Jahrhundert, erscheint es uns unabdingbar, ein wenig Wasser in den Wein des allgemeinen Jubels zu schütten.